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Europacup-Ausblick: Was auf Salzburg und Co. wartet

Am Montag machte Roger Schmidt den Schuh.

Nach dem Cup-Sieg am Sonntag gab es mit dem Salzburg-Trainer noch eine letzte körperliche Bestandsaufnahme, ehe die Spieler sich in den Urlaub oder langsam aber sicher zum Nationalteam aufmach(t)en.

Schmidt geht in den Urlaub und kommt nicht wieder. Der Deutsche wird sich Ende Juni ganz seiner neuen Aufgabe Bayer Leverkusen widmen.

Schmidt wie Salzburg spielen CL-Quali

Mit den Deutschen wird der 47-Jährige in der Champions-League-Quali spielen. Sein Nachfolger Adi Hütter wird das mit Salzburg ebenfalls tun.

Weil sich die Werkself im Nicht-Meister-Zweig ihren Weg bahnen muss, kommt es dort nicht zu einem Wiedersehen mit Meister Salzburg. In der Gruppenphase wäre dies allerdings durchaus möglich.

Im Champions-Zweig steigen die "Bullen", 46. der UEFA-Klubrangliste, in der dritten Runde ein und werden dort auf jeden Fall das topgesetzte Team (Koeffizient: 46,185) sein - noch vor Celtic Glasgow (36,813), das zuvor erst die zweite Runde überstehen muss.

Von den ungesetzten Teams ist aktuell nur der dänische Meister Aalborg sicher in der dritten Runde vertreten.

Salzburg durchgehend gesetzt

Geht es nach den Koeffizienten, könnte Salzburg dort auf Gegner wie Slovan Bratislava (SVK), FK Aktobe (KAZ), FK Ventpils (LAT) oder Garabag Agdam (AZB) treffen. Freilich ist hier noch viel offen, zumal auch noch eine (zypriotische) Meisterschafts-Entscheidung aussteht. Ein Abbruch bei Limassol-APOEL verhinderte diese am Wochenende.

Nach dieser (Pflicht-)Hürde würden die Mozartstädter auch im Playoff das topgesetzte Team des Meisterwegs sein. Hochgerechnet könnten Dinamo Zagreb - Austria hat es gegen die Kroaten vorgemacht - Ludogorets Razgrad (BUL) oder Maccabi Tel Aviv (ISR) warten.

Schmidt, der mit Salzburg vergangene Saison in der dritten Runde im Nicht-Meister-Weg trotz einer Vielzahl an Chancen an Fenerbahce scheiterte, meinte im LAOLA1-Abschieds-Interview zuletzt:

"Stärkere Mannschaften als vergangene Saison Fenerbahce können nicht auf Salzburg zukommen und wir waren nahe dran, uns da durchzusetzen. Andere Spitzenmannschaften, ähnlich eines Formats von Ajax oder Basel, können auch nicht kommen. Deswegen hat man große Chancen, das zu erreichen. Man muss sich eben gut darauf vorbereiten", so der Bald-Leverkusen-Trainer, der im Nicht-Meister-Weg etwa auf Athletic Bilbao treffen könnte.

Topf 3 wäre sogar möglich

Interessant: Sollte es Salzburg beim siebten Anlauf in die Gruppenphase der Champions League schaffen, wäre es auch möglich, dass RBS später bei der Auslosung in Topf 3 landet.

Zwei der fünf höher eingestuften Teams, die sich ebenfalls noch qualifizieren müssen (Arsenal, Porto, Zenit, Bayer, Napoli), müssten dafür aber die CL-Gruppenphase verpassen.

Das wäre ohnehin nur ein kleines Sahnehäubchen, denn zuerst gilt es sich für die CL überhaupt einmal zu qualifizieren. Doch Sportchef Ralf Rangnick und Adi Hütter haben auch schon wissen lassen: "Wir wollen uns nicht nur dafür qualizieren, sondern auch eine Rolle spielen."

Auch Rapid im Playoff gesetzt

Diese will natürlich auch Rapid spielen. Dank des Cup-Sieges der Salzburger steigt der Vizemeister in der Europa-League-Quali gleich im Playoff ein. Dort sind die Wiener ebenfalls gesetzt.

Ungesetzt vertreten sind dort aktuell FK Rostov (RUS), Zwolle (NED), Lokeren (BEL) und Midtjylland (DEN), hochgerechnet könnten Vereine wie Dynamo Moskau (RUS), Rosenborg (NOR), Omonia Nikosia (ZYP) oder Grasshoppers Zürich (SUI) warten.

Dank des guten österreichischen Koeffizienten steigen die Europacup-Debütanten Grödig und St. Pölten in der zweiten Quali-Runde als gesetzte Teams ein und werden sich mit weitestgehend No-Name-Teams messen müssen, ehe dann in Runde drei die Außenseiter-Rolle als ungesetztes Team wartet.

 

Bernhard Kastler

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