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Robben-Debatte geht Hoeneß "auf den Sack"

Trotzreaktion geglückt, Gruppensieg eingefahren - der FC Bayern München hat drei Tage nach dem Heim-0:1 gegen Borussia Dortmund mit dem diesmal durchspielenden Wiener David Alaba im defensiven Mittelfeld seine Stellung als stärkste deutsche Kraft in der Champions League bewiesen.

"Wir haben souverän den Durchmarsch geschafft", resümierte Trainer Jupp Heynckes stolz.

Und das "in einer Gruppe, die vorher jeder als Mördergruppe bezeichnet hat", fügte Torjäger Mario Gomez nach dem 3:1 in der Allianz Arena gegen Villarreal CF hinzu.

Hoeneß poltert

Der Traum vom Heimfinale am 19. Mai 2012 lebt in München weiter - nur Uli Hoeneß geriet am Dienstagabend in Rage, weil das Vereinsoberhaupt die Debatten um Arjen Robben ärgern und erzürnen.

"Es geht mir auf den Sack, dass man so einen Weltklassespieler infrage stellt, nur weil er nach acht Wochen Verletzungspause mal ein, zwei schlechtere Spiele macht. Das lassen wir sicherlich nicht zu - und da werde ich auch Theater machen", schimpfte Hoeneß.

Im Schatten Riberys

Auch wenn Robben im zweiten Spiel nach seiner Leistenoperation noch klar im Schatten von Doppeltorschütze Franck Ribery und des wieder als Spielmacher glänzenden Toni Kroos stand, war der 75-Minuten-Einsatz gegen die harmlosen Spanier doch ein erkennbarer Fortschritt.

"Wir brauchen Arjen. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er wieder der Alte wird", erklärte Hoeneß, nachdem seine Bayern bei der 15. CL-Teilnahme zum 14. Mal die Gruppenphase gemeistert hatten.

"Aufbaugegner" für Robben

Der niederländische WM-Zweite bedankte sich bei Heynckes und dem Verein für deren Unterstützung.

"Ich brauche den Rhythmus, und den kann man nur im Spiel bekommen. Dieses hohe Niveau, erst Dortmund, jetzt Champions League, das ist das, was ich brauche", sagte er: "Physisch gesehen ist es noch nicht top, aber es kommt, es wird."

Gerade in der "Königsklasse" werden in den K.o.-Runden wieder andere Kaliber als Villarreal auf die Bayern zukommen - und dann benötigen die Münchner nicht nur Ribery in Topform.

Sammer wettet mit Ribery

Der Franzose erwärmte die 66.000 Zuschauer mit seinen zwei Toren (3./69. Minute) und verblüffte mit einem ungewöhnlichen Jubel nach seinem 1:0.

"Ich habe schon vor dem Spiel meinem Bruder gesagt, wenn ich ein Tor erziele, mache ich drei Liegstütze für ihn."

Sky-TV-Experte Matthias Sammer ließ sich daraufhin mit dem Flügelflitzer auf eine ungewöhnliche Abmachung ein. "Wenn die Bayern das Endspiel gewinnen, mache ich im Studio 70 bis 80 Liegestütze", kündigte der DFB-Sportdirektor an.

Zunächst kein Brocken

Mario Gomez erledigte mit seinem sechsten CL-Tor (23.) den Rest. Das 1:2 von Jonathan de Guzman (50.) fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht.

"Wir wollten nach dem Dortmund-Spiel eine Trotzreaktion zeigen, das ist uns gelungen", sagte Kroos.

Der vorzeitige Gruppensieg ist ein deutliches Bayern-Zeichen an Europa. "Ich hoffe, wir können das Finale hier spielen. Das ist ein Traum", sagte Ribery.

Als Erster vermeide man im Achtelfinale "ein paar Brocken", betonte Kapitän Philipp Lahm mit dem Blick auf andere feststehende Gruppensieger wie Real Madrid oder Inter Mailand.

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