Zehn verrückte Dinge über das CL-Finale

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Der FC Barcelona krönte sich mit einem 3:1 gegen Juventus im Finale von Berlin zum Gewinner der Champions League.

Rakitic (4.) brachte die zunächst dominanten Katalanen nach Iniesta-Pass in Führung. Aus dem Nichts glich Morata (55.) per Abpraller nach Tevez-Schuss aus. Daraufhin besorgte Suarez (68.) im Nachschuss nach Messi-Solo das 2:1. Neymar (96.) fixierte mit Schlusspfiff den Endstand.

Mit diesem Ausgang sorgte das Finale für so manches statistisches Schmankerl. LAOLA1 kennt 10 verrückte Dinge über das CL-Finale:

  • Barca sprengt die Rekorde

Respekt an den FC Barcelona! Unglaublich, was diese Mannschaft in den letzten Jahren geleistet hat. Als erstes Team der Welt holten die „Blaugrana“ zum zweiten Mal (nach 2009) das Triple. Die letzten vier CL-Finali wurden allesamt gewonnen, obwohl davor in den ersten vier Endspielen nur ein einziger Titel herausschaute. Kein anderer Klub hat seit Einführung der UCL innerhalb von zehn Jahren vier Mal die „Königsklasse“ gewonnen. Auf dem Weg zum Titel haben die Katalanen ausschließlich gegen Landesmeister gespielt. Unter anderem schalteten Lionel Messi und Co. die Titelträger aus Deutschland, England, Frankreich und Italien aus. Zudem gelingt mit Spanien einem Land erstmals seit 1990 (damals verteidigte Milan den Titel) die „Titelverteidigung“, letztes Jahr gewann bekanntlich Real Madrid den Titel.

  • Armes Juventus

Während Barca die letzten vier Champions-League-Endspiele für sich entscheiden konnte, ging Juventus in den letzten vier Finali immer als Verlierer vom Platz – Negativ-Rekord in der Champions League! Außerdem ist die Alte Dame der einzige Klub, der ganze sechs Mal im letzten Spiel der Champions League bzw. dem Europacup der Landesmeister eine Niederlage hinnehmen musste.

Der brasilianische Superstar krönte eine unglaubliche Saison mit dem Tor zum 3:1-Endstand. Damit ist der 23-Jährige neben Hernan Crespo (1996 für River Plate, 2005 für Milan) der Einzige, der sowohl im Finale der südamerikanischen als auch in jenem der europäischen „Königsklasse“ ein Tor erzielt hat. 2011 holte der Dribblanski mit Santos die Copa Libertadores. Zudem machte sich Neymar mit seinem Treffer zum ersten Spieler der CL-Geschichte, der in beiden Viertelfinal-Spielen, in beiden Semifinals und im Endspiel ein Tor schoss.

  • Morata – ein Mann für große Spiele

Auf Seiten von Juventus kann Alvaro Morata beeindruckende Statistiken vorweisen: Der Youngster traf sowohl in beiden Halbfinal-Spielen als auch nun im Finale. Zudem ist der 22-Jährige der erste Spanier, der nicht für einen spanischen Klub trifft, seit 2005, als Xabi Alonso beim legendären Liverpool-Erfolg gegen Milan ein Tor schoss. Morata wurde zum sechsten Spieler der Fußball-Geschichte, der in zwei Jahren in Folge mit zwei unterschiedlichen Vereinen im CL-Finale stand.

Juventus Barcelona
Ballbesitz 38 % 62 %
Zweikämpfe 42,4 % 57,6 %
Torschüsse 14 17
Torschüsse innerhalb Strafraum 5 15
Torschüsse außerhalb Strafraum 9 2
Kopfballchancen 2 0
Abseits 1 0
Fouls 24 12

  • Titelflut für Barca-Granden

Es war der 767. und letzte Auftritt von Xavi für den FC Barcelona. In diesem Spiel sicherte sich der 35-Jährige den insgesamt 25. Titel mit den Katalanen, dazu kommen die zwei EM-Titel und eine Weltmeisterschaft mit dem spanischen Nationalteam. Unterdessen machte sich sein ewiger Kompagnon Andres Iniesta zum ersten Spieler der Fußball-Geschichte, der im EM-, im WM- und im CL-Finale zum offiziellen „Man of the Match“ gekürt wurde. Der aktuelle Barca-Kapitän hält übrigens bei 24 Pokalen mit seinem Herzensklub. Ebenso viele hat Lionel Messi gewonnen.

  • Ein Pechvogel namens Evra

Während das CL-Finale den Barca-Akteuren einen weiteren Titel von vielen brachte, musste Patrice Evra eine weitere Endspiel-Niederlage einstecken. Fünf Mal (je einmal mit Monaco und Juve, drei Mal mit ManUnited) stand der Franzose in einem CL-Finale. Damit liegt er gemeinsam mit Clarence Seedorf und Edwin van der Saar auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Nur Paolo Maldini (6) hat mehr Finaleinzüge auf seinem Konto. Gleichzeitig ist Evra jedoch auch der Rekordhalter, was verlorene CL-Endspiele betrifft: Vier von fünf dieser Partien hat er nicht gewinnen können.

Ein Glückskind namens Vermaelen

Ein Spiel, drei Titel. Aufgrund seiner Verletzungssorgen konnte Thomas Vermaelen nach seinem Wechsel im Sommer nur ein Spiel für den FC Barcelona bestreiten. In der letzten Meisterschaftspartie gegen La Coruna kam er zum einzigen Einsatz. Nun darf sich der Belgier über das Triple freuen, bei der Übergabe des CL-Pokals war er höchstpersönlich dabei. Pech für seinen Ex-Klub Arsenal: Laut „Marca“ hätten sich die „Gunners“ über zusätzliche vier Millionen Ablöse freuen dürfen, wenn der Verteidiger ein nicht bekanntes Minimum von CL-Spielen bestritten hätte.

Teamwork führt zu Erfolg

Um Barcas „MSN“-Traumsturm wurde vor dem Spiel viel Wirbel gemacht. Dann sorgte jedoch die perfekte Zusammenarbeit aller Mannschaftsteile für den Führungstreffer von Ivan Rakitic (4.). Vor dem Tor berührte jeder einzelne Feldspieler der „Blaugrana“ den Ball, bevor ihn der Kroate ins Netz beförderte. Hier der gesamte Spielzug:

 

Der weinende Pirlo

Ein einziger Spieler applaudierte, als Barca den CL-Pokal in die Berliner Nacht stemmte: Andrea Pirlo. Der 36-jährige Maestro nahm sich die Niederlage sichtlich zu Herzen. Giorgio Chiellini und Paul Pogba mussten den sonst so cool wirkenden Routinier nach dem Spiel trösten. Auch Xavi munterte den Mittelfeldspieler, der nicht seine beste Partie hatte, auf. 2006 hatte Pirlo noch gemeinsam mit seinem Freund Gianluigi Buffon im Berliner Olympiastadion den WM-Titel geholt. Nun erlebten die beiden Altstars eine der enttäuschenden Erfahrungen ihrer Karriere in diesem Oval. Buffon hielt sein Team immer wieder mit starken Paraden im Spiel, letztlich konnte auch er die Niederlage nicht verhindern.

Vom Zero to Hero

Anfang Jänner stand Luis Enrique noch kurz vor dem Aus bei Barca. Ein Zoff mit Superstar Messi wurde ihm nachgesagt. So etwas überleben nicht viele Barca-Trainer. Sechs Monate später ist alles anders. Der Coach hat das Team zum Triple geführt - etwas, was davor nur Pep Guardiola, ebenfalls in seiner Debüt-Saison, gelungen ist. Enriques Siegesquote kann sich sehen lassen: 83,05 Prozent seiner Partien als Barca-Trainer hat er gewonnen.

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