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Chelsea biegt Napoli in der Verlängerung

Chelsea hat England vor einer historischen Pleite in der Champions League bewahrt.

Die "Blues" setzten sich am Mittwochabend im Achtelfinal-Rückspiel gegen den SSC Napoli an der Stamford Bridge mit 4:1 nach Verlängerung (3:1,1:0) durch und schafften damit nach dem 1:3 in Italien noch den Aufstieg.

Branislav Ivanovic sorgte in der 105. Minute für die Entscheidung. Zuvor hatten Didier Drogba (28.), John Terry (47.) und Frank Lampard (75./Handselfmeter) sowie Gökhan Inler (55.) getroffen.

Di Matteo weiter souverän

Der Erfolgslauf von Interimstrainer Roberto di Matteo ging damit weiter.

Der italienische Nachfolger von Andre Villas-Boas durfte sich nach dem 2:0 im Achtelfinal-Wiederholungsspiel des FA-Cups gegen den Zweitligisten Birmingham City sowie dem 1:0 gegen Stoke City in der Meisterschaft auch in seinem dritten Pflichtspiel auf der Chelsea-Trainerbank über einen Erfolg freuen.

Flottes Spiel in London

Den 37.000 Zuschauern wurde in London eine packende Partie geboten.

Die in der Serie A zuletzt fünfmal siegreich gebliebenen Italiener hielten voll dagegen, ließen aber vor der Pause im Abschluss mehrmals die nötige Effizienz vermissen.

Chelsea machte die Sache da schon besser, nach einer Ramires-Flanke brachte Drogba seine Truppe mit einem schönen Kopfball ins Eck in Führung (28.).

Unmittelbar nach Wiederbeginn war die Stimmung an der Stamford Bridge vorerst am Höhepunkt, und wieder waren die Hausherren per Kopf erfolgreich. Nach einem Eckball von Lampard ließ Kapitän Terry Napoli-Goalie De Sanctis keine Chance (47.).

Spannung bis zur 120. Minute

Die Gäste aus Neapel zeigten sich allerdings unbeeindruckt und antworteten fast postwendend.

Schweiz-Teamspieler Inler erzielte nach einer tollen Ballannahme mit einem Drop-Kick ins Eck den Anschlusstreffer (55.) und brachte die Italiener damit wieder ins Aufstiegsrennen.

Dass es doch noch zu einer Verlängerung kam, hatte Chelsea Lampard zu verdanken. Der Mittelfeld-Routinier verwertete einen Elfmeter souverän, nachdem Napolis Dossena einen Ivanovic-Kopfball im Strafraum mit der Hand abgewehrt hatte (75.).

In der Verlängerung machten die "Blues" mehr für die Offensive und wurden auch mit dem 4:1 belohnt.

Nach einer Aktion über Ramires und Drogba schoss der aufgerückte Ivanovic (105.) seine Truppe in die Runde der letzten acht.

England-Blamage verhindert

Damit verhinderte Chelsea, dass zum ersten Mal seit 1996 ein Viertelfinale der Königsklasse ohne englische Beteiligung über die Bühne geht.

Die beiden Manchester-Großclubs United und City sind bereits in der Gruppenphase gescheitert und mittlerweile in der Europa League aktiv.

Arsenal ist vor einer Woche im Achtelfinale gegen den AC Milan ausgeschieden.

Real siegt souverän

Real Madrid ist erwartungsgemäß ins Viertelfinale der Champions League eingezogen.

Der überlegene spanische Tabellenführer setzte sich im Bernabeu-Stadion im Achtelfinal-Rückspiel gegen ZSKA Moskau völlig souverän mit 4:1 (1:0) durch und schaffte nach dem 1:1 in Russland den Aufstieg.

Gonzalo Higuain (26.), Cristiano Ronaldo (55., 94.) und Karim Benzema (70.) sorgten für die Entscheidung, den Gästen gelang durch Zoran Tosic nur der Ehrentreffer (77.).

Torwartfehler sorgt für Entscheidung

ZSKA konnte den "Königlichen" nur selten gefährlich werden und musste die Überlegenheit der Hausherren zur Kenntnis nehmen.

Nach einer schönen Kombination über Khedira und Kaka musste Higuain nur mehr vollstrecken (26.).

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte sorgte Reals Topstar Cristiano Ronaldo endgültig für die Vorentscheidung.

Der Portugiese hatte aber auch Glück, dass sich Moskau-Goalie Tscheptschugow von einem 25-Meter-Weitschuss überraschen ließ (55.).

Sehenswerter Ehrentreffer

Frankreichs Teamstürmer Benzema sorgte nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung im zweiten Versuch für das 3:0 (70.) und seinen fünften Champions-League-Saisontreffer.

Als die Madrilenen nachließen und Kräfte für die bevorstehenden Aufgaben schonten, kamen die Russen zumindest zum Ehrentreffer.

Ein Schuss von Tosic von knapp außerhalb der Strafraumgrenze landete via Unterkante der Latte im Tor von Iker Casillas (77.).

Ronaldo setzt den Schlusspunkt

Den Schlusspunkt setzte aber wieder Real - und natürlich war es Ronaldo mit seinem bereits 42. Saisontreffer in der laufenden Saison in allen Bewerben.

Bei seinen jüngsten sieben Auftritten schoss der portugiesische Teamspieler damit schon elfmal ein, in der Champions League hält er nach sechs Partien bei sechs Toren.

Viertelfinale komplett

Damit ist das Viertelfinale komplettiert, die Klubs Bayern München (David Alaba), Olympique Marseille, AC Milan, Benfica Lissabon, der FC Barcelona und APOEL Nikosia sind ebenfalls noch im Rennen um den Titel.

Das Viertel-sowie auch das Semifinale wird am Freitag in Nyon ausgelost.

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