Rapid schießt sich aus der Krise

Aufmacherbild
 

Grün-weißer Befreiungsschlag gegen Kapfenberg

Aufmacherbild
 

Österreichs Rekordmeister Rapid ist am Samstag in der Bundesliga endlich ein Befreiungsschlag gelungen.

Die Hütteldorfer gewannen vor 14.800 Zuschauern im Hanappi-Stadion gegen den Kapfenberger SV nach einer großteils überzeugenden Vorstellung verdient mit 5:1 (2:1) und waren damit zum ersten Mal nach fünf sieglosen Runden wieder erfolgreich.

Ein Eigentor von Matej Mavric (13.) und Treffer von Christopher Trimmel (27.), Rene Gartler (59.), Steffen Hofmann (79./Elfmeter) und Hamdi Salihi (92.) machten den Heimerfolg perfekt.

Fünfte Niederlage in Serie

Die Wiener siegten damit auch im siebenten direkten Heimduell mit den Steirern seit deren Wiederaufstieg. Während sich die Wiener nach acht Runden vorerst auf Rang vier verbesserten, liegen die Kapfenberger, für die Robert Gucher traf (38.), nach der fünften Niederlage in Folge (Torverhältnis 2:16) weiter am Tabellenende.

"Wir müssen endlich zeigen, was in dieser Mannschaft steckt", hatte Coach Peter Schöttel vor der Partie gefordert. Kapitän Steffen Hofmann und Co. legten dementsprechend los, spielten druckvoll nach vorne und dominierten vorerst klar das Geschehen.

Eigentor beschert Rapid die Führung

Schon nach fünf Minuten hätte es 1:0 stehen müssen, nach einem Katzer-Kopfball köpfelte Rapid-Stürmer Gartler den Ball mit dem Hinterkopf aber knapp vor der Linie weg, anstelle ins KSV-Tor (5.).

Die Führung fiel dann kurze Zeit später mit tatkräftiger Mithilfe der Steirer. Einen Hofmann-Freistoß köpfelte Mavric ins eigene Tor, Goalie Raphael Wolf war zudem nicht richtig aus dem Tor gekommen (13.).

Es war der erste Meisterschafts-Saisontreffer von Rapid vor der Pause. Mit dem Vorsprung im Rücken legten die Wiener endgültig ihre Verunsicherung der vergangenen Wochen ab und spielten groß auf.

Novota-Patzer bringt KSV zurück

Eine gelungene Kombination über Gartler und Heikkinen schloss Trimmel mit einem wuchtigen Schuss zum 2:0 ab (27.). Die Führung hätte noch deutlich höher ausfallen können.

Der glücklose Ex-Kapfenberger Alar schoss daneben (22.), verfehlte einen Katzer-Stangelpass (23.) und fand in Wolf (29./Fußabwehr) seinen Meister. Außerdem ging ein Soma-Kopfball drüber (25.) und ein Hofmann-Schuss daneben (34.).

Aufgrund eines Patzers von Rapid-Goalie Jan Novota, der den Vorzug gegenüber Helge Payer erhalten hatte, kamen die Kapfenberger aber völlig überraschend zurück ins Spiel.

Mavric wird zum "Unglücksraben"

Der Slowake ließ einen harmlosen Gucher-Schuss passieren (38.). Kurz darauf hatte der Rapid-Goalie zudem Glück, das ein elfmeterreifes Foul an Prokoph ungeahndet blieb (40.). Die Verunsicherung der Hütteldorfer war plötzlich wieder da.

Nach dem Seitenwechsel avancierte Mavric endgültig zum "Unglücksraben". Der slowenische Abwehrspieler brachte Gartler zu Fall und wurde wegen Torraubs ausgeschlossen (49.).

Kurz darauf ging ein Gucher-Freistoß hauchdünn daneben (55.). Danach hatten die Wiener aber leichtes Spiel und begeisterten das Publikum mit weiteren Treffern.

SCR-Kapitän trifft vom Elferpunkt

Nach Flanke von Alar, der zuvor mit einem Freistoß die Latte getroffen hatte (51.), und Weiterleitung von Trimmel köpfelte Gartler zum 3:1 ein (59.). Der Torschütze ließ zwei weitere Groß-Chancen (63., 65.) ungenützt.

Der im Zentrum mit Heikkinen sehr gut harmonierende Hofmann trug sich auch noch in die Schützenliste ein. Nachdem Micic Drazan im Strafraum gefoult hatte, traf der Kapitän vom Elfmeterpunkt zum 4:1 (79.).

Den Schlusspunkt setzte Salihi, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position (92.).

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen