Keller: "Von einer Weltklassemannschaft bestraft"

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Real Madrid will heuer endlich den zehnten Triumph im wichtigsten Fußball-Europacup-Bewerb einfahren.

Spaniens Rekordmeister unterstrich seine Titelambitionen am Mittwochabend mit einem 6:1-Kantersieg bei Schalke 04, womit das Achtelfinal-Rückspiel am 18. März nur noch Makulatur ist.

Überragender Mann der Gala-Vorstellung der "Königlichen" war einmal mehr Superstar Cristiano Ronaldo.

"Ronaldo war überall. Wir haben gesehen, warum er Weltfußballer geworden ist", lobte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes die Leistung des 29-jährigen Portugiesen, der nach seinem Doppelpack nun schon bei elf Saisontreffern in der Champions League hält.

Ronaldo erledigt "nur" seinen Job

"Es ist schwierig zu verteidigen, wenn du nicht in die Nähe des Balls kommst. So hoch zu verlieren ist hart, aber verdient", gestand der Abwehrchef der "Knappen", bei denen ÖFB-Teamkapitän Fuchs erst eine Viertelstunde vor Schluss für verletzten Sead Kolasinac (Kieferprellung) eingewechselt wurde.

Ronaldo und seine beiden Sturmkollegen Gareth Bale und Karim Benzema, die ebenfalls jeweils zwei Tore erzielten, zauberten, zelebrierten Fußball par excellence, entzückten mit Traumtoren und brachten die bedauernswerten Schalker zur Verzweiflung.

"Wir Stürmer haben nur unseren Job erledigt", lautete der lapidare Kommentar von Ronaldo, nachdem sein Team Schalke die höchste Europacup-Niederlage der Club-Geschichte zugefügt hatte.

Gareth Bale und Kollegen konnten sich sechsmal feiern lassen

"Zwölf Minuten gut mitgehalten"

"Wir haben zwölf Minuten gut mitgehalten - bis zum 0:1. Dann haben wir Fehler über Fehler gemacht. Und auf diesem Niveau werden die von einer Weltklassemannschaft wie Real gnadenlos bestraft", erklärte Schalke-Trainer Jens Keller, der seine Mannschaft nun bis zum Samstag (18.30 Uhr) wieder aufbauen muss.

Dann tritt Schalke beim souveränen Bundesliga-Spitzenreiter und Champions-League-Titelverteidiger Bayern München an. Dabei müssen sie auf Innenverteidiger Felipe Santana verzichten, der nach einem Muskelfaserriss mehrere Wochen ausfällt.

Auf Real wartet mit dem Derby gegen Atletico Madrid am Sonntag (17.00 Uhr) ebenfalls ein Schlüsselspiel in der Meisterschaft.

Mourinho nicht unzufrieden

Mit einem Sieg beim Lokalrivalen würde Spitzenreiter Real nicht nur seinen Vorsprung von drei Punkten auf Titelverteidiger Barcelona zumindest halten, sondern auch den Titelhoffnungen von Atletico, derzeit punktegleich mit "Barca" Tabellendritter, einen schweren Dämpfer versetzen.

Reals Ex-Trainer Jose Mourinho will am Ende der Saison ebenfalls mit nationalem Meistertitel und Champions-League-Triumph dastehen. Sein Club Chelsea kam im Achtelfinal-Hinspiel bei Galatasaray Istanbul zu einem 1:1.

"Dieses Resultat ist nicht schlecht, aber wir müssen weiter arbeiten", meinte Mourinho, der wieder einmal die schlechte Chancenauswertung seiner Stürmer kritisierte.

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