Dortmund reicht ein Punkt für das Achtelfinale

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Der Champions League droht die zwischenzeitliche Fadesse.

Bereits eine Runde vor Ende der Gruppenphase könnten in den Pools A bis D nach den Spielen am Mittwochabend die Achtelfinalisten feststehen.

Nach dem FC Porto sowie Debütant Malaga stehen auch Paris St. Germain, Arsenal, Schalke 04, AC Milan, Borussia Dortmund und Real Madrid vor der vorzeitigen Qualifikation für die K.o.-Phase.

BVB noch ungeschlagen

In der "Horror-Gruppe" D steht Dortmund in Amsterdam vor dem bisherigen Höhepunkt einer bestens laufenden Saison in der Fußball-Königsklasse.

In der Bundesliga nicht immer überzeugend, trumpfte Deutschlands Meister in der Champions League auf. Nach vier Spielen ist Dortmund noch ungeschlagen und führt die von vier Landesmeistern gebildete Gruppe mit acht Zählern gefolgt von Real (7), Ajax (4) und Manchester City (2) an.

Bereits ein Unentschieden in der Amsterdam Arena würde der Elf von Jürgen Klopp das Achtelfinale bescheren.

"Spielen nicht auf 0:0"

Von einem angepeilten Remis wollte aber zumindest Neven Subotic nichts wissen. "Es ist nicht unser Spiel, auf ein 0:0 zu gehen", sagte der Verteidiger.

Mario Götze warnte: "Die haben schon im Hinspiel gezeigt, wie stark sie sind. Unser Sieg (1:0, Anm.) war ein bisschen glücklich."

Die Niederländer bauen auf eine gute Heimbilanz gegen deutsche Gegner: Ajax hat 12 von 13 Heimspiele gegen Bundesligisten gewonnen.

Real würde in Manchester abhängig vom Resultat im Parallelspiel ebenfalls bereits ein Remis reichen.

Mourinho feiert 100er

Die Madrilenen sind gegen City Favorit und könnten Jose Mourinho zu seinem Jubiläum mit dem Aufstieg beschenken.

Der Portugiese ist ab Mittwoch mit 49 Jahren der jüngste Coach, der 100 Spiele in der Champions League auf seinem Buckel hat.

Mourinho ist nach Carlo Ancelotti, Arsene Wenger, Ottmar Hitzfeld und Alex Ferguson auch erst der fünfte Trainer, der diese Marke erreicht hat.

Seit 2002 stand "The Special One" in Europas Elite-Liga beim FC Porto, Chelsea, Inter Mailand und Real an der Seitenlinie und verbuchte in bisher 99 Spielen 54 Siege, 25 Remis und 20 Niederlagen.

City mit letzter Chance

Die "Citizens" wollen den 55. Sieg von Mourinho im Spiel ihrer letzten Chance verhindern.

Englands Champion helfen im Rennen gegen das neuerliche Aus in der Gruppenphase nur noch Siege und entsprechende Resultate der Konkurrenz weiter.

"Wir geben nicht auf. Wo ein Wille ist, ist ein Weg", meinte City-Stürmer Sergio Aguero zur Ausgangslage.

Seinem Trainer Roberto Mancini bereitete vor allem Cristiano Ronaldo Kopfzerbrechen. Sein Plan, den Real-Torjäger zu stoppen: "Vielleicht sollten wir die Polizei rufen. Vielleicht hat er auch einen schlechten Tag. Oder sie lassen ihn zuhause."

Schalke muss sich verbessern

In Heimspielen könnten Schalke 04 und Arsenal alles klar machen.

Mit acht bzw. sieben Zählern liegen die Favoriten in Gruppe B an der Spitze, Chancen rechnet sich vor dem Antritt in Gelsenkirchen noch Olympiakos Piräus (6) aus.

Montpellier (1) ist vor der Reise nach London bereits abgeschlagen. Schalke verpatzte die Generalprobe für die Partie gegen die Griechen mit einem 0:2 gegen Leverkusen, ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs machte dabei wie seine Teamkollegen nicht die beste Figur.

"Ich hoffe, dass sie eine ganz andere Leistung bringen. Sonst haben wir gegen Olympiakos auch keine Chance", meinte Trainer Huub Stevens.

Gunners gegen Montpellier Favorit

Arsenal wärmte sich mit einem Derbysieg gegen Tottenham (5:2) für die Champions League auf.

Die vor dem 13. Einzug in die K.o.-Runde in Folge stehenden Gunners sollten ihrer Favoritenrolle gegen Montpellier auch gerecht werden, wartet zum Abschluss doch der ungemütliche Antritt in Piräus. "Wir wollen unseren Job sauber erledigen", sagte Arsenal-Torhüter Wojciech Szczesny deshalb.

In den Gruppen A und C haben Porto und der überraschend souveräne FC Malaga den Aufstieg bereits realisiert.

Paris St. Germain (9 Punkte) um den zuletzt bestens aufgelegten Zlatan Ibrahimovic reicht bereits ein Remis beim direkten Konkurrenten Dynamo Kiew (4), um es Porto gleichzumachen.

Milan unter Druck

Wäre für die Franzosen selbst eine Niederlage noch kein Beinbruch, steht der AC Milan vor dem Auswärtsspiel gegen Anderlecht unter Druck.

Zwar könnten die Mailänder (5) mit einem Erfolg den Aufstieg fixieren, bei einer Niederlage der ohne ihren verletzten Kapitän Massimo Ambrosini antretenden Italiener haben die Belgier (4) in Gruppe C aber die Nase vorne.

Zuletzt gab es beim kriselnden AC einen kleinen Hoffnungsschimmer. Dank Jungstar Stephan El Shaarawy holte Milan ein 2:2 gegen Napoli, für Vizepräsident Adriano Galliani war es "das beste Spiel der Saison".

Malaga peilt in St. Petersburg indes den vierten Sieg im fünften Spiel an.

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