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Zweite Chance im internationalen Geschäft

ZENIT ST. PETERSBURG BORUSSIA DORTMUND
1. Spieltag Atletico Madrid 1:3 (A) SSC Napoli 1:2 (A)
2. Spieltag FK Austria Wien 0:0 (H) Olympique Marseille 3:0 (H)
3. Spieltag FC Porto 1:0 (A) FC Arsenal 2:1 (A)
4. Spieltag FC Porto 1:1 (H) FC Arsenal 0:1 (H)
5. Spieltag Atletico Madrid 1.1 (H) SSC Napoli 3:1 (H)
6. Spieltag FK Austria Wien 1:4 (A) Olympique Marseille 2:1 (A)

Die Hymne klingt einem leise in den Ohren, das Kribbeln steigt, die Spannung kehrt in die Wohnzimmer zurück. 

Es ist Champions-League-Zeit. Packende K.o-Duelle stehen auf dem Programm, die über Aufstieg, Ruhm und Millionen entscheiden. Die Achtelfinal-Partien ziehen uns in ihren Bann.

Im LAOLA1-Ticker seid ihr natürlich wieder LIVE dabei, davor liefern wir euch wie gewohnt die Matchups:

                    ZENIT ST. PETERSBURG                 VS.                 BORUSSIA DORTMUND


Vorjahresfinalist Dortmund will nach der jüngsten 0:3-Liga-Schlappe in Hamburg die Champions League wieder einmal zur Frustbewältigung nutzen. Die BVB-Profis treffen am Dienstagabend bereits um 18:00 Uhr im Achtelfinalhinspiel auf Zenit St. Petersburg.

"Nach der Leistung von Samstag erwarte ich eine Trotzreaktion", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc am Montag vor dem Abflug nach St. Petersburg.

Ein echtes Handicap ist für den russischen Double-Sieger von 2010 die lange Winterpause in der Heimat. Seit dem 1:4-Debakel am 11. Dezember zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase bei der Wiener Austria gab es kein Pflichtspiel mehr für Zenit.

Trotz der schwierigen Vorbereitung auf die Partie sind die Russen guter Dinge. "Wir haben auch in der vorigen Saison einen guten Kaltstart hingelegt und Liverpool ausgeschaltet", sagt Zenit-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer.

OLYMPIAKOS PIRÄUS MANCHESTER UNITED
1. Spieltag PSG 1:4 (H) Bayer Leverkusen 4:2 (H)
2. Spieltag RSC Anderlecht 3:0 (A) Shakhtar Donetsk 1:1 (A)
3. Spieltag Benfica Lissabon 1:1 (A) Real Sociedad 1:0 (H)
4. Spieltag Benfica Lissabon 1:0 (H) Real Sociedad 0:0 (A)
5. Spieltag PSG 1:2 (A) Bayer Leverkusen 5:0 (A)
6. Spieltag RSC Anderlecht 3:1 (H) Shakhtar Donetsk 1:0 (H)

X-Faktor: Sechser

Ilkay Gündogan steht immer noch nicht zur Verfügung, wie schmerzlich die Dortmunder Schaltzentrale im Mittelfeld vermisst wird, zeigten zahlreiche Spiele der vergangenen Wochen. Mit Sven Bender fällt nun ein weiterer - wenngleich auch ein gänzlich anderer Typ - Spieler auf dieser Position aus. Bei der anhaltenden Verletzungsmisere stellt sich ohnehin die Frage, welche elf Mann Jürgen Klopp am Matchtag zur Verfügung stehen. Wen er auch aufstellt, mit der Performance auf den Sechserpositionen steht und fällt der Erfolg des Dortmunder Spiels.


ZENIT STEIGT AUF, WEIL... (ein Kommentar von Christoph Kristandl):

... weil wenn nicht jetzt, wann dann. Zenit hat sich zwar mehr als glücklich in die K.o-Runde gespielt und dort heuer eigentlich nichts verloren. Aber in einer schlechteren Form als akutell wird man Borussia Dortmund in der Champions League nicht mehr erwischen. Der BVB findet seinen Rhythmus in dieser Saison ob der ständigen Ausfälle einfach nicht und ist in der Defensive enorm anfällig. In der Offensive haben die Dortmunder zwar große Qualität, können diese aber nicht auf Knopfdruck abrufen. Eine enge Kiste ist vorprogrammiert.

 

DORTMUND STEIGT AUF, WEIL... (ein Kommentar von Christoph Nister):

... der BVB in der Königsklasse ein ganz anderes Gesicht zeigt. Während in der Liga der FC Bayern längst auf und davon ist, fokussieren sich Klopps Mannen auf die K.o.-Bewerbe. Die letzte Saison hat bewiesen, dass Hummels und Co. im entscheidenden Moment auf den Punkt genau ihre Höchstleistung abrufen können. Hinzu kommt, dass Zenit nun wahrlich nicht der ganz große Gegner ist, den die Westfalen hier aus dem Weg räumen müssen. Dass die Schwarz-Gelben das Rückspiel zuhause absolvieren, ist zudem ein kleiner Vorteil. Ich prophezeie, dass der BVB auswärts nicht verliert und zuhause mit mindestens zwei Toren Vorsprung gewinnt.

                            OLYMPIAKOS PIRÄUS                VS.                 MANCHESTER UNITED  


Peinliche Cup-Pleiten und 15 Punkte Rückstand auf Premier-League-Leader Chelsea - für den Kampf um Europas Krone sieht sich der englische Fußball-Meister Manchester United trotzdem gerüstet.

"Ich glaube daran, dass wir in der Champions League etwas ganz Besonderes schaffen können. Das glaube ich wirklich", sagte Kapitän Nemanja Vidic vor dem Achtelfinal-Hinspiel bei Olympiakos Piräus am Dienstag.

Das jüngste 2:0 in der Liga bei Aufsteiger Crystal Palace hat dem Serben jedenfalls neue Hoffnung gegeben. "Wenn wir so spielen wie dort, sind wir nur schwer zu schlagen. Außerdem haben wir Spieler, die immer treffen können. So muss man in der Champions League auftreten: Schwer zu bezwingen, aber immer in der Lage sein, treffen zu können", meinte Vidic vor dem Duell mit dem griechischen Meister.

Coach David Moyes will einen Coup auf europäischer Bühne trotz der großen Probleme auf der Insel ebenfalls nicht ausschließen. "Wir sind im Rennen. Andere Mannschaften wollen nicht auf ManUnited treffen, denn sie wissen, für was wir stehen", erklärte der Schotte, der sich mit einem Triumph in der Königsklasse gegenüber Vorgänger Sir Alex Ferguson emanzipieren könnte. Mittelfeldspieler Darren Fletcher sagte: "Wir sind eine Bedrohung für jeden Gegner. Wir sollten in Richtung Halbfinale und Finale schauen". Die Krise wird in Manchester vor dem Achtelfinale geleugnet.

Dabei ist Olympiakos nicht zu unterschätzen. Der Klub führt die Tabelle in Griechenland mit 20 Zählern Vorsprung an. In 26 Spielen gab es bisher 24 Siege und zwei Remis. Die Tordifferenz von 78:9 ist beachtlich. 

X-FAKTOR: Star-Sturm

Vieles hängt davon ab, in welcher Form die beiden Goalgetter Robin van Persie und Wayne Rooney agieren bzw. wie ihr Zusammenspiel funktioniert. In den letzten Wochen herrschte etwas Ladehemmung bei den "Red Devils", am vergangenen Wochenende durften sich beim 2:0 bei Crystal Palace gleich beide Star-Stürmer in die Schützenliste eintragen. Können sie das Selbstvertrauen mitnehmen, wird es auch für die starke griechische Abwehr schwer.

PIRÄUS STEIGT AUF, WEIL... (ein Kommentar von Christoph Kristandl):

... wenn die United-Spieler mit der Einstellung in die Partie gehen, die sie mit ihren Aussagen vermuten lassen, dann dürften sie ihr blaues Wunder erleben. In der Verfassung, locker leicht über Piräus hinweg zu gehen, sind sie derzeit einfach nicht. Die Griechen werden mit Mann und Maus verteidigen und auf einen Lucky Punch hoffen. Der immer noch quirlige und torgefährliche Javier Saviola könnte gegen die in die Jahre gekommene Innenverteidigung der Schlüssel zum Erfolg werden.

UNITED STEIGT AUF, WEIL... (ein Kommentar von Alexander Karper):

...das Achtelfinale für Olympiakos noch eine Nummer zu groß ist! Schon der Aufstieg kam überraschend, in zwei Duellen mit Manchester United wird sich schlussendlich die Erfahrung und das größere Potenzial durchsetzen. Da können die Red Devils zuletzt noch so erfolglos gewesen sein. Durch die Rückkehr von Wayne Rooney und Robin van Persie sind zudem wieder Möglichkeiten vorhanden, die schmerzhaft vermisst wurden. Geht man mit einer professionellen Einstellung ans Werk, ohne den Gegner zu unterschätzen, sollte es keine Überraschung geben.

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