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Zufriedenheit nach Aufstieg bei Real und BVB

Real Madrid und Borussia Dortmund haben als erste Teams in der Fußball-Champions-League ihr Achtelfinal-Ticket gelöst.

Der souveräne Auftritt des spanischen Titelverteidigers in der Gruppe B kam wenig überraschend. Jener des deutschen Vizemeisters hingegen schon. Die Dortmunder sind national als Vorletzter auf einem Abstiegsrang, in der "Königsklasse" aber nach Gruppe-D-Spiel vier weiter makellos.

Benzema "in der besten Form"

Matchwinner für Real beim 1:0-Heimsieg gegen Liverpool war nicht Cristiano Ronaldo, der weiter auf einen neuen Champions-League-Torrekord warten muss, sondern Karim Benzema.

Der französische Stürmer traf nach Marcelo-Vorarbeit in Minute 27 und damit zum fünften Mal in der laufenden Saison. Der 26-Jährige verbesserte seine Bilanz auf insgesamt 41 Treffer in 68 Spielen, bei seiner Auswechslung wurde er mit Standing Ovations bedacht.

"Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Ich glaube, dass er in der besten Form ist, seitdem ich hier bin", lobte der seit Sommer 2013 amtierende Real-Trainer Carlo Ancelotti seinen Gold-Torschützen.

Benzema scheint sich unter dem Italiener so richtig wohlzufühlen, nachdem er zuvor seit seinem Wechsel von Lyon im Jahr 2009 immer wieder schwierigere Zeiten durchgemacht hatte.

"Hausaufgaben gemacht"

Real blieb nach dem 0:3 an der Anfield Road wieder gegen die "Reds" ohne Gegentreffer und feierte den zwölften Pflichtspielsieg in Folge. Die Champions League hat nun bis zum Jahresende keine Priorität mehr.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und können uns jetzt auf die Liga, den Cup und die Club-WM fokussieren", sagte Real-Kapitän Iker Casillas. Der Goalie stellte mit seinem 144. Einsatz in der "Königsklasse" einen neuen Rekord auf, zog an Barcas Xavi (143) vorbei.

Liverpool steht dagegen mit nur drei Punkten aus vier Spielen mit dem Rücken zur Wand. Im Kampf um den Aufstieg helfen wohl nur noch zwei Siege, um den drei Punkte voranliegenden FC Basel, der Ludogorez Rasgrad 4:0 besiegte und gegen den es in der letzten Runde geht, noch abzufangen.

Gegen Real war Liverpool viel zu harmlos. Coach Brendan Rodgers hatte nach der Liga-Niederlage gegen Newcastle u.a. Kapitän Steven Gerrard, Raheem Sterling und Mario Balotelli nur auf die Bank gesetzt.

"Wir haben sehr, sehr gut verteidigt gegen das aktuell beste Team der Welt und hätten uns mehr verdient", war Liverpools Trainer mit der Vorstellung seiner Truppe nicht unzufrieden.

BVB genießt den Sieg

Zufrieden war Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 4:1-Erfolg gegen Galatasaray Istanbul, der Balsam für die nationalen Wunden war. "Die Fähigkeit, Tore zum richtigen Zeitpunkt zu schießen, würde ich gerne mitnehmen und für die Zukunft konservieren", sagte der BVB-Coach.

Seine Elf habe extrem gut verteidigt und insgesamt besser gespielt als beim 4:0 in Istanbul. "Wir können den Sieg genießen", betonte Klopp.

National warten sie schon seit 13. September (3:1 gegen Freiburg) auf einen vollen Erfolg, zuletzt gab es fünf Niederlagen in Folge. Am Sonntag wartet mit dem Heimspiel gegen den noch ungeschlagenen Dritten Mönchengladbach wieder eine heikle Aufgabe. Die gegen Galatasaray gezeigte Effizienz soll da wieder zum Erfolg führen.

Arsenal vergibt 3:0-Führung

Neben dem BVB hätte auch Arsenal vorzeitig den Aufstieg fixieren können, die Londoner gaben diese Möglichkeit aber leichtfertig aus der Hand. Trotz einer 3:0-Führung nach einer Stunde reichte es gegen Anderlecht nur zu einem 3:3.

"Wir haben sehr schlecht verteidigt. Bin ich verärgert oder enttäuscht? Beides", sagte Arsenal-Coach Arsene Wenger. Der Fünf-Punkte-Polster auf die drittplatzierten Belgier ist aber nach wie vor sehr beruhigend.

In der Gruppe A hielt Atletico Madrid mit dem dritten Sieg den Kurs auf dem Weg zum Pool-Sieg. Salzburg-Bezwinger Malmö FF wurde auswärts dank Toren von Koke (30.) und Raul Garcia (78.) 2:0 besiegt.

Jubiläum für Pirlo

Drei Punkte hinter dem Champions-League-Finalisten liegt nach wie vor Olympiakos Piräus. Die Griechen haben trotz der 2:3-Niederlage bei Juventus Turin den direkten Vergleich mit der punktgleichen "Alten Dame" nach dem Heim-1:0 gewonnen.

Piräus hatte dabei Glück, dass Arturo Vidal in Minute 95 eine Elfmeterchance ungenützt ließ. Juves 35-jähriger Regisseur Andrea Pirlo steuerte in seinem 100. Champions-League-Spiel einen Freistoßtreffer bei.

In der Gruppe C machte Bayer Leverkusen mit einem 2:1 bei Zenit St. Petersburg, dem dritten Sieg in Folge, einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Dahinter ist alles offen. Monaco liegt nach einer 0:1-Niederlage bei Benfica Lissabon, bei der Talisca in Minute 82 traf, nur einen Zähler vor St. Petersburg und Benfica.

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