Erinnerungen an Boston-Marathon

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Wegen einer Anschlagswarnung sind in Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen für die Feiern rund um das Champions-League-Finale einem Medienbericht zufolge erhöht worden.

Der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, habe am Freitag die Innenminister von Bund und Ländern in einer Sitzung über einen Hinweis auf ein möglicherweise in Deutschland geplantes Attentat informiert, berichtete "Spiegel Online" am Samstag.

"Seit längerem im Fadenkreuz"

Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat nach eigenen Angaben keine konkreten Erkenntnisse über Anschlagspläne auf Fußball-Fanmeilen.

"Deutschland steht seit längerem im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Anschlagspläne oder Anschlagziele in Deutschland", sagte Friedrich am Samstag nach Angaben seines Ministeriums.

"Bei Großereignissen wie dem heutigen Champions-League-Finale in London stehen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern im intensiven Austausch mit ihren europäischen Partnern."

Sicherheitsmaßnahmen verstärkt

Ein Sprecher der Berliner Polizei erklärte, vor Veranstaltungen äußere man sich grundsätzlich nicht zu Sicherheitsvorkehrungen. Man sei aber gut vorbereitet.

Ziercke sagte Spiegel Online zufolge, gefährdet seien öffentliche Veranstaltungen in Deutschland rund um das Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in London.

Mehrere Verdächtige planen demnach einen Bombenanschlag. Bei den mutmaßlichen Tätern handle es sich um Islamisten. Besucher der Feiern müssten sich auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen einstellen.

Erinnerungen an Bosten-Marathon

Die Berliner Polizei will dem Bericht zufolge den Zustrom zur zentralen Veranstaltung auf der Fan-Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule genau beobachten und auffällige Taschen kontrollieren.

Damit solle verhindert werden, dass Extremisten einen Sprengsatz in die Menschenmenge schmuggeln und zünden könnten. Ähnlich solle bei anderen Großveranstaltungen vorgegangen werden.

Wie konkret die Warnung ist, blieb dem Bericht zufolge zunächst unklar. Ziercke habe aber von einem ernstzunehmenden Hinweis gesprochen.

Beim Marathon in Boston Mitte April hatten den Ermittlungen zufolge zwei aus Tschetschenien stammende Brüder mit Sprengsätzen drei Menschen getötet und mehr als 250 verletzt.

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