Fenerbahce ausgeschlossen, Twente abgeschossen

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Die Champions League geht ohne den türkischen Meister Fenerbahce Istanbul über die Bühne.

Der türkische Verband zog den Club einen Tag vor der Auslosung der Gruppenphase in Monaco wegen seiner angeblichen Verwicklung in einen Betrugsskandal aus dem Wettbewerb zurück.

Mit dieser in einer Sondersitzung getroffenen Entscheidung habe man auf eine entsprechende Forderung der UEFA reagiert, hieß es am Mittwoch vonseiten des türkischen Verbandes (TFF).

Im Sumpf des Wettskandals

Fenerbahce befindet sich im Mittelpunkt der Ermittlungen zum Wett-und Manipulationsskandal in der Türkei. Insgesamt stehen 19 Liga-Spiele in dem Verdacht, manipuliert worden zu sein.

Wegen des Skandals war der Saisonbeginn in der türkischen Süper Lig bereits um einen Monat verschoben worden. Gegen über 30 Spieler und Offizielle - darunter auch Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim - wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Trabzonsport rückt nach

Wie die UEFA am Mittwochabend bekannt gab, wird Vizemeister Trabzonspor Fenerbahces Platz einnehmen. Der Verein war eigentlich in der 3. Quali-Runde an Benfica Lissabon gescheitert.

Damit darf sich Athletic Bilbao über den vorzeitigen Einzug in die Europa League freuen. Die Basken waren Trabzonspors Gegner im Playoff einen Platz in der EL-Gruppenphase.

Der TTF hat mit der Entscheidung laut eigenen Angaben dem Druck der UEFA nachgegeben. "Sonst hätte es Sanktionen gegen Fenerbahce und den nationalen Verband gegeben", hieß es in einer TTF-Mitteilung. Allerdings wurde erst am Dienstag bestätigt, dass Fenerbahce der Meistertitel 2010/11 nicht aberkannt wird.

Janko mit Twente out

Auch sportlich tat sich am Mittwoch etwas: Neben Bate Borisow konnten vier weitere Mannschaften ihr Ticket für die Champions League lösen.

Nicht mit dabei ist Marc Janko mit Twente Enschede. Die Holländer unterliegen Benfica in Lissabon klar mit 1:3. Axel Witsel (46., 66.) und Luisao (59.) sorgen binnen 20 Minuten für die Entscheidung. Der Österreicher Marc Janko spielte bei Enschede durch, blieb aber unauffällig.

Arsenal muss nur kurz zittern

Arsenal setzte sich mit 2:1 bei Udinese Calcio durch und kam nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel weiter. Die Engländer mussten dabei nach dem 0:1-Rückstand durch Antonio di Natales Tor (39. Minute) um den Aufstieg bangen, doch der Ausgleich von Robin van Persie (55.) brachte das Team von Arsene Wenger in die Partie zurück.

Vier Minuten später parierte Arsenal-Keeper Wojciech Szczesny einen Strafstoß von Di Natale und versetzte den Italienern damit den nächsten Schock. Das 2:1-Siegtor gelang Walcott (69.).

Pilsen und Lyon dabei

Erstmals in der Gruppenphase steht Viktoria Pilsen. Dem tschechischen Meister gelang mit 2:1 der zweite Sieg gegen den FC Kopenhagen nach dem 3:1-Erfolg in Dänemark. Marek Bakos (68.) und Michal Duris (93.) erzielten die umjubelten Treffer für Pilsen.

Lyon kam in Kasan durch einen Treffer von Bakary Kone drei Minuten vor Schluss zum 1:1-Remis, Bibras Natcho (77.) hatte die Russen in Führung gebracht. Die Franzosen stehen damit zum bereits zwölften Mal in Folge in der Gruppenphase der Champions League.

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