Pro & Contra: Panik-Transfers?

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Pro & Contra: KSV- Panik-Transfers sind sinnlos

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PRO

Wetten, dass wir die Mehrzahl der Namen Peter Struhar, Michal Hanek, Gerson Ferreira, Nathan Junior und Harun Babangida schon bald wieder vergessen haben und sie ein Fall für das hier werden?

Schlecht stehen die Quoten nicht, dass es so kommt. Oder haben zum Beispiel die Herren Juan Ramon Ruano, Ruben Lopez, Goran Aleksic oder Luka Elsner einen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen?

Genannte Herren sind Auszüge aus dem Winter-Einkaufsprogramm der letzten beiden Absteiger, LASK und SK Kärnten.

Es ist Jahr für Jahr dasselbe. Steht dem Abstiegskandidaten Nummer eins das Wasser bis zum Hals, wirft er jegliche Nachhaltigkeit über Bord, schreit nach ein paar mehr oder minder tauglichen „Rettungsschwimmern“ und geht erst recht unter.

Das nennt man dann Geldverbrennung.

Konnte man von der Vereinsführung in Klagenfurt und Linz nichts anderes erwarten, enttäuscht das Vorgehen im Fall von Kapfenberg.

Denn in ihrer bisherigen Bundesliga-Ära entpuppten sie sich durchaus als auf Konstanz setzende Bereicherung, die auch jungen Talenten eine Plattform bot. Deni Alar und Michael Gregoritsch gelang von der Obersteiermark aus der Sprung zu größeren Klubs.

Mag sein, dass der KSV die eine Ausnahme darstellt, die kurzfristig mit derartiger Panik-Politik reüssiert. Längerfristig wird dies jedoch garantiert nicht gut gehen.

Peter Altmann

CONTRA

Was hätten sie den tun sollen, die Kapfenberger? Weiterhin auf jenen Kader bauen, der ganz zwei Siege eingefahren und einen Rückstand von sieben Punkten aufgerissen hat? Wäre der KSV am Transfermarkt nicht aktiv geworden, hätte ihnen jeder unterstellt, sie wollten die Klasse gar nicht halten.

Zudem ist es ganz natürlich, dass ein neuer Trainer Schwachstellen ortet und diese mit Spielern seines Vertrauens auszumerzen versucht.

Michal Hanek und Peter Struhar sind erfahrene Innenverteidiger, die sich noch dazu aus gemeinsamen Zeiten bei Dunajska Streda kennen. Haruna Babangida hat nicht umsonst auch schon im nigerianischen Nationalteam gespielt.

Und der Rest wurde ausgiebig getestet. Es ist also nicht so, dass die "Falken" blind eingekauft hätten. Da hat sich jemand durchaus Gedanken gemacht, nicht panisch reagiert.

Natürlich ist nicht davon auszugehen, dass auch wirklich jeder Neuzugang weiterhilft. Aber sei's drum, sollte etwa Sanel Kuljic körperlich nicht fit genug sein, spielt er eben nicht. Angesichts des leistungsbezogenen Vertrags kein Beinbruch.

Harald Prantl

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