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Auch ein Kantersieg nützt Chelsea nichts

Chelsea ist als erster Titelverteidiger der Geschichte schon in der Gruppenphase der Champions-League ausgeschieden.

Die Londoner feierten zwar am Mittwochabend zum Abschluss gegen Nordsjälland einen 6:1-Kantersieg, mussten sich aber mit Rang drei und dem Umstieg in die Europa League zufriedengeben, da Juventus Turin auswärts gegen Schachtar Donezk 1:0 gewann.

Juve schmeißt Chelsea raus

Die Turiner sicherten sich gar noch den Gruppe-E-Sieg, die bereits zuvor fix qualifizierten Ukrainer kamen aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegenüber Chelsea weiter.

Daneben holten sich Celtic Glasgow (G) mit einem 2:1-Sieg gegen Spartak Moskau und Galatasaray Istanbul (H) mit einem 2:1-Erfolg in Braga die letzten freien Aufstiegstickets.

Bayern München durfte sich über Rang eins in der Gruppe F freuen, beim 4:1-Sieg gegen BATE Borisow trug sich auch der in der 64. Minute eingewechselte David Alaba in die Schützenliste ein.

Hand-Festspiele in London

Die Zuschauer an der Stamford Bridge bekamen eine verrückte erste Hälfte geboten. Innerhalb von sechs Minuten gab es gleich drei Elfmeter, zuerst scheiterten jedoch Stokholm an Chelsea-Goalie Cech (32.) sowie Hazard an Nordsjälland-Tormann Hansen (35.).

Hand-Strafstoß Nummer drei verwertete schließlich David Luiz souverän ins Kreuzeck zum 1:0 für die Londoner (38.). Noch vor der Pause erhöhte Torres auf 2:0 (45.+2).

19 Sekunden nach Wiederbeginn sorgte John für den Anschlusstreffer, dann machten die "Blues" aber kurzen Prozess, feierten dank Toren von Cahill (51.), Torres (56.), Mata (63.) und Oscar noch ein Schützenfest.

Der komfortable Erfolg, der erste unter Neo-Trainer Rafael Benitez im vierten Pflichtspiel, war aber zu wenig. Juve ging aufgrund eines Eigentores von Kucher (56.) in Donezk als Sieger vom Platz und steht mit den bereits davor qualifizierten Ukrainern im Achtelfinale.

Celtic feiert Aufstieg, Benfica glücklos

In der Gruppe G sicherte sich Celtic Glasgow als zweites Team hinter dem FC Barcelona den Aufstieg.

Nach Toren von Hooper (21.) sowie Ari (39.) roch es lange nach einem Unentschieden, ehe Commons die Schotten mit einem via Latte verwandelten Elfmeter in der Schlussphase zum Sieg schoss (81.).

Benfica Lissabon blieb trotz eines passablen torlosen Remis im Camp Nou gegen eine gegenüber der letzten Champions-League-Partie an allen Positionen veränderte Barca-Elf auf der Strecke.

Den vor der Pause drückend überlegenen Portugiesen fehlte die Effizienz, Lima traf etwa die Stange (32.). Nach der Einwechslung von Messi in der 58. Minute wurden die Katalanen gefährlicher, blieben aber ebenso ohne Torerfolg.

Schock für Barca: Messi verletzt

Und Messis Kurzeinsatz rächte sich in der Schlussphase. Der Superstar zog sich nach einem Zusammenstoß mit Benfica-Goalie Artur wohl eine Knieverletzung zu und musste vom Feld gebracht werden.

Das dritte freie Aufstiegsticket ging an Galatasaray Istanbul. Nach dem 1:0 für Braga von Mossoro (32.) glich Burak Yilmaz (58.) mit seinem sechsten Champions-League-Tor aus und Aydin Yilmaz (78.) fixierte gar noch den Auswärtssieg.

Cluj siegt bei United, aber Gala steigt auf

Damit wurde verhindert, das erstmals ein rumänisches Team im Achtelfinale steht. Cluj nutzte aufgrund des schlechteren direkten Gruppe-H-Vergleichs mit Istanbul auch ein 1:0-Sieg bei einer B-Formation von Manchester United, den Alberto (56.) mit einem herrlichen Weitschusstor fixierte, nichts.

Genauso wie Barcelona und ManUnited setzte auch Bayern München im Hinblick auf die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft auf Rotation.

Die Münchner schafften allerdings trotzdem einen vollen Erfolg, setzten sich gegen BATE Borisow verdient mit 4:1 durch. Als Belohnung für die gelungene Revanche für die 1:3-Niederlage in Weißrussland gab es den Gruppensieg.

Alaba mit Joker-Tor

Gomez (22.), Müller (54.), Shaqiri (66.) und Alaba, der im zentralen Mittelfeld spielte und einen Links-Drehschuss im Strafraum im Tor unterbrachte (83.), waren für den Sieg verantwortlich.

Boateng sah nach einem Foul zurecht Rot (51.), bei den Gästen musste Polijakow vorzeitig duschen gehen (69.), Filipenko gelang nur der Ehrentreffer (89.). Im Parallelspiel behielt Valencia in Lille mit 1:0 die Oberhand.

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