Manchester City mit CL-Negativrekord

Aufmacherbild

Manchester City hat am Dienstag in der Fußball-Champions-League einen Negativrekord aufgestellt.

Die "Citizens" beendeten die Gruppenphase nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund mit nur drei Punkten aus sechs Spielen - eine derart schlechte Bilanz hat noch keine englische Mannschaft in der Geschichte der Königsklasse abgeliefert.

Europa League keine Motivation

Die mit Scheich-Millionen aufgepäppelte Startruppe hätte die Chance gehabt, mit einem Sieg in Gruppe D gegen die bereits zuvor als Gruppensieger festgestandenen Dortmunder noch in die Europa League umzusteigen.

Die Aussicht auf eine Teilnahme am europäischen B-Bewerb wirkte aber offenbar nicht besonders motivierend auf die "Citizens", die gegen engagierte Dortmunder eher lustlos durch die Gegend trabten.

Auch Trainer Roberto Mancini schien nicht wirklich unglücklich darüber, dass die Europacup-Saison für den aktuellen englischen Meister schon beendet ist.

Fokus auf Premier League

"Nicht in der Europa League weiterzuspielen kann uns helfen, die Premier League zu gewinnen", erklärte der Italiener.

Mancini beteuerte aber auch, seine Mannschaft hätte in Dortmund auf Sieg gespielt. "Unser Ziel vor dem Spiel war, in die Europa League zu kommen. Wir haben es nicht geschafft, und deshalb sollten wir enttäuscht sein."

Die Gründe für das frühe Out sieht Mancini im missglückten Start in die Eliteliga. "Wenn man in den ersten zwei, drei Partien Fehler macht, dann wird es schwierig."

Dortmund als Vorbild

Mancinis Arbeitgeber zählt zu den reichsten Vereinen Europas und scheiterte dennoch zum zweiten Mal in Folge bereits in der Gruppenphase der Champions League.

Zuversicht schöpft der Coach nun ausgerechnet aus der Entwicklung des BVB, der im Vorjahr ebenfalls früh ausschied und diesmal sogar Real Madrid hinter sich ließ.

"Die Champions League kann seltsam sein. Im letzten Jahr sind die Dortmunder als Gruppenletzter ausgeschieden und in dieser Saison können sie den Bewerb gewinnen", sagte der 48-Jährige.

Im Gegensatz zu Dortmund darf sich Manchester City nun ausschließlich auf nationale Aufgaben konzentrieren - bereits am Sonntag steigt das Derby gegen den Tabellenführer und Stadtrivalen United. "Wir dürfen jetzt nur noch an dieses Match denken", forderte Mancini.

Auslosung am 20. Dezember

Citys Premier-League-Rivale Arsenal hatte zwar schon vor der letzten Runde in Gruppe B den Aufstieg ins Achtelfinale fixiert, verpasste durch ein 1:2 bei Olympiakos aber den Pool-Sieg.

Jetzt drohen Kaliber wie der FC Barcelona, gegen den sich die "Gunners" in den vergangenen beiden Jahren in der K.o.-Phase verabschiedet hatten. "Jetzt brauchen wir ein Weihnachtsgeschenk", sagte Trainer Arsene Wenger mit Blick auf die Achtelfinal-Auslosung am 20. Dezember.

Doch auch Gruppensieger Schalke, der beim 1:1 in Montpellier einige Stammkräfte wie Christian Fuchs schonte, könnte es mit Titelanwärtern wie dem Gruppe-D-Zweiten Real Madrid zu tun bekommen. "Es wäre eine große Freude, noch einmal ins Bernabeu zurückzukehren", sagte Schalkes Ex-Real-Verteidiger Christoph Metzelder.

Hulk will nicht ausgewechselt werden

In Gruppe A gewann Paris St. Germain das direkte Duell mit dem FC Porto um Platz eins mit 2:1, Dinamo Zagreb holte dank eines Heim-1:1 gegen Dynamo Kiew den ersten Punkt nach elf Champions-League-Niederlagen.

In Pool C war Malaga als Erster und der AC Milan als Zweiter bereits vor der letzten Runde fix, den Europa-League-Platz sicherte sich Zenit St. Petersburg dank eines 1:0 bei Milan.

In dieser Partie kam es zu einem Eklat zwischen Zenit-Star Hulk und dessen Trainer Luciano Spalletti. Der 60 Millionen Euro teure brasilianische Angreifer kritisierte massiv, dass Spalletti ihn zum wiederholten Male auswechselte. Der Konflikt müsse rasch gelöst werden, forderte Hulk, während sich der Italiener unbeeindruckt zeigte.

Umstrittene Verpflichtung

"Er liegt falsch, wenn er denkt, dass er immer 90 Minuten spielt", sagte der Coach. In der Mannschaft ist Hulks Verpflichtung angeblich stark umstritten. Kapitän Igor Denissow forderte ein ähnlich hohes Gehalt und wurde daraufhin vorübergehend ins Nachwuchsteam verbannt.

Spalletti hatte Hulk in Mailand in der 80. Minute ausgetauscht. Daraufhin verweigerte der 26-Jährige dem Trainer den Handschlag und gestikulierte wild.

Der Stürmer war erst im Sommer für die russische Rekordablöse vom FC Porto in die ehemalige Zarenmetropole gewechselt und hatte dort einen Fünfjahresvertrag unterschrieben.

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen