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Der bescheidene Herr Messi

Lionel Messi hat am Mittwochabend eindrucksvoll seine Stellung als aktuell bester Fußballer der Welt untermauert.

Mit seinen fünf Toren beim 7:1-Kantersieg des FC Barcelona gegen Bayer Leverkusen im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales sicherte sich der 24-jährige Argentinier einmal mehr einen Eintrag in den Geschichtsbüchern.

Der vierte Gewinn der Champions-League-Torjägerkrone in Folge ist dem Stürmer schon jetzt quasi nicht mehr zu nehmen.

Matchball gehört Messi

Der Weltfußballer des Jahres schaffte als erster Spieler in der Champions League fünf Tore in einem Spiel, im früheren Europacup war dieses Kunststück auch zehn anderen Akteuren gelungen. Er blieb aber trotzdem wie gewohnt bescheiden.

"Es ist natürlich schön, fünf Tore zu schießen, aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben und aufgestiegen sind", sagte der Mann des Spiels. Den Matchball gab der Argentinier nicht mehr her, der erhält einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause.

"Der Thron gehört ihm"

Messi hat damit für seinen Club und das Nationalteam in den jüngsten fünf Partien 14 Tore erzielt. In der Champions League hat er in den vergangenen 25 Spielen gleich 30 Mal getroffen (insgesamt 49), in der laufenden Saison hält er nun bei zwölf Volltreffern. Sein erster Verfolger Mario Gomez von Bayern München hat erst sechs Tore auf dem Konto.

"Messi ist einzigartig. Fünf Tore zu erzielen ist nicht einfach, aber wenn sich Leo das Ziel setzt, eines Tages sechs Tore zu erzielen, wird er es sicher auch schaffen", traut Coach Josep Guardiola seinem Topstar eine weitere Steigerung durchaus zu. "Der Thron gehört ihm und nur er wird entscheiden, wann er den verlassen wird."

"Müssen schauen, dass er den Ball bekommt"

Für den Barca-Coach ist Messi so eine Art Lebensversicherung. "Ich muss ihn nur aufstellen und die Spieler müssen schauen, dass er den Ball bekommt. Damit ist unsere Sache erledigt", sagte Guardiola. Der 41-Jährige ist davon überzeugt, in seinem Leben keinen besseren Spieler als Messi mehr kennenzulernen.

"Er ist ein Geschenk und ich werde immer sagen können, dass ich ihn trainiert habe", ist Guardiola stolz. "Die kleine Hand Gottes", lobte die spanische Sportzeitung "Marca" am Donnerstag auf der Titelseite den Nachfolger von Diego Maradona.

Dank der aktuellen Topform deutet vieles daraufhin, dass Messi noch in dieser Saison den von Cesar Rodriguez gehaltenen Barca-Torrekord (235 Treffer/17 Saisonen/1950er Jahre) übertreffen wird. Und das mit erst 24 Jahren und in seiner achten Saison für die Katalanen. Aktuell hält "La Pulga" bei 228 Treffern im Barca-Dress.

"In einer anderen Galaxie"

Leverkusen war in allen Belangen unterlegen und schlitterte vor allem in ein Debakel, da der Klub stets versuchte weiter nach vorne zu spielen, als hinten einfach dicht zu machen.

"Das tut weh. Es gibt kaum Worte, um zu beschreiben, wie gut Messi gespielt hat. Barcelona ist auch ohne Messi das beste Team der Welt, aber mit ihm sind sie in einer anderen Galaxie", resümierte Leverkusens Trainer Robin Dutt.

"Ein Alptraum! Barcelona spielt in einer anderen Liga", ergänzte Kapitän Simon Rolfes nach der höchsten Europacup-Pleite in der Clubgeschichte.

Mit einem Gesamtscore von 2:10 hatte mit Werder Bremen (Saison 2004/05 gegen Olympique Lyon) schon einmal ein deutscher Klub in der "Königsklasse" den Kürzeren gezogen.

Folgt bereits am Sonntag in Santander die nächste Messi-Show? Verfolge die spanische Liga live bei LAOLA1.tv.

>>>Santander-Barcelona am Sonntag um 18:00 Uhr bei LAOLA1.tv<<<

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