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Die CL-Gruppen G und H im Check

Die Champions League hat ihre Sommerpause beendet und startet in die 21. Saison.

Nachdem die Qualifikationsrunden absolviert und die Gruppen ausgelost sind, wird es nun für alle Teilnehmer ernst.

32 Klubs aus 17 Nationen ermitteln in 124 Spielen, wer am 25. Mai das Endspiel im Wembley Stadium bestreiten darf.

LAOLA1 hat die Teilnehmer genauer unter die Lupe genommen. Diesmal sind die Gruppen G und H an der Reihe:

GRUPPE G

Konstellation:

Zwei der mitgliederstärksten Vereine der Welt, dazu Traditionsklub Celtic und der beliebteste Verein Russlands. Gruppe G könnte als die Gruppe der Fans tituliert werden. Sportlich gesehen scheint mit dem FC Barcelona als einem der Top-Favoriten auf den Titel Platz eins in der Gruppe bereits vergeben. Dahinter werden sich wohl drei Teams den zweiten Aufsteiger unter sich ausmachen, wenngleich Benfica aufgrund der spielerischen Stärke die größten Chancen zugeschrieben werden.

Der Außenseiter:

In einer Gruppe mit drei Vizemeistern wird ausgerechnet dem einzigen nationalen Titelträger die Außenseiter-Rolle zugeschoben. Ohne die Rangers, die den Zwangsabstieg in die vierte Liga hinnehmen mussten, droht die nationale Meisterschaft für Celtic umso einseitiger zu verlaufen und in den vergangenen Jahren galt eben der fehlende Konkurrenzkampf in der heimischen Premier League stets als Ausrede für Enttäuschungen auf europäischem Parkett. Man darf gespannt sein, ob diese ausgerechnet in der Saison ohne „Old Firm“ ein Ende finden. Seit 45 Jahren warten die Fans der „Bhoys“ schon auf eine Wiederholung des Triumphes im Landesmeister-Pokal. Die diesjährigen Hoffnungen ruhen unter anderem auf Neuverpflichtung Miku, der bei Getafe seine Torjäger-Qualitäten schon unter Beweis gestellt hat.

Man 2 watch:

Auf 44 Champions-League-Spiele kann Kim Källström bereits zurückblicken, alle mit Olympique Lyon. Nach seinem Wechsel im Sommer greift er nun erstmals mit Spartak Moskau nach dem großen Erfolg in der Eliteliga, der ihm mit den Franzosen trotz jahrelanger guter Leistungen stets verwehrt blieb. Mittlerweile ist der 95-fache Teamspieler Schwedens 30 Jahre alt, gilt aber weiterhin als exzellenter Spielmacher. Von einer Hüftverletzung außer Gefecht gesetzt, fehlte der Spezialist für ruhende Bälle den Moskowitern zum Saisonstart und droht auch, den Gruppen-Auftakt gegen Barcelona zu verpassen.

Historisches:

Beim Duell Barca gegen Benfica klingelt es bei den (vor allem älteren) Fans immer noch. 1961 schickte sich der FCB an, nach einem Erstrundensieg über den fünfmaligen Champion Real den Erzrivalen als Landesmeister-Pokal-Sieger abzulösen. Die Rechnung wurde nur ohne die Portugiesen gemacht, die mit 3:2 im Finale von Bern die Oberhand behielten. Umso zuversichtlicher stimmt da schon die Erinnerung an die ersten beiden katalanischen Titel in der Königsklasse. Sowohl 1992 (0:0 und 2:1 in der Gruppenphase) als auch 2006 (0:0 und 2:0 im Viertelfinale) traf man auf dem Weg ins Endspiel auf Portugals Rekordmeister - wenn das kein gutes Omen ist.


GRUPPE H

Konstellation:

Gruppe H ist "Uniteds Land". Nach einem titellosen Jahr wurde in Manchester investiert, um die Saison 2011/12 so schnell wie möglich vergessen zu machen. Das blamable Aus in der Gruppenphase soll sich mit Van Persie, Kagawa und Co. nicht mehr wiederholen. Der Dritte aus Portugal, sowie die Meister aus der Türkei und Rumänien dürfen da als keine allzu großen Hindernisse gelten. Aber das war ja der FC Basel eigentlich auch nicht...

Der Außenseiter:

Zwei Mal war CFR Cluj schon in der Champions League vertreten, zwei Mal beendete der Verein aus Siebenbürgen die Gruppenphase auf Rang 4. Aller guten Dinge sind also drei. Das vermeintliche Erfolgsrezept der Rumänen ist aus den vergangenen Jahren bekannt: Viele ausländische "Facharbeiter", vorwiegend aus Portugal, sollen die vereinzelten einheimischen Talente unterstützen. Zumindest setzt man mit Ioan Andone, seit April dieses Jahres im Amt, auf eine nationale Lösung auf der Trainerbank.

Team Eberle Karper Prantl Santner Nister
Barcelona 1 1 1 1 1
Benfica 2 2 3 2 2
Spartak 3 4 2 3 3
Celtic 4 3 4 4 4

Man 2 watch:

Burak Yilmaz ist Kennern der türkischen Liga längst ein Begriff, mit seinen 33 Toren in der vergangenen Saison für Trabzonspor machte sich der 27-Jährige auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Für fünf Millionen Euro lotste Galatasaray den Topscorer der Süper Lig nach Istanbul, wo er in den ersten drei Liga-Spielen gleich zwei Mal erfolgreich scorte. Ob der bullige Angreifer aus Antalya wirklich das Zeug hat, mit Europas Creme de la Creme mitzuhalten, wird seine vierte Saison (Besiktas, Fenerbahce und Trabzon) in der Champions League beweisen. Ein Tor blieb ihm in seinen 14 bisherigen Spielen in der Eliteliga (inkl. Qualifikation) verwehrt.

Historisches:

In der zweiten Champions-League-Saison 1993/94 kreuzten Manchester United und Galatasaray das erste Mal in der 2. Runde die Klingen. Nach einem umkämpften Hinspiel im Old Trafford, in dem Eric Cantona seinen "Red Devils" das 3:3 rettete, reichte den Türken ein torloses Remis im Rückspiel zum Einzug in die Gruppenphase. In beiden Spielen damals schon über je 90 Minuten im Einsatz: Ryan Giggs. Auf ein Wiedersehen mit Gegnern von damals wie Hakan Sükür oder Bülent Korkmaz auf dem Platz sollte er aber nicht zählen.

Christian Eberle

 

Seid ihr mit den Tipps der LAOLA1-Redakteure einverstanden? Wen seht ihr in der K.o.-Phase?

Team Eberle Karper Prantl Santner Nister
ManUnited 1 1 1 1 1
Braga 2 4 4 2 3
Galatasaray 3 2 2 3 2
Cluj 4 3 3 4 4
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