Porto nützt Bayern-Fehler eiskalt aus

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Deutschlands Meister Bayern München steht im Viertelfinale der Champions League mit dem Rücken zur Wand.

Die ersatzgeschwächten Münchner verloren das Hinspiel beim FC Porto am Mittwoch nach zahlreichen individuellen Fehlern mit 1:3 (1:2).

Der FC Barcelona dagegen nahm mit einem 3:1 (1:0) bei Paris St. Germain Kurs auf das Halbfinale. Die Rückspiele finden nächsten Dienstag statt.

Viele Verletzte

Die Bayern mussten in Porto neben dem verletzten ÖFB-Star David Alaba auch ohne Arjen Robben, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger oder Javi Martinez auskommen - und erwischten einen katastrophalen Start.

Ricardo Quaresma, der einzige Portugiese in der Startformation des portugiesischen Tabellenzweiten, schlug nach Ballverlusten von Xabi Alonso bzw. Dante bereits in der Anfangsphase zweimal zu (3./Elfmeter, 10.).

Erst verlor Xabi Alonso den Ball an Jackson Martinez, Manuel Neuer brachte Portos Stürmerstar zu Fall. Der Welttorhüter hatte Glück, als letzter Mann nur die Gelbe Karte zu sehen (2.).

Quaresma mit Doppelpack

Quaresma verwertete den Strafstoß, dann luchste er auch noch Dante den Ball ab und traf erneut. Die Bayern fingen sich erst Mitte der ersten Hälfte. Dem lange verletzten Thiago Alcantara gelang nach Querpass von Jerome Boateng das vielleicht noch wichtige Auswärtstor (28.).

Auf der Gegenseite bändigte Neuer eine abgerissene Flanke von Alex Sandro nur mithilfe der Latte (34.). Als sich nach Seitenwechsel auch noch Boateng bei einem langen Ball verschätzte, war er aber machtlos.

Martinez, gerade erst von einer Wadenverletzung genesen, traf zum 3:1 (65.). Die Bayern kassierten in ihrem zwölften Europacup-Auftritt in Portugal ihre erste Niederlage. Porto hat als einziges Team im Bewerb weiter kein CL-Saisonspiel verloren.

Barca diktiert von Beginn an

Barcelona diktierte in Paris von Beginn an das Geschehen. Superstar Lionel Messi traf von knapp außerhalb des Strafraums die Stange (14.), vier Minuten später servierte er Neymar das 1:0 (18.).

Erst nach Seitenwechsel wurde auch der französische Meister mutiger. Die Tore machte aber Barca-Stürmer Luis Suarez. Der Uruguayer setzte sich erst mit einer Einzelaktion gegen die halbe PSG-Abwehr durch (67.), dann traf er auch noch ins Kreuzeck (79.).

"Ibra" als Hoffnungs-Schimmer

Gregory van der Wiel gab den Parisern mit einem von Jeremy Mathieu abgefälschten Schuss (82.) noch einmal ein bisschen Hoffnung für das Rückspiel. In diesem steht gegen seinen Ex-Club auch der diesmal gesperrte Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic wieder zur Verfügung.

PSG-Verteidiger David Luiz gab statt seines verletzten Landsmannes Thiago Silva ein überraschendes Comeback, machte nach seiner Einwechslung gegen Suarez aber keine gute Figur.

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