Alaba mit Blitztor auf Makaays Spuren

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Fast auf den Tag genau nach sechs Jahren, als Bayern-Stürmer Roy Makaay gegen Real Madrid nach 10,12 Sekunden das schnellste Tor der Champions-League-Geschichte erzielte, hat Österreichs Fußball-Star David Alaba am Dienstagabend für ein umjubeltes Deja-vu in der Münchner Allianz Arena gesorgt.

25,02 Sekunden nach Anpfiff des Viertelfinal-Hinspiels gegen Juventus Turin traf der 20-jährige Außenverteidiger mit einem Aufsetzer aus rund 30 Metern zur Führung und läutete so den ungefährdeten 2:0-Sieg ein.

"Ich hab's halt probiert", lautete Alabas wie gewohnt bescheidene Analyse.

"Mit gutem Gefühl" ins Bett

Wichtiger als Platz sieben in der Liste der schnellsten Tore in der Königsklasse war dem österreichischen Nationalteamspieler das Ergebnis, das die Bayern schon mit einem Bein ins Halbfinale brachte.

„Ich freue mich natürlich. Aber wichtig ist, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind“, wird Alaba auf der Homepage des deutschen Rekordmeisters zitiert.

„Mit einem guten Gefühl“ sei er ins Bett gegangen. Besonders sein Tor sei ihm „schon noch ein bissl öfter“ durch den Kopf gegangen, erklärte der Wiener.

Drittes Tor in zwei Wochen

Es war Alabas bereits drittes Tor in den vergangenen zwei Wochen, nachdem er zuvor für das ÖFB-Team in der WM-Qualifikation gegen die Färöer (6:0) und in Irland in der Nachspielzeit zum wichtigen 2:2-Endstand getroffen hatte.

Diesmal überraschte er mit dem leicht abgefälschten Link-Schuss nicht nur Torwart-Legende Gianluigi Buffon.

"Ich weiß selber nicht, was da los ist", meinte der 20-Jährige schmunzelnd über seinen aktuellen Torriecher, gab dann aber zu: "Wenn ich den Ball gut treffe, kann es schon gefährlich werden."

Lob von Sammer und Heynckes

„David ist für uns ein sehr, sehr wichtiger Spieler. Er ist schon in jungen Jahren einer der besten Linksverteidiger der Welt“, gab es von Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer Lob für Österreichs zweifachen Fußballer des Jahres.

Trainer Jupp Heynckes weiß, dass er mit Alaba eine wichtige Stütze in der Mannschaft hat und ortet gleichzeitig noch viel Potenzial: „David spielt im Moment auf einem hohen Niveau. Aber er hat noch Spielraum sich weiter zu verbessern.“

„Wir haben Philipp (Lahm), der spielt auf der einen Seite. Aber die Frage war immer: Wer spielt auf der anderen? Diese Saison hat diese Frage beantwortet. David gibt einen sehr guten Gegenpart, nach dem lange gesucht wurde. Wir haben eine super Lösung gefunden", erklärte Toni Kroos.

"Mit der gleichen Einstellung" ins Rückspiel

Wenngleich er in der Mannschaft schon einen hohen Stellenwert genießt, bleibt Alaba bescheiden und richtete den Blick schon wieder auf die nächsten Aufgaben.

„In einer Woche steht das Rückspiel an. Da müssen wir mit der gleichen Einstellung ins Spiel gehen." Gelingt das den Bayern, wird ihnen auch die "Alte Dame" den Halbfinaleinzug nicht mehr streitig machen können.

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