"Wir kommen wieder als Hexe - das macht Spaß"

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Bei Meister Red Bull Salzburg ist im Sommer personell kein Stein auf dem anderen geblieben.

Allerdings hat auch Malmö FF nicht mehr die Mannschaft zur Verfügung, die den Bullen im Vorjahr den Platz in der Champions League weggeschnappt hat.

Die Schweden kommen am Mittwoch (19.00 Uhr) erneut als Außenseiter zum Quali-Hinspiel nach Salzburg. Sie scheinen sich in dieser Rolle wohlzufühlen.

Auch Malmö hat sich stark gewandelt

"Sie haben Druck, vielleicht sogar mehr als vergangenes Jahr", sagte Malmö-Trainer Aage Hareide in schwedischen Medien über die Salzburger.

Damals hatte sich Schwedens Meister im Playoff um den Einzug in die Königsklasse nach einer glücklichen 1:2-Niederlage in Salzburg zu Hause mit 3:0 durchgesetzt.

Die halbe Startformation von damals ist Hareide aber bereits abhandengekommen.

Flügelspieler Emil Forsberg verdient sein Geld mittlerweile beim Red-Bull-Klub Leipzig, Stürmer Isaac Thelin bei Girondins Bordeaux oder Verteidiger Filip Helander bei Hellas Verona.

Dazu kommt eine unklare Situation bei Mittelfeldmann Enoch Kofi Adu. Der Ghanaer steht bei Hareide ob seiner physischen Verfassung auf dem Abstellgleis. Ob er in Salzburg zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Rosenberg als Konstante

Die einzige Konstante in Malmös Offensivabteilung ist Kapitän Markus Rosenberg, der die Salzburger schon im Vorjahr vor erhebliche Probleme gestellt hatte.

Der Ex-Teamstürmer bereitete in der zweiten CL-Qualirunde auch den einzigen Treffer gegen Zalgiris Vilnius vor.

Die meiste Unterstützung erhält der 32-Jährige von den Norwegern Magnus Wolff Eikrem und Jo Inge Berget.

Nur Platz 5 in der Liga

In der schwedischen Liga liegt der Titelverteidiger nach 17 Runden nur auf Rang fünf. Fünf Zähler fehlen auf Spitzenreiter IFK Göteborg.

Vor der gelungenen Generalprobe für Salzburg am Samstag gegen Sundsvall (3:0) war Malmö vier Ligaspiele in Serie sieglos geblieben.

Hareide traut seinem Team bei der Neuauflage des Vorjahresduells dennoch einiges zu - vor allem im eigenen Stadion.

Das Wort "Hexenkessel", das die Salzburger im Vorjahr für das Swedbank Stadion verwendet hatten, haben die Schweden nicht vergessen.

"Ich hoffe, dass sie nervös werden"

"Wir kommen wieder als Hexe hierher und wollen eine Gefahr für sie darstellen. Das macht Spaß", sagte Hareide, dem der verpatzte Ligastart der Bullen (1:2 in Mattersburg) nicht entgangen ist. "Ich hoffe, dass sie nervös werden, aber ich glaube es nicht."

Siebenmal hat sich Salzburg in der seit 2005 währenden Red-Bull-Ära bereits vergeblich in der Qualifikation für die Königsklasse versucht.

Der Druck werde dadurch nicht geringer, meinte Malmös norwegischer Trainer.

"Sie haben einige neue Spieler und einen neuen Trainer. Wir müssen schauen, wie es im Vergleich zum vergangenen Jahr läuft."

Die Karten für das Duell sind von beiden Seiten neu gemischt.

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