Admira kämpft sich mit starker Leistung nach vorne

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Aufsteiger Admira hat am Sonntag zum Abschluss der 6. Runde der Fußball-Bundesliga einen überraschenden 4:2-(1:1)-Auswärtssieg gegen die Austria gefeiert.

Die Wiener gingen zwar durch Alexander Gorgon (26.) programmgemäß in Führung, ein Triplepack von Philipp Hosiner (40., 52., 64.) brachte aber die durchaus verdiente Wende für die lauffreudigeren Niederösterreicher.

Nach dem Anschlusstreffer der Austria von Zlatko Junuzovic (80.) setzte Daniel Toth für die Admiraner den Schlusspunkt (95.) unter eine spektakuläre Partie.

Debütantenball in Favoriten

Für die beiden 22-jährigen Gorgon und Hosiner waren es jeweils die ersten Treffer im heimischen Oberhaus. Die Admira-Truppe von Trainer Dietmar Kühbauer bleibt damit die Sensation der noch jungen Saison, die Südstädter liegen mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Salzburg auf Rang zwei.

Die Austria hätte drei Tage nach dem Erreichen der Europa-League-Gruppenphase mit einem vollen Erfolg die Tabellenführung übernommen, stattdessen musste man jedoch die erste Saison-Heimpleite hinnehmen.

Die Admira feierte den ersten Sieg gegen die Austria seit 5. April 2003, seitdem hatte es bei zwei Remis gleich elf Niederlagen gesetzt.

Daxbacher muss umstellen

Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Nacer Barazite konnte Austria-Trainer Karl Daxbacher zum ersten Mal seit einem Monat nicht sein bewährtes Offensivquartett aufbieten.

Anstelle von Barazite durfte auf der rechten Seite erstmals in dieser Saison Gorgon beginnen, Marko Stankovic stand hingegen nicht im Kader.

Vor den Augen eines Vertreters des ersten Europa-League-Gegners Metalist Charkiw (15. September) vergab Peter Hlinka die Chance auf die frühe Austria-Führung, Verteidiger Christopher Dibon blockte seinen Schuss in höchster Not ab (11.). Die Admira spielte engagiert mit und prüfte per Kopfball von Issiaka Ouedraogo Austria-Goalie Pascal Grünwald (14.).

Knackpunkt Abseitstor

Mit einer kleinen Portion Glück kam die Austria zum 1:0: Ein Pass von Zlatko Junuzovic wurde von Admiras Richard Windbichler genau zu Gorgon abgefälscht, der Barazite-Ersatz fackelte nicht lange und traf volley aus 13 Metern genau ins linke Eck (26.).

Fünf Minuten später erhöhte Tomas Jun regelkonform auf 2:0, Referee Alexander Harkam entschied jedoch fälschlicherweise auf Abseits (31.).

Auftakt der Hosiner-Festspiele

Admira-Goalie Hans-Peter Berger entschärfte einen Freistoß-Hammer von Markus Suttner (38.), im Gegenzug wurde die engagierte Admira mit dem 1:1 belohnt.

Nach Querpass von Patrik Jezek schlenzte Hosiner den Ball ins Austria-Tor (40.). Wie für Gorgon war es auch für Hosiner der Premierentreffer im österreichischen Oberhaus.

Austria nicht fit genug

Hosiner musste aber nicht lange auf sein Tor Nummer zwei warten. Nach Fehlpass von Gorgon lief Jezek auf der linken Seite auf und davon, sein Querpass landete über die Umwege Ouedraogo, Hlinka und Gorgon bei Hosiner - und dieser schoss zur Admira-Führung ein (52.).

Bei den Austrianern waren die Belastungen der jüngsten englischen Wochen nicht mehr zu übersehen, deshalb brachte Daxbacher in Form von Florian Mader und Dario Tadic frisches Blut.

Auswechslung nach Tor drei

Doch die Admira ließ sich auch dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Grünwald konnte einen Schuss von Ouedraogo nur kurz abwehren, Hosiner war zur Stelle, staubte zum 3:1 ab (64.) und machte damit seine persönlichen Festspiele in Wien-Favoriten endgültig perfekt.

Kühbauer nahm Hosiner wenig später vom Rasen (70.), und ohne ihn gerieten die Admiraner noch in Bedrängnis.

Tormannfehler bringt nochmals Spannung

Unter kräftiger Mithilfe von Berger gelang der Austria das 2:3 (80.): Der Admira-Goalie wollte eine Junuzovic-Flanke locker über die Latte drehen, schlug sie sich aber ins Kreuzeck.

Im Finish fehlte der Austria die Kreativität, um den dichten Abwehrriegel der Admiraner zu knacken. Am nächsten kamen die Favoritner dem 3:3 bei einer Attacke von Dibon an Tadic, der Elferpfiff blieb jedoch aus (90.).

In der letzten Minute der Nachspielzeit bezwang auch noch der eingewechselte Toth Austria-Goalie Grünwald (95.).

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