Vieles neu macht der Sommer

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Wunschelf und Kaderbewertung SC Wr. Neustadt

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Erneut fand ein - zumindest kleiner Umbruch - im Kader des SCWN statt.

Mit Daniel Offenbacher, Christian Ramsebner, Dario Tadic, Thomas Piermayr und Dominik Hofbauer haben unter anderem auch Spieler, die in der Vorsaison noch regelmäßig im Einsatz waren, den Klub verlassen.

"Jetzt haben die nächsten die Chance, sich zu zeigen", kommentiert Trainer Heimo Pfeifenberger diesen Umstand.

Dafür wurden auch einige Neuzugänge verpflichtet. Die namhaftesten sind Matthias Koch und David Witteveen. Noch offen ist, ob Thomas Pichlmann von La Spezia losgeeist werden kann.

Von der Verpflichtung des langjährigen Italien-Legionärs wird auch abhängen, ob vornehmlich mit einem oder zwei Stürmern gespielt wird.

Die große Stärke des Kaders der Niederösterreicher liegt in seiner Flexibilität, zahlreiche Spieler können auf mehreren Positionen zum Einsatz kommen.

LAOLA1 nimmt den Kader des SC Wiener Neustadt genauer unter die Lupe:

TOR:

In der vergangenen Saison war Jörg Siebenhandl die Nummer eins. Das könnte sich aber ändern. Denn Thomas Vollnhofer hat in den acht Spielen, in denen er seinen damals verletzten Kollegen vertreten hat, starke Leistungen geboten. Deshalb ist es ein heißes Rennen um den Platz zwischen den Pfosten. "Wer den besseren Eindruck macht, der spielt. Wir werden das kurzfristig entscheiden", sagt Pfeifenberger zu diesem Thema. Der Dritte im Bunde ist Markus Glänzer, der über keinerlei Bundesliga-Erfahrung verfügt.

LAOLA1-Bewertung: Sowohl Siebenhandl, als auch Vollnhofer sind gute Torhüter, die keinen Vergleich scheuen müssen. Als kleines Manko ist anzumerken, dass sie mit 1,80 Metern bzw. 1,85 Metern zu den kleineren ihres Fachs gehören.

ABWEHR:

Die Abwehr hat sich im Vergleich zur Vorsaison nur auf einer Position verändert: Christian Ramsebner ist nicht mehr da. Also wird neben dem gesetzten Manuel Wallner ein neuer Innenverteidiger spielen. Die wohl besten Chancen hat Neuzugang Mattias Sereinig. Ebenfalls Kandidaten sind Remo Mally, der von der Austria kam und auch Außenverteidiger spielen kann, Youngster Manfred Rottensteiner und zur Not auch Dennis Mimm. Der Tiroler ist aber auf der rechten Außenbahn eingeplant. Dort stehen die Alternativen Mario Pollhammer, Michael Berger und Stefan Petrovic zur Verfügung. Die linke Seite wird vornehmlich Salzburg-Leihgabe Christoph Martschinko beackern. Auch Stefan Stangl kann dort spielen.

LAOLA1-Bewertung: In der Vorsaison machte diese Abwehr eine gute Figur. Abzuwarten ist aber, wie Wallner mit der Verantwortung des Abwehrchefs umgehen kann. Positiv ist, dass alle Positionen zumindest doppelt besetzt sind.

  MITTELFELD:

Im Mittelfeld hat Coach Pfeifenberger viele flexible Kicker und entsprechend viel Spielraum. Gesetzt ist einzig Peter Hlinka. Der slowakische Routinier ist der Ruhepol im Spiel der Niederösterreicher und auf der Sechs ein enorm wichtiger Baustein. In seiner unmittelbaren Nähe wird der von Sturm gekommene Matthias Koch ebenfalls ein Stammleiberl erobern können, wenn er sein Potenzial abruft. Eine weitere wichtige Personalie ist Herbert Rauter. Der 31-Jährige, der ein starkes Frühjahr hinter sich hat, wird entweder im rechten Mittelfeld, oder - wenn eine Solospitze eingesetzt wird - die offensive, zentrale Position einnehmen. Links scheint Stefan Stangl die besten Karten zu haben. Vor allem Stefan Rakowitz (links und rechts), Mario Pollhammer (rechts) und Daniel Schöpf (links, rechts und zentral) haben gute Chancen auf Einsatzzeit. Außerdem stehen auch noch Kristijan Dobras und Christoph Freitag zur Verfügung - auch sie werden zweifelsohne ihre Chancen bekommen. Marco Angeler, der aus Sollenau gekommen ist, muss seine Bundesliga-Tauglichkeit erst beweisen. Mit Arvedin Terzic steht zudem ein guter Flügel im Kader, der Wiener fällt wegen seines Achillessehenrisses aber noch länger aus.

LAOLA1-Bewertung: Die Auswahl ist groß, es liegt nun an Pfeifenberger, die richtige Mischung zu finden. Spieler wie Stangl, Schöpf und Dobras müssen erst beweisen, dass sie reif für die Bundesliga sind. Viel wird davon abhängen, ob Hlinka fit bleibt und Koch das Sturm-Tief wieder überwinden kann.

ANGRIFF:

Die Offensive war in der Vorsaison zweifellos die größte Schwachstelle der Mannschaft. Goalgetter war weit und breit keiner zu finden. Das könnte sich mit der Verpflichtung von David Witteveen, der Grödig mit 17 Toren in die Bundesliga schoss, geändert haben. "Er ist der Spielertyp, den wir gesucht haben", sagt Pfeifenberger über den wuchtigen Angreifer. Allerdings geht der 28-Jährige in seine erste Saison in der höchsten Spielklasse. Thomas Fröschl hat in der Vorsaison in 24 Partien drei Treffer erzielt, also noch viel Luft nach oben. Zudem wurde Daniel Maderner aus der AKA St. Pölten geholt - er gilt als Talent, muss dieses aber erst beweisen. Auch Herbert Rauter kann an vorderster Front spielen.

LAOLA1-Bewertung: Wenn Witteveen seine Form aus der Vorsaison konservieren konnte, ist er eine große Verstärkung. Sonst ist der Angriff nicht gerade gut besetzt. Geht die Verpflichtung von Thomas Pichlmann über die Bühne, würde die Qualität des Sturms deutlich gesteigert werden.


Anmerkung: Wie schon in der Vorsaison gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.


Harald Prantl

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