"Wir haben wieder Selbstvertrauen getankt"

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Mattersburg bleibt für die Austria ein guter Boden.

Die Veilchen sind dank des 4:2-Erfolgs zum Abschluss der achten Runde bereits seit vier Jahren bzw. neun Spielen im Burgenland ungeschlagen und verbessern die Bilanz auf sechs Siege  und drei Remis.

Zudem konnten die Wiener ihre sieglose Serie (letzter Erfolg am 21. August gegen Rapid) beenden. Dementsprechend groß war die Erleichterung im violetten Lager.

„Es war ein Druckspiel“

„Es war ein Druckspiel, weil in unserer Situation nur ein Sieg gezählt hat. Hier werden noch andere Mannschaften Punkte liegen lassen. Man hat gesehen, warum der SVM gegen Salzburg, Sturm und Rapid gepunktet hat“, freute sich Karl Daxbacher im Gespräch mit LAOLA1.

Seine Truppe machte sich das Leben aber erneut schwer, kassierte nach der Führung zweimal den Ausgleich.

Ein Déjà-vu bahnte sich an, denn bereits in den letzten drei Spielen gegen Admira, Wr. Neustadt und Metalist Charkiv konnten Junuzovic und Co. eine Führung nicht über die Zeit bringen.

 „Es war unnötig, dass wir schon wieder zweimal einen Vorsprung verspielt haben. Vielleicht waren wir ein bisschen unkonzentriert“, hinterfragte Nacer Barazite.

Matchwinner Alexander Grünwald

Doch diesmal konnte die Mannschaft reagieren und sicherte sich die drei Punkte. Hauptverantwortlich dafür war Alexander Grünwald, der nach den beiden Ausgleichstreffern der Hausherren die passende Antwort parat hatte.

„Meine ersten beiden Tore nach der Rückkehr machen mich natürlich überglücklich. Das Wichtigste sind aber die drei Punkte. Wir haben wieder Selbstvertrauen getankt. Das macht Mut für die kommenden Aufgaben“, so der Doppeltorschütze, der zugab, dass das anstrengende Europa-League-Match seine Spuren hinterlassen hatte.

"Am Anfang war es schwierig sich zu überwinden. Die Füße sind mit der Zeit aber immer leichter geworden. Und es beflügelt, wenn man Tore schießt.“

Knackpunkt

Für Franz Lederer waren seine beiden Treffer der Knackpunkt der Partei. „Wir waren mehr als ebenbürtig. Bitter ist, dass du nach dem Ausgleich postwendend ein Gegentor bekommst. Das war von der mentalen Seite dann ganz schwierig wegzustecken“, ärgerte sich der SVM-Coach.

Warum sein Team das Momentum nachdem man sich zweimal zurückgekämpft hat, nicht nutzen konnte, konnte sich der Burgenländer nicht erklären.

„Vielleicht ist es die mangelnde Courage oder der fehlende Glaube an die eigene Stärke. Auch in Hütteldorf hätten wir uns mehr zutrauen können. Das fehlt ein wenig.“

Bürger haderte

Patrick Bürger trauerte der vergebenen Chance ebenfalls hinterher. „Wir hatten am Anfang Probleme, waren nicht aggressiv genug. Nach 35 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen. Austria hatte eigentlich keine großen Chancen. Bei den Toren waren Stellungsfehler dabei. Wir waren nicht am Mann. Es gab individuelle Fehler. Wir müssen es besser machen. Dennoch hätten wir uns ein Remis verdient, denn Austria war sicher nicht die bessere Mannschaft.“

Die Burgenländer warten damit weiterhin auf den ersten Sieg in der laufenden Saison und rangieren mit vier Zählern punktgleich mit Tabellenschlusslicht Kapfenberg auf Rang neun.

„Müssen es besser machen“

Dass drei der vier Zähler ausgerechnet gegen die „Großen“ eingefahren wurden, ist für Lederer ein schwacher Trost.

„Es ist schön, wenn man gegen Salzburg, Rapid, Sturm und Austria gut aussieht, im Endeffekt zählen aber nur die Punkte und da haben wir in vier Spielen nur drei geholt. Es wären aber sechs drinnen gewesen.“

Bürger abschließend: „Wir müssen es in Zukunft einfach besser machen und punkten…“

Martin Wechtl

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