Barca schreibt mit Final-Sieg über Juve Geschichte

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Der FC Barcelona hat am Samstagabend im Fußball-Champions-League-Finale in Berlin einen verdienten 3:1-(1:0)-Sieg über Juventus Turin gefeiert.

Ivan Rakitic (4)., Luis Suarez (68.) und Neymar (97.) erzielten vor 70.500 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion die Tore für die Katalanen.

Für Italiens Double-Gewinner traf Alvaro Morata zum zwischenzeitlichen Ausgleich (55.).

Zweites Triple

Damit gewann Barcelona nicht nur zum fünften Mal die Königsklasse im Clubfußball, sondern als erster Verein zum zweiten Mal nach 2009 das Triple aus Meistertitel, Cup-Sieg und Champions-League-Triumph, der hochverdient war.

In den jüngsten 34 Pflichtspielen verzeichneten die "Blauroten" 30 Siege, nur zwei Partien gingen verloren. Und in der K.o.-Phase der Königsklasse schaltete "Barca" mit Manchester City, Paris St. Germain und Bayern München die Meister aus England, Frankreich und Deutschland von 2014 aus.

Im Endspiel bekam nun auch der italienische Champion die Überlegenheit von Messi und Co. zu spüren.

Traumstart

Barcelona erwischte einen Traumstart und durfte bereits nach nicht einmal dreieinhalb Minuten über die Führung jubeln: Neymar bekam den Ball am linken Flügel, riss mit einem Tempowechsel die Juve-Abwehr auseinander und spielte ideal auf Kapitän Andreas Iniesta, der wiederum perfekt zu Rakitic weiterleitete.

Und der 27-jährige Kroate brauchte den Ball nur noch aus zehn Metern in die Maschen zu jagen. Es war das drittschnellste Tor in einem Finale der Königsklasse.

Die Turiner waren mit dem 0:1-Pausenrückstand noch gut bedient, denn "Barca" hatte die Partie sicher im Griff. So verhinderte etwa Italiens Tormann-Legende Gianluigi Buffon mit einer Glanzparade bei einem Schuss von Dani Alves das 0:2 (13.), nachdem unmittelbar zuvor Neymar eine Maßflanke von Lionel Messi nur um Zentimeter verfehlt hatte. Vor der Pause kam dann auch noch Suarez auf Touren. Sein erster Warnschuss zischte nur um Zentimeter an der linken Stange vorbei (39.), den zweiten entschärfte dann Buffon (40.).

Vergebene Chancen bestraft

Juventus strahlte dagegen in Hälfte eins nur durch Schüsse von Arturo Vidal (8./drüber), Morata (24./daneben) sowie Claudio Marchisio (44./gehalten) ansatzweise Gefahr aus und musste sich kurz nach der Pause erneut bei Buffon bedanken.

Der 37-Jährige boxte einen Suarez-Schuss nach einem blitzschnellen Konter gerade noch aus dem Eck (48.). Wenig später schoss Messi nach Doppelpass mit Neymar und Suarez knapp übers Tor (51.).

Diese vergebenen Chancen wurden in der 55. Minute bitter bestraft, als Juventus quasi aus dem Nichts den Ausgleich erzielte. Nach Vorarbeit von Außenverteidiger Stephan Lichtsteiner kam Carlos Tevez aus rund zwölf Metern zum Schuss. Diesen wehrte Barca-Tormann Marc-Andre ter Stegen zwar ab, doch Morata verwertete den Abstauber zum 1:1.

Suarez und Neymar treffen

Danach folgte ein offener Schlagabtausch, der durch eine von Lionel Messi eingeleitete Aktion entschieden wurde. Argentiniens Superstar prüfte aus rund 20 Metern Buffon, der den Ball nur kurz abwehren konnte.

Suarez ließ sich diese Chance nicht entgehen und staubte zum 2:1 ab. Wenig später jubelte "Barca" über das 3:1 von Neymar, das aber wegen Handspiels - der Brasilianer hatte sich den Ball selbst an die Hand geköpfelt - nicht gegeben wurde (72.).

Juventus kämpfte danach tapfer weiter und fing sich in der Nachspielzeit noch das dritte Gegentor ein. Nach einem Konter kam Neymar doch noch zu seinem Tor. Damit zeichneten Messi, Neymar und Suarez für 27 der 31 Champions-League-Treffer von "Barca" verantwortlich.

Xavis Abschied

Im Finish wurde bei Barcelona auch noch Spielmacher Xavi eingewechselt. Der 35-Jährige, der nach Saisonende zu Al-Sadd SC nach Katar wechselt, wurde damit in seinem Abschiedsspiel für seinen Stammclub mit seinem 151. Einsatz zum alleinigen Champions-League-Rekordspieler.

Der langjährige Kapitän durfte am Ende auch als Erster die wichtigste Club-Trophäe stemmen, da er für Iniesta eingewechselt worden war und von ihm die Schleife übernommen hatte. Die kongenialen Mittelfeldspieler Xavi und Iniesta holten mit "Barca" insgesamt vier Mal - 2006, 2009, 2011 und 2015 - die Champions League.

Luis Enrique, der Barcelona erst zu Saisonbeginn übernommen hatte, schaffte dagegen gleich in seinem ersten Jahr als Coach der "Blaugranas" das Triple. Damit trat er in die Fußstapfen seines ehemaligen Barca-Teamkollegen Pep Guardiola, dem dies im Jahr 2009 ebenfalls gelungen war. Damals hatte Barcelona anschließend auch noch die beiden Supercup-Finali (UEFA und national) sowie die Club-WM gewonnen.

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