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Die schnelle Ankunft des Marcel Sabitzer

"Sabitzer, Sabitzer, Sabitzer."

Die Salzburg-Fans haben ihren Neuzugang Marcel Sabitzer schnell ins Herz geschlossen.

Schon beim 6:1 gegen Rapid bereiteten sie ihrer neuen Nummer sieben einen herzlichen Empfang, als der Steirer 25 Minuten vor Schluss eingewechselt wurde.

Fan-Herzen im Sturm erobert

Nach dem 5:0 in Wiener Neustadt bekam der 20-Jährige den oben erwähnten Sprechchor lautstark zu hören, als er sich vor die Tribüne zum TV-Interview begab.

Kein Wunder, dass Sabitzer schon die Herzen der Salzburg-Fans erobert hat, schließlich gelang ihm ein Auftakt nach Maß bei den "Bullen".

Beim 10:1 im ÖFB-Cup kam die Offensivkraft 20 Minuten vor Abpfiff und erzielte zwei Tore, gegen Rapid legte Sabitzer das 4:0 durch Kapitän Jonatan Soriano auf.

Fünf Scorerpunkte in drei Pflichtspielen

Ein zweiter Assist blieb ihm verwehrt, nachdem Alans Treffer zu Unrecht nicht gegeben wurde.

Gegen Wiener Neustadt feierte der Nationalspieler sein Startelf-Debüt, traf zum 1:0 - nach Assist Sorianos - und legte Kevin Kampls 4:0 auf.

"Besser hätte für mich das Startelf-Debüt nicht laufen können, wir haben gewonnen. Mit einem Spieler weniger 5:0 vom Platz zu gehen, das ist auch nicht so schlecht", berichtete Sabitzer danach LAOLA1.

Freilich mit einem Lächeln, es bereitet ihm sichtlich Freude, mit seinen neuen Teamkollegen attraktiven Fußball zu spielen.

Rapid half Sabitzer indirekt

"Die Mannschaft macht es einem leicht, Fuß zu fassen und es macht richtig Spaß, hier zu spielen. Der Spielstil spricht mich an, deswegen wollte ich diesen Schritt machen", so der zweifache ÖFB-Torschütze.

Dabei ist die Umstellung auf den Salzburger Spielstil keine einfache, die Pressing-Philosophie ist nicht etwas, was "man von heute auf morgen lernt", wie Trainer Adi Hütter immer wieder betont.

Doch Sabitzer war darauf auch schon vorbereitet, denn bei seinem vorigen Klub Rapid war die Philosophie keine unähnliche.

"Bei Rapid wollten wir auch mit Gegenpressing spielen, hier ist es noch einmal intensiver. Durch die Ballrückeroberungen in der gegnerischen Hälfte ist man gleich gefährlich und das macht es einen Tick besser als es bei Rapid war."

Hütter lobt seinen Neuzugang

Von allen Neuzugängen macht Sabitzer bislang den besten Eindruck, auch physisch präsentiert sich der Grazer bereits gut.

"Er ist schon sehr weit, er ist sehr aggressiv gegen den Ball und hat dazu die Schnelligkeit sowie die Qualität in der Offensive mit seiner Kaltschnäuzigkeit", lobt Hütter.

Der Salzburg-Coach wird ihn am Mittwoch beim CL-Auftakt in Quarabag von Beginn an bringen, zumal Alan mit einer Sperre fehlt.

"Er kann mehrere Positionen spielen. Wir werden die bestmögliche Aufstellung aussuchen", hielt Hütter diesbezüglich fest.

"Egal, wo ich gebraucht werde, ich bin da", lässt der Neue wissen.

Premiere für "Sabiano"

Doch es scheint sehr wahrscheinlich, dass Sabitzer nicht wie in Wr. Neustadt als Rechtsaußen sondern neben Jonatan Soriano ganz vorne spielt.

"Wir sehen ihn eher als Stürmer", hielt auch Sportchef Ralf Rangnick diesbezüglich schon einmal fest.

Beide scheinen sich auch auf dem Platz gut zu verstehen, haben sie doch beide schon auch Tore aufgelegt. Die Premiere des Sturm-Duos "Sabiano" steht unter einem guten Zeichen.

"In der Offensive sind einfach super Spieler am Werk, die das Auge für den Mitspieler haben. Ich probiere mich gut zu integrieren und in den ersten Spielen hat das schon gut funktioniert."

Auf "Sabitzer"-Sprechchöre wird der Angreifer in Baku wohl verzichten müssen, da Salzburg ob der strengen Einreisebestimmungen sowie der kurzfristigen Planungen keine Fan-Reise organisierte.

Aber allein wenn es wieder Anlass dazu gäbe, würde sich der Neue schon freuen und seinen Spaß haben.

 

Bernhard Kastler

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