Wunschelf und Kaderbewertung SV Mattersburg

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Mattersburg setzt auf Altbewährtes.

Die Mannschaft ist praktisch ident geblieben, die vier Abgänge wurden Eins-zu-Eins ersetzt.

Gerade darin liegt das große Plus. Das Team ist eingespielt und ist durch den beinharten Abstiegskampf der letzten Saison gereift.

Speziell im Frühjahr konnten sich die Burgenländer steigern. Dies guten Ansätze soll in der neuen Saison fortgesetzt werden.

„Wir versuchen, jene Mentalität, die wir im Frühjahr gezeigt haben, mitzunehmen. Das heißt: Gute Spiele zu machen, auch vom Spielerischen her stärker zu agieren“, erklärt SVM-Coach Franz Lederer.

LAOLA1 nimmt den Kader des SVM Mattersburg  genau unter die Lupe:

TOR: 

Die Situation im Tor hat sich gegenüber der letzten Saison geändert. Gab es vor zwölf Monaten noch einen beinharten Zweikampf um die Nummer-eins-Position, dürfte Thomas Borenitsch nach dem Abgang von Stefan Bliem zu Parndorf als Einser gesetzt sein. Der 30-Jährige gilt als erfahrener und routinierter Torhüter, der jedoch nach einigen Glanzparaden auch einmal ins Leere greifen kann. Dennoch kann der Schlussmann auf eine solide Saison zurückblicken, schließlich konnte er 116 von 159 Torschüssen parieren. Als Nummer zwei fungiert der ehemalige U21-ÖFB-Teamtorhüter David Schartner, dem wohl über kurz oder lang die Zukunft gehört. Nummer drei ist Rückkehrer Markus Böcskör, der aber auch in der Trainingsarbeit Tormanntrainer Leo Martinschitz unterstützend zur Seite stehen soll.

LAOLA1-Bewertung: Mit einer Fangquote von 72,5 Prozent zählt Borenitsch zum unteren Durchschnitt der Liga. Schartner hat Potenzial, es bleibt abzuwarten, ob der Salzburger den Konkurrenzkampf dadurch antreiben kann.

ABWEHR:

Auch in der Verteidigung kehrt ein alter Bekannter zurück: Adnan Mravac. Der bosnisch-österreichische Doppelstaatsbürger dürfte auch gleich gemeinsam mit Nedeljko Malic das Innenverteidiger-Duo bilden. Als Backup dienen Stefan Ilsanker, der auch im defensiven Mittelfeld zum Zug kommen kann, Lukas Rath und Alexander Pöllhuber. Letzterer ist aber nur bei Bedarf eine Alternative, denn der Zwei-Meter-Hüne beackert ansonsten die linke Außenbahn. Sein Pendant rechts ist Alois Höller, der zweifelsohne als Entdeckung der abgelaufenen Saison gilt. Mit Anton Pauschenwein steht seit Jahren ein verlässlicher Mann zur Verfügung, der im Notfall auf allen Positionen im Defensivbereich einsetzbar ist. Neuzugang Martin Rodler ist links eine Option, Markus Schmidt kann im Fall der Fälle ebenfalls in der Viererkette aushelfen.

LAOLA1-Bewertung: Ob die Abwehr aufgrund der Neuzugänge Mravac und Rodler an Stabilität gewinnt, sei  dahingestellt. Fakt ist, dass ein absoluter Leader fehlt und wenn dann auch noch das Stammpersonal ausfällt, brennt der Hut.

MITTELFELD:

Manuel Seidl war im abgelaufenen Spieljahr ein Lichtblick. Der Youngster trat fast jeden Standard und hat sich als Schaltzentrale im Mittelfeld etabliert. Den defensiven Part übernimmt der Kroate Ivan Parlov, der sich im Laufe des Frühjahrs immer besser integrieren konnte. Am rechten Flügel entflammt ein Zweikampf zwischen Patrick Farkas, der jedoch zu Beginn kein Thema ist, weil er mit dem ÖFB-U20-Team bei der WM in Kolumbien weilt, und Ronald Spuller. Links dürfte SVM-Urgestein Michael Mörz trotz andauernden Formtiefs die Nase knapp vor Dominik Doleschal und Neo-Mattersburger Wilfried Domoraud haben. Markus Schmidt ist immer zur Stelle, wenn defensiv Not am Mann ist. Die Nachwuchs-Hoffnungen Marvin Potzmann, Christian Gartner und Peter Hawlik werden langsam herangeführt und können mit etwas Spielzeit rechnen.

LAOLA1-Bewertung: Große Kreativität sucht man im Mittelfeld vergebens. Die Burgenländer werden auch heuer nicht mit spielerischen Mitteln glänzen. Kampf ist Trumpf. Offen bleibt, ob Mörz irgendwann wieder sein hartnäckiges Formtief abschüttelt.

STURM:

Weniger ist oft mehr. Nach dem Abgang von Matthias Lindner stehen nur noch vier Stürmer im Kader. Solange Patrick Bürger seinen Lauf fortsetzt, ist das kein Problem. Der Angreifer war mit seinen 16 Toren einer der Väter des Erfolgs im letztjährigen Kampf um den Klassenerhalt – ein Fixplatz ist ihm gewiss. Um den zweiten Platz rittern Ilco Naumoski und Robert Waltner, der trotz Abwanderungsgerüchten in Mattersburg bleibt. Ersterer kämpft mit seiner Ladehemmung – konnte letzte Saison nur ein Tor erzielen. Youngster Thorsten Röcher wird behutsam aufgebaut.

LAOLA1-Bewertung: Nominell liest sich der Angriff nicht schlecht, aber nimmt man das letzte Jahr als Gradmesser konnte nur Bürger überzeugen. Hoffentlich geht dem SVM-Bomber sein Torriecher nicht verloren. Im Falle dessen droht Böses.


Martin Wechtl

Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.

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