Gegen PSG zeigte sich Barcas "Messi-Abhängigkeit"

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Wie sehr das Wohl des FC Barcelona von seinem Superstar Lionel Messi abhängt, ist im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris St. Germain wieder einmal augenscheinlich geworden.

Ohne den Weltfußballer taumelten die Katalanen am Mittwoch im Camp Nou am Rande des Ausscheidens, erst nach der Einwechslung des Argentiniers wurde das zum Aufstieg nötige 1:1 sichergestellt.

Muskelverletzung hemmt Messi

Dabei war deutlich erkennbar, dass Messi seine im Hinspiel erlittene Muskelverletzung noch zu schaffen machte.

Der 25-Jährige agierte schaumgebremst, um keinen weiteren Einriss zu riskieren, und wirkte dennoch inspirierend auf seine Kollegen.

"Er hat die Partie gedreht"

"Wir müssen uns bei ihm bedanken. Er hat in den letzten Tagen hart dafür gearbeitet, um in diesem Match dabei sein zu können", erklärte Pedro, der nach einer von Messi eingeleiteten Aktion zum 1:1 traf.

Auch David Villa verneigte sich vor "La Pulga". "Er ist der beste Spieler der Welt und hat die Partie gedreht, einfach nur weil er auf dem Platz war."

PSG setzte nicht auf verteidigen

Vor Messis Einwechslung präsentierte sich Barcelona rat- und hilflos gegen eine Pariser Mannschaft, die sich nicht ausschließlich aufs Mauern verlegte, sondern einige hochkarätige Chancen herausarbeitete.

"Wir haben nicht verteidigt, so wie es alle anderen Mannschaften hier tun, sondern angegriffen und Barcelona lange Zeit Probleme bereitet", sagte PSG-Coach Carlo Ancelotti.

Dann aber kam Messi. "Er war nicht bei 100 Prozent, aber er hat seine Mannschaft und die Fans mitgerissen, und das hat den Ausschlag gegeben. Er ist ein fantastischer Spieler, selbst wenn er nicht fit ist", meinte Ancelotti.

"Er wird immer den Unterschied ausmachen"

Auch die PSG-Kicker mussten die Klasse von Messi zähneknirschend zur Kenntnis nehmen.

"Er hat in diesem Spiel alles verändert", gab Torschütze Javier Pastore zu.

"Seine Einwechslung hatte großen Einfluss auf Barcelonas Leistung. Er hat das Spiel entschieden", ergänzte Ezequiel Lavezzi, und David Beckham meinte: "Er ist der beste Spieler der Welt und wird immer den Unterschied ausmachen, egal ob er hundertprozentig fit ist oder nicht."

Fit für Halbfinale?

Laut spanischen Medienberichten spürte Messi bald nach seiner Einwechslung wieder Schmerzen im lädierten Oberschenkel, die Verletzung dürfte sich aber nicht verschlimmert haben.

Der Offensivspieler wird zumindest im kommenden Liga-Spiel am Sonntag in Saragossa (ab 19 Uhr LIVE bei LAOLA1.tv) pausieren, sollte aber bis zum ersten Champions-League-Semifinale in zwei Wochen wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein.

Barca mit Defensivsorgen

Barcas Personalsorgen in der Defensive bleiben allerdings bestehen.

Im Halbfinale der Königsklasse fehlen definitiv der verletzte Javier Mascherano und der gesperrte Adriano, auch Carles Puyol muss nach seiner Knieoperation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zuschauen.

Zu allem Überdruss präsentierten sich die Defensiv-Stützen Gerard Pique (20 Prozent gewonnene Zweikämpfe) und Sergio Busquets gegen PSG weit von ihrer Top-Form entfernt.

Dennoch stellte Barcelona am Mittwoch einen neuen Rekord auf - noch nie gelang es einem Club, sechsmal in Folge in ein Champions-League-Semifinale einzuziehen.

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