Wunschelf und Kaderbewertung Admira Wacker

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Die Admira hat sich nicht verändert.

Mit Christopher Dibon und Martin Zeman stehen nur zwei Abgänge zu Buche. Der Ex-Kapitän ist zu RB Salzburg gewechselt. Wirklich hart trifft das die Südstädter aber nicht, fehlte der Innenverteidiger doch das gesamte Frühjahr verletzungsbedingt. Zeman konnte nie einen Stammplatz erobern.

In Sachen Neuzugängen hat Trainer Didi Kühbauer seine Truppe punktuell verstärkt. Peter Pöllhuber (Austria Lustenau), Benjamin Freudenthaler (LASK) und Thorsten Schick (Altach) kamen aus der Ersten Liga, Dominik Burusic zurück von den Bayern Amateuren.

„Die Jungs haben eine super Saison gespielt. Deshalb wäre es nicht logisch gewesen, große Personalrochaden zu tätigen“, meint der Coach, der einen harten Konkurrenzkampf sieht.

LAOLA1 nimmt den Kader des FC Admira Wacker Mödling genau unter die Lupe:

TOR:

Zu Beginn der abgelaufenen Saison hat Patrick Tischler überraschend Hans-Peter Berger im Tor der Admiraner verdrängt. Seitdem ist der 25-Jährige die unumstrittene Nummer eins, zumal sein schärfster Konkurrent im Winter das Weite gesucht hat. Wirklich sicher wirkte der Goalie in seiner ersten Spielzeit als Stammkraft aber nicht. Mit lediglich 61,3 Prozent gehaltenen Bällen fällt er im statistischen Vergleich zu den anderen Keepern der Bundesliga deutlich ab. Hinter dem Familienvater warzen zwei junge Talente. Manuel Kuttin und Andreas Leitner sind beide 18 Jahre alt.

LAOLA1-Bewertung: Es überrascht doch ein wenig, dass die Niederösterreicher im Sommer keinen neuen Goalie geholt haben. Tischler zählt in der Bundesliga zu den schwächeren seines Fachs, dahinter sind zwei blutjunge Keeper, die zwar Talent haben mögen, denen aber jegliche Erfahrung fehlt.

 

ABWEHR:

Schon während der langwierigen Verletzung Christopher Dibons, der im Sommer nach Salzburg abgewandert ist, bildeten Richard Windbichler und Daniel Drescher die Innenverteidigung. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern. Trainer Kühbauer stehen mit Neuzugang Peter Pöllhuber und Thomas Ebner Alternativen parat, zudem hat auch Andreas Schrott mehrfach bewiesen, dass er diese Rolle gut ausfüllen kann. Der Tiroler ist aber auch auf der Position des Linksverteidigers ein Thema, dort ist aber Stephan Palla Starter. Stephan Auer hat sich im Frühjahr ebenfalls links in der Viererkette empfohlen, fällt aber bis Ende Juli aus. Auf der rechten Seite ist der 34-jährige Routinier Gernot Plassnegger gesetzt, erste Alternative ist Rene Seebacher.

LAOLA1-Bewertung: Dibons Abgang wiegt keinesfalls schwer, das haben Windbichler und Drescher schon im Frühjahr bewiesen. Wenngleich dem Duo noch ein wenig Erfahrung und Konstanz fehlt. Auf den Außenpositionen sind die Südstädter gut, aber nicht überragend besetzt.

MITTELFELD:

Patrik Jezek hat sich im Alter von 35 Jahren entschieden, noch eine Saison dranzuhängen. Am Tschechen führt auf der linken Seite auch weiterhin kein Weg vorbei. Das muss auch Neuzugang Benjamin Freudenthaler, der dort in Frage kommt, anerkennen. Rechts hat sich Marcel Sabitzer dank seines fulminanten Frühjahrs einen Stammplatz erspielt. Rene Schicker und Neuling Thorsten Schick haben das Nachsehen. Auch Dominik Burusic und Bernhard Fucik können dort spielen. In der Zentrale haben Patrick Mevoungou und Daniel Toth die Nase vorne. Zumal Stefan Schwab eine offensivere Rolle zugedacht wird. Mit Bernhard Schachner hat das Duo aber einen hartnäckigen Konkurrenten. Auch mit Lukas Thürauer ist nach seiner Eingewöhnungszeit schwer zu rechnen. Bei Emin Sulimani, der zumeist rechts eingesetzt wurde, bleibt abzuwarten, wie er nach seiner langwierigen Verletzung zurückkommt. Als Geheimtipp gilt Youngster Patrick Wessely, der auf der linken Seite in der Abwehr und im Mittelfeld agieren kann.

LAOLA1-Bewertung: Das Mittelfeld der Niederösterreicher ist sehr stark besetzt. Auf allen Positionen herrscht ein harter Konkurrenzkampf, weshalb auch Formtiefs oder Ausfälle leicht verkraftet werden können.



ANGRIFF:

In der Vorbereitung hat sich folgende Variante herauskristallisiert: Stefan Schwab spielt als hängende Spitze, weshalb nur ein echter Stürmer zum Einsazt kommt. An vorderster Front haben die Südstädter einige Möglichkeiten. Philipp Hosiner dürfte die besten Karten haben, doch Benjamin Sulimani hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, wie wertvoll er sein kann. Und auch Issiaka Ouedraogo ist keinesfalls zu unterschätzen, kann eine Defensive ständig beschäftigen.

LAOLA1-Bewertung: Zwar hat keiner der Admira-Stürmer regelmäßig getroffen, doch jeder einzelne immer wieder. Dadurch hatte Kühbauer nie Sorgen in der Offensive. Es ist ein Angriff, der jeder Bundesliga-Abwehr Kopfschmerzen bereiten kann.



Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.

Harald Prantl

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