"Im ungefährlichen Bereich so aggressiv wie möglich"

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Die Wiener Austria erzielt im Durchschnitt zwei Tore pro Liga-Spiel.

Ein starker Wert.

Der SC Wr. Neustadt kassiert im Durchschnitt 1,8 Gegentore pro Spiel.

Ein schwacher Wert.

Business as usual

Die Ausgangslage vor dem Duell in Niederösterreich ist also klar. Es ist zu erwarten, dass die Gäste angreifen und die Hausherren verteidigen.

Business as usual für die Truppe von Peter Stöger. Das belegt die Statistik.

Die meisten gegnerischen Torschüsse

114 Mal haben die Gegner in der laufenden Saison bereits auf das von Jörg Siebenhandl gehütete Tor geschossen – so oft wie auf kein anderes. Nach sechs Runden lag der KSV mit 103 auf Rang zwei.

Zudem muss Wr. Neustadt mit den meisten gegnerischen Flanken (92) und Eckbällen (41) zurechtkommen.

Und auch bei defensiven Zweikämpfen weist die Mannschaft einen überaus schwachen Wert von 49,4 Prozent gewonnenen auf. Nur die Admira rangiert in dieser Kategorie mit 48,9 Prozent hinter dem SCWN.

Schwächeln in der Schlussphase

Hinzu kommt, dass Siebenhandl statistisch nicht gerade der sicherste Goalie ist. Lediglich 65,6 Prozent der Torschüsse konnte er abwehren. Nach sechs Runden wiesen nur Thomas Gebauer und Szabolcs Safar schwächere Werte auf.

Eine weitere Schwäche der Niederösterreicher: In der Schlussphase scheinen Kraft und Konzentration nachzulassen. Sechs Gegentreffer fielen in der letzten Viertelstunde.

"Spielfluss im Keim ersticken"

Coach Stöger hat für das Spiel gegen die Violetten jedenfalls bereits ein Konzept parat und verrät dieses auch: „Es ist wichtig, den Spielaufbau zu stören und den Spielfluss im Keim zu ersticken.“

„Wir müssen versuchen, die Räume eng zu machen, da geht es aber nicht zwingend um die Räume eines Roland Linz, sondern es geht darum, zu verhindern, dass die Bälle in diese gefährlichen Bereiche kommen.“

„Man muss versuchen, in einem ungefährlichen Bereich so aggressiv wie möglich zu spielen, dabei aber keine Standardsituationen für die Austria zu produzieren, da sie dabei immer zu ihren Möglichkeiten kommen.“

Schwache Austria-Bilanz

Der Trainer rechnet sich gegen den FAK durchaus Chancen aus, wenngleich er sein Team eindeutig als Außenseiter sieht: „Eine Überraschung ist möglich, wenn viele Komponenten zusammen passen und wir taktisch sowie läuferisch unsere Leistung bringen.“

Doch so überraschend wäre ein Punktgewinn der Niederösterreicher gar nicht. Denn die Veilchen haben sich in den vergangenen beiden Saisonen in Wr. Neustadt oft schwer getan.

Lediglich eines von vier Spielen konnte die Mannschaft von Karl Daxbacher für sich entscheiden, zwei Mal siegten die Gastgeber, ein Duell endete mit einem Remis.

Simkovic glaubt an die Chance

Deswegen meint Tomas Simkovic auch: „Ich glaube, dass wir eine reelle Chance haben, die Austria zu schlagen. Wir müssen sicherlich hart dafür arbeiten und die Zweikämpfe annehmen.“

Und die Stöger-Elf muss auch dem gegnerischen Druck, unter dem sie fast in jeder Partie steht, standhalten.

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