Real trotz CL-Aufstieg in der Kritik

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Bereits zwei Runden vor Schluss haben Manchester City und Real Madrid das Ticket für das Achtelfinale der Champions-League gelöst.

Doch während City über die "vielleicht beste Performance" im Bewerb jubelte, waren die Spanier von einem galaktischen Auftritt weit entfernt.

Die unattraktive Spielweise brachte der Elf von Trainer Rafael Benitez im Estadio Bernabeu vereinzelte Pfiffe ein.

Zlatan Ibrahimovic und Paris Saint-Germain erfolgreich in die Knie gezwungen und frühzeitig aufgestiegen, doch im Lager von Real Madrid ist längst nicht alles perfekt.

Der offensive Zauberfußball, für den die Fans Cristiano Ronaldo und Co. so verehren, ist unter Defensiv-Verfechter Benitez rar geworden.

"Man muss die Qualität des Gegners berücksichtige"

"Unser Ziel ist es, immer raus zu gehen und zu attackieren. Nicht: Kein Tor zu bekommen. Aber man muss die Qualität des Gegners berücksichtigen und sein Spiel danach ausrichten", sagte Benitez nach dem 1:0-Erfolg zufrieden.

"Wir haben gegen ein starkes PSG gespielt. Ich bin glücklich, weil wir uns für die nächste Runde qualifiziert haben, das ist das Wichtigste."

Nach vier Spieltagen liegt Real ungeschlagen und ohne Gegentor auf Platz eins der schwierigen Gruppe A. Erfolgskennzahlen, die auch der 55-jährige Trainer herausstrich.

Für die spektakelverwöhnten Madrid-Anhänger scheint dies aber zu wenig, auch wenn die Offensivstars Gareth Bale und Karim Benzema derzeit verletzt fehlen und der zuletzt angeschlagene James Rodriguez nur auf der Bank saß.

PSG das bessere Tream

Tatsächlich waren am Dienstag eher die Gäste aus Paris das bessere Team. "Wir waren leidenschaftlich und gut organisiert, haben individuelle Stärke demonstriert und gezeigt, dass wir gut genug sind", sagte PSG-Trainer Laurent Blanc in Anspielung auf die Kritik nach dem 0:0 vor zwei Wochen gegen Real in Paris.

Damals hatte es geheißen, dass seine Mannschaft nicht stark genug wäre, um Real ernsthaft zu fordern. "Aber Real Madrid traf aus einer halben Chance", erklärte der ehemalige französische Teamspieler leicht verbittert.

Auch ManUnited in der Kritik

Auch bei Manchester Uniteds glanzlosem 1:0-Heimerfolg über ZSKA Moskau waren die Fans der Red Devils hörbar unzufrieden mit der Taktik.

Beim Stand von 0:0 brachte Louis van Gaal in der 65. Minute Defensivspieler Marouane Fellaini für Offensivmann Anthony Martial. Höhnische Rufe und Pfiffe der Anhänger waren die Folge.

"Ich bin nicht taub. Das ist die Meinung der Fans, aber sie sollten nicht unzufrieden sein", meinte der Niederländer danach in Anspielung auf die Tabellenführung in Gruppe B. Wayne Rooney hatte per Kopf in der 79. Minute für den zweiten Sieg im laufenden Wettbewerb gesorgt.

Zuvor war United zwar feldüberlegen, aber immer wieder vergeblich gegen den russischen Abwehrwall angelaufen. "Ich bin glücklich. Wir haben gut gespielt", sagte Van Gaal.

City beeindruckte

Mit einem beeindrucken 3:1-Erfolg über Sevilla erreichte Lokalrivale Manchester City wie Real vorzeitig die K.o.-Runde. "Dass wir uns bereits jetzt qualifiziert haben ist eine unglaubliche Leistung", jubelte City-Verteidiger Vincent Kompany.

"Es ist vielleicht die beste Performance, die wir bisher in der Champions League geboten haben", sagte der Belgier über das Spiel in Spanien. Trainer Manuel Pellegrini hatte eine gelungene Systemänderung vorgenommen.

Die dritte Sieg in Gruppe D war nie gefährdet, bereits nach zwölf Minuten führten die "Citizens" nach Toren von Raheem Sterling, dem besten Mann auf dem Platz, und Fernandinho 2:0, zur Pause stand das Endergebnis fest. "Wir brachten das Beste des englischen Fußballs heute hierher und haben ein sehr starkes Team geschlagen", betonte Kompany.

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