Di Matteo mit Schalke gegen Ex-Club, ManCity vor Aus

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Als Notnagel holte Roberto di Matteo einst die lange ersehnte erste Champions-League-Trophäe nach Westlondon.

Mit Schalke 04 will der Italiener seinen ehemaligen Club nun aus der Erfolgsbahn werfen.

Vor dem Aufeinandertreffen am Dienstagabend (20.45 Uhr) in Gelsenkirchen sind die Deutschen auf Punkte angewiesen.

Chelsea reicht Remis

Chelsea reicht bereits ein Unentschieden, um den Aufstieg praktisch in der Tasche zu haben.

Die "Blues" halten aktuell bei acht Zählern, Schalke folgt mit fünf. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es für Chelsea am 10. Dezember zu Hause gegen Sporting Lissabon (4).

Die Portugiesen treffen am Dienstag daheim auf Maribor (3).

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Für Di Matteo ist es ein Wiedersehen mit gemischten Gefühlen. Im März 2012 als Nachfolger des entlassenen Andre Villas-Boas interimistisch bis Saisonende zum Cheftrainer bestellt, jubelte der ehemalige Chelsea-Profi zwei Monate später in München über den Gewinn der Champions League und einen fixen Vertrag. Sechs Monate später wurde er nach einem missglückten Saisonstart aber schon wieder entlassen.

Seit damals stand auch bei Chelsea ein Kommen und Gehen am Programm, ehemalige Schützlinge wie Didier Drogba oder John Terry darf Di Matteo dennoch begrüßen.

Der 44-Jährige baut auf die neue Heimstärke der Schalker. Seit seinem Amtsantritt wurden alle vier Spiele vor eigener Kulisse gewonnen. "Alles ist offen. Wir wollen zumindest einen Punkt", bekräftigte Di Matteo - die aktuelle Form des Gegners ist dennoch beinahe zum Fürchten.

Mourinho fordert Titel

Chelsea ist in der engischen Premier League im Moment eine Klasse für sich. Nach Toren des wieder fitten Diego Costa und Eden Hazard blieb die Mannschaft von Jose Mourinho beim 2:0 gegen West Bromwich Albion in dieser Saison in allen Bewerben weiter ungeschlagen.

An der Tabellenspitze hat Chelsea einen beruhigenden Polster auf die Verfolger und gilt deshalb nicht nur auf der Insel als heißer Titelkandidat.

"Wenn die Burschen als große Mannschaft in die Geschichte eingehen wollen, müssen wir etwas gewinnen. Schöner Fußball oder Herbstmeistertitel sind nicht genug. Wir brauchen Titel", meinte Mourinho über die Ambitionen seines hoch talentierten Teams. Vergleiche mit Di Matteo lehnte der Portugiese ab: "Ich spiele ja nicht gegen ihn."

Fuchs dort Ersatzbank

Christian Fuchs droht bei den Hausherren trotz seines ersten Ligatreffers seit fast drei Jahren die Bank. Beim trotz 3:0-Führung erzitterten 3:2 gegen Wolfsburg lieferte der ÖFB-Kapitän als linker Part der Fünferkette eine anständige Leistung ab, der in diesem Spiel gesperrte Dennis Aogo könnte an seiner Stelle aber wieder in die Start-Elf rücken. Fuchs stand auch beim ersten Vergleich in London - ein 1:1 damals noch unter Trainer Jens Keller - am Spielfeld.

Die Ausgangslage sah Fuchs ähnlich wie zuletzt in der Liga. Chelsea habe durch die jüngsten Erfolge viel Selbstvertrauen.

"Aber wenn wir unsere Stärken, die wir gegen Wolfsburg in den ersten 30 Minuten gezeigt haben, wieder zeigen, können wir durchaus einen Punkt holen oder gewinnen", meinte der 28-Jährige.

ManCity braucht Sieg gegen Bayern

Entspannt präsentiert sich die Lage für den in dieser Saison ebenfalls noch ungeschlagenen FC Bayern vor dem zweiten deutsch-englischen Vergleich am Dienstagabend.

Die Münchner stehen mit dem Punktemaximum schon vor dem Antritt bei Manchester City als Gruppensieger und Achtelfinalist fest. City steht mit nur zwei Zählern am Tabellenende.

Um das neuerliche Aus abzuwenden, sind die ambitionierten Engländer dringend auf einen vollen Erfolg angewiesen. Im Parallelspiel gastiert die AS Roma bei ZSKA Moskau. Beide Teams halten bei je vier Punkten.

Bayern entspannt

ManCitys Trainer Manuel Pellegrini sah den Druck auf seinen Schultern lasten. "Ich mache mir selbst aber mehr als die Eigentümer. Wir müssen einfach den Aufstieg schaffen", betonte der Chilene.

Er muss die gesperrten Yaya Toure und Fernandinho ebenso vorgeben wie die verletzten David Silva und Edin Dzeko. Bei den Bayern feierte Bastian Schweinsteiger beim 4:0 gegen Hoffenheim hingegen sein Comeback.

Das Guardiola-Team reiste deshalb trotz Ausfällen wie Philipp Lahm oder David Alaba unaufgeregt nach Manchester. "Wir können entspannt ins Spiel gehen", sagte Offensivspieler Arjen Robben.

Gruppe F schon entschieden

In Gruppe F stehen die Aufsteiger mit Paris St. Germain und dem FC Barcelona bereits fest. Die Franzosen treten zu Hause gegen Ajax Amsterdam an, die Katalanen sind in Nikosia im Einsatz.

Die Entscheidung um den Gruppensieg dürfte im direkten Duell in Barcelona in der abschließenden Runde fallen. In Gruppe H ist der FC Porto bereits weiter.

Schachtar Donezk würde mit einem Heimsieg über Schlusslicht Athletic Bilbao in Lwiw (Lemberg) nachziehen.

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