"Es liegt nicht an Malmö, es liegt an uns"

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Die letzte Hürde heißt also Malmö FF.

Meister Red Bull Salzburg trifft im Playoff der Champions League auf den 17-fachen schwedischen Rekord-Meister.

Der Heimatklub von Zlatan Ibrahimovic führt auch aktuell kurz nach Hälfte der Ganzjahres-Meisterschaft die Tabelle der Allsvenskan mit sechs Punkten Vorsprung an.

Die "Bullen" haben im ersten Spiel (19. August, 20:45 Uhr) Heimrecht, die Entscheidung, ob es RBS im siebenten Anlauf schafft, fällt am 27. August (20:45 Uhr) im 24.000 Zuschauer fassenden Svedbank-Stadion.

Hütter mit dem Los zufrieden

"Es ist eine machbare Aufgabe, wir sind mit dem Los zufrieden", sagt Trainer Adi Hütter, der bereits eine Kurzanalyse vornehmen kann.

"Sie pflegen einen nordländischen, klaren Stil, spielen ein kompaktes 4-4-2 und haben eine junge Mannschaft mit vielen Eigenbauspielern und großgewachsenen Innenverteidigern. Sie haben Sparta eliminiert und sicher Qualität, aber es ist eben machbar", so der 44-Jährige.

Sportchef Ralf Rangnick hält fest: "Malmö ist ein Gegner, den wir absolut ernst nehmen. In dieser Phase der Champions League haben alle Mannschaften eine entsprechend hohe Qualität. Wir werden sie sehr genau unter die Lupe nehmen."

Bei der Pressekonferenz vor dem Derby am Sonntag gegen Grödig nimmt auch Qarabag-Held Martin Hinteregger Stellung.

"Kein Nachteil, zu Hause zu beginnen"

"Aktuell habe ich von Malmö noch keinen Schimmer, aber ich finde, es ist kein Nachteil, erst zu Hause zu spielen. Da können wir vorlegen", so der Kärntner, der am Mittwoch beide Tore zum 2:0 erzielte, und damit dieselbe Meinung wie Hütter vertritt.

"Wichtig ist nur, daheim zu Null zu spielen", so der Vorarlberger, der die Schweden vor dem ersten Duell noch drei Mal beobachten kann.

"Sie haben ein enges Stadion, in das 24.000 Zuschauer passen. Es dürfte also eine gute Atmosphäre dort herrschen", glaubt Hütter.

Der Trainer zeigt sich aber optimistisch: "Wir haben die Qualität, auch auswärts zu treffen und wollen generell auch den Schwung aus dem Qarabag-Spiel mitnehmen. Wir werden alles probieren, reinzukommen."

Hinteregger fürchtet Rosenberg nicht

Bekanntester Spieler der Skandinavier ist Ex-Bremen-Stürmer Markus Rosenberg, den Hinteregger nicht fürchtet.

"Ich kenne ihn nicht, ich weiß nur, dass er für Bremen gespielt hat. Wir haben auch in Baku gegen einen starken Stürmer gespielt", so der Kärntner. "Ich werde noch sehen, wie ich ihn bespielen muss. Grundsätzlich liegt es aber nicht an ihnen, sondern an uns."

Hütter sieht Vorteile in der gegnerischen Abwehr: "Für großgewachsene Spieler ist es nicht angenehm, wenn schnelle Spieler kommen."

Schwedisches Wiedersehen

Salzburg trifft damit wie vergangene Saison europäisch auf ein Team aus Schweden.

Malmö verpasste 2012 als Dritter den Titel, lag drei Punkte hinter Champion Elfsborg, das Salzburg in der Europa League begegnete.

Die "Bullen" ließen dem Klub aus Borgas in der EL-Gruppenphase 2013 keine Chance: erst 4:0 zum Auftakt zu Hause, dann 1:0 auswärts – mit einer offensiven B-Elf.

"Elfsborg war gut, wir hatten sie jedoch im Griff. Aber das ist nun eine ganz andere Mannschaft, es sind ganz andere Spieler", hält Hinteregger nichts von einem Vergleich.

Sparta Prag  eliminiert

Malmö, das Norwegens Ex-Teamchef Age Hareide (60) als Trainer hat, verabschiedete sich im vergangenen Jahr nach einem 4:0 auswärts bei Swansea aus der Europa-League-Qualifikation.

Dieses Jahr trumpfte man bislang in der CL-Quali auf – wenngleich minimalistisch. 

Erst reichte ein 1:0 gegen FK Ventspils, dann stieg man dank 2:0 nach 2:4 bei Sparta Prag per Auswärtstorregel auf. Beide Tore erzielte am Mittwoch Kapitän Rosenberg.

Für den Ex-Werderaner sollen es die letzten CL-Quali-Tore in dieser Saison gewesen sein, ob das passieren wird, liegt allein an Salzburg.

Malmö will "Stier bei den Hörner packen"

Das schwedische Boulevard-Blatt Aftonbladet, Fußball-Österreich durch eine Projektion ("Am Freitag stirbt euer WM-Traum") auf das ÖFB-Hotel vor dem entscheidenden Quali-Duell in Stockholm 2013 bekannt, zeigt Respekt und titelt mit "Albtraum"-Los.

Co-Trainer Olof Persson sagt indes: "Es war klar, dass wir einen guten Gegner zugelost bekommen. Es ist ein super harter Gegner. Aber wir müssen den Stier bei den Hörner packen. Mit dem Los Sparta waren wir am Anfang auch nicht glücklich, aber wir haben es geschafft."

Der 21-jährige Mittelfeldspieler Amin Nazari selbstbewusst: "Wir haben das Selbstvertrauen nach dem Sieg gegen Sparta. Ich hoffe, dass wir weiterkommen, es wäre unglaublich, in der Champions League zu spielen."

Kavlak gegen Arsenal

Veli Kavlak trifft indes im Nicht-Meister-Weg mit Besiktas Istanbul auf den FC Arsenal.

Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt muss mit Leverkusen gegen den FC Kopenhagen ran, zeigt sich wie sein Ex-Klub damit zufrieden.

Der Deutsche lässt aus der BayArena zudem ausrichten: "Für Salzburg ist die Chance so groß wie nie und ich würde es ihnen auch gönnen."

Napoli spielt gegen Bilbao, Standard Lüttich gegen Zenit St. Petersburg und Lille gegen den FC Porto.

Maribor trifft auf Celtic, das nur ins Meister-Playoff rückte, weil Legia Warschau einen gesperrten Spieler einsetzte.

Die weiteren Begegnungen lauten Steaua Bukarest-Rasgrad, Bratislava-Borisov sowie Aalborg-APOEL Nikosia.

Heim Gegner
RED BULL SALZBURG Malmö FF
NK Maribor Celtic Glasgow
Aalborg BK APOEL Nikosia
Steaua Bukarest Ludogorez Rasgrad
Slovan Bratislava BATE Borisow
Heim Gegner
Besiktas Istanbul Arsenal
Standard Lüttich Zenit St. Petersburg
FC Kopenhagen Bayer Leverkusen
OSC Lille FC Porto
SSC Napoli Athletic Bilbao
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