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Wunschelf und Kaderbewertung Kapfenberg

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Der Kader des Kapfenberger SV ist riesig.

Abgesehen von der Tormann-Position hat Werner Gregoritsch überall die Qual der Wahl. Eine Stammelf wird es im „Falken-Horst“ gewiss nicht geben. Das Rotations-Prinzip ist angesagt.

Vom System her wird sich der Trainer von Fall zu Fall zwischen einem 4-1-4-1 und einem 4-4-2 entscheiden.

LAOLA1 nimmt den Kader des Kapfenberger SV genau unter die Lupe:

TOR:  

Es steht außer Frage, wer die klare Nummer eins der Kapfenberger ist. Raphael Wolf wird wieder im Tor der „Falken“ stehen. Der 23-Jährige ist ein grundsolider Keeper, der sich aufgrund seines Alters von Jahr zu Jahr verbessert. In der abgelaufenen Saison musste der Deutsche 58 Gegentreffer hinnehmen und brachte es auf 69,6 Prozent gehaltene Torschüsse. Dahinter stehen drei weitere junge Goalies zur Verfügung. Es handelt sich um Philipp Gröblinger (24), den derzeit verletzten Patrick Kostner (23) und Filip Gacevski (20).

LAOLA1-Bewertung: Die Steirer haben mit Wolf eine starke Nummer eins, die nicht umsonst unter anderem vom SK Rapid umworben wurde. Sollte der Deutsche allerdings ausfallen, wäre ein klarer Qualitätsverlust zu erkennen.

ABWEHR:

In der Abwehr bieten sich Trainer Werner Gregoritsch zahlreiche Möglichkeiten. In der Innenverteidigung ist der routinierte Slowene Matej Mavric gesetzt. Neben ihm wird wohl Ersatz-Kapitän Dominique Taboga, der auch Rechtsverteidiger spielen kann, auflaufen. Ebenfalls ein Thema in der Zentrale sind Thomas Schönberger und Andreas Rauscher. Ebenso Tomasz Welnicki, der aber auf der linken Seite seine Stärken hat. Für diese Position wurde auch David Harrer von den Austria Amateuren ausgeliehen. Auf beiden Außenbahnen kann Naim Sharifi eingesetzt werden. Eine Änderung kündigt sich jedoch auf der rechten Seite an: Boris Hüttenbrenner wird zum Außenverteidiger umfunktioniert.  Mit Rene Pitter und Manfred Gollner stehen in der Abwehr noch zwei weitere Allrounder zur Verfügung.

LAOLA1-Bewertung: Mit Matej Mavric hat der KSV einen Klasse-Verteidiger im Kader. Der Rest ist allerdings biederer Bundesliga-Durchschnitt. Sollte Hüttenbrenners Umschulung gut funktionieren, könnte das das Spiel nach vorne beleben.

MITTELFELD:

Die Positionen sind alle doppelt bis dreifach besetzt. Im defensiven Mittelfeld können etwa Robert Gucher, Ralph Spirk, der verletzte Neo-Kapitän David Sencar, Stefan Erkinger und Danijel Micic spielen. Die besten Chancen, am linken Flügel aufzulaufen, hat wie schon in der Vorsaison Markus Felfernig. Hinter den Spitzen einen Stammplatz dürfte Neuzugang Michal Ordos erobern, der Tscheche hat einen Torriecher und auch das Auge für den entscheidenden Pass. Wieder fit ist Christoph Kröpfl, der auf Einsätze am rechten Flügel brennt. Mehr als nur eine Alternative auf dieser Position ist Michael Tieber. Offensiv praktisch jede Position kann Dieter Elsneg einnehmen. Gespannt darf man auf die Entwicklung des talentierten Flügelspielers Marco Sahanek, der vom WAC/St. Andrä kam, sein. Außerdem stehen noch Mario Grgic, Ibrahim Bingöl, Lukas Stadler und Philipp Wendler im Kader.

LAOLA1-Bewertung: Werner Gregoritsch hat im Mittelfeld zahlreiche Möglichkeiten und wird oft rochieren lassen. Im defensiven Mittelfeld können genug Leute den Abgang von Milan Fukal kompensieren. Wenn Michal Ordos hält, was seine Visitenkarte verspricht, gewinnen die „Falken“ durch ihn in der Offensive an Schlagkraft.

STURM:

Mit Deni Alar hat der erfolgreichste Torschütze den KSV verlassen. Michael Gregoritsch, der nach dieser Saison nach Hoffenheim wechselt, soll in seine Fußstapfen treten. Dem Youngster fehlt es allerdings noch an Konstanz. Es wurden außerdem drei Stürmer verpflichtet. Franck Matondo kam aus Straßwalchen, hat jedoch noch große Rückstände in Sachen Fitness. Marc Sand hat zweifellos Talent, muss dieses aber endlich regelmäßig unter Beweis stellen. Vielversprechend klingt die Verpflichtung von Roman Prokoph – ein pfeilschneller, dribbelstarker Deutscher, der auch auf dem rechten Flügel ein Thema ist. Zudem sollte Srdjan Pavlov nach langer Verletzungspause schon bald wieder bei 100 Prozent sein.

LAOLA1-Bewertung: Diese Offensive hat gewiss Potenzial, nur muss sie es auch ausschöpfen. Keiner der Stürmer hat bisher bewiesen, dass er über einen längeren Zeitraum regelmäßig treffen kann.

Harald Prantl

Anmerkung: Wie schon im Frühjahr gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.

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