Maierhofer-Debüt ohne Tore

Aufmacherbild
 

Rapid nimmt einen Punkt aus Salzburg mit

Aufmacherbild
 

Das Spitzenspiel der 6. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Rapid hat am Sonntag vor 15.500 Zuschauern ein 0:0 gebracht.

Die Hütteldorfer hatten vor der Pause ein klares Übergewicht, nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber über weite Strecken als bessere Mannschaft.

Zu einem Torerfolg reichte es für sie aber auch deswegen nicht, weil der überraschend von Beginn an aufgebotene Neo-"Bulle" Stefan Maierhofer beim Debüt für den Vizemeister ausgerechnet gegen seinen Ex-Club farblos blieb.

Rapid beginnt stark

Die 0:3-Derby-Schlappe vor einer Woche hatte bei Rapid scheinbar überhaupt keine Spuren hinterlassen - die Gäste begannen voller Selbstvertrauen, attackierten früh und brachten die Salzburger vor allem in den ersten 15 Minuten gehörig in Bedrängnis.

In der 3. Minute lief der wieder als Solospitze aufgebotene Salihi nach Hofmann-Pass allein auf Gustafsson zu, scheiterte aber am "Bullen"-Schlussmann, der sieben Minuten später bei einem Schuss von Hofmann neuerlich sein ganzes Können aufbieten musste.

Gefährlich wurde es auch in der 13. Minute, als Alar nach einem kurz abgespielten Freistoß das Außennetz traf.

Salzburg hatte nichts entgegenzusetzen

Die Hausherren hatten in dieser Phase dem 4-2-3-1 Rapids mit Alar und Trimmel an den Flügeln und dem verbesserten Hofmann im Zentrum überhaupt nichts entgegenzusetzen, was möglicherweise auch mit ihrer veränderten Spielanlage zu tun hatte.

Wegen der Hereinnahme von Maierhofer zugunsten von Leonardo, der laut Sportdirektor Heinz Hochhauser wegen einer leichten Muskelverhärtung vorerst geschont wurde, stellte Coach Moniz von einem 4-3-3 auf ein 4-4-2 um, dessen Umsetzung dem Vizemeister große Probleme bereitete.

Erst nach rund 20 Minuten kam eine gewisse Stabilität ins Salzburger Spiel, und prompt trat auch Maierhofer in Erscheinung.

In der 26. Minute setzte der Niederösterreicher einen Kopfball deutlich über das Tor, in der 36. Minute verfehlte er eine Freistoßflanke von Leitgeb knapp und kurz vor der Pause wurde der 29-Jährige fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen - allerdings wäre Maierhofer ohnehin an Payer gescheitert.

Moniz reagierte in der Pause

Moniz reagierte in der Pause auf Rapids Überlegenheit, die sich unter anderem in einem Eckball-Verhältnis von 10:1 manifestierte:

Der in der 7. Minute für den verletzten Svento gekommene Linksverteidiger Jefferson war gegen Trimmel völlig überfordert und musste den Platz für Sekagya räumen, außerdem agierte Maierhofer ab sofort als Solospitze mit Zarate und Alan an den Flügeln und Jantscher im offensiven Zentrum.

Dadurch erhielten die Salzburger ein spielerisches Übergewicht, was jedoch nur zu Halbchancen führte - Payer war bei Schüssen von Zarate (48.), Jantscher (54.) und vom eingewechselten Leonardo (77.) auf dem Posten. Die einzige Rapid-Chance in den zweiten 45 Minute - einen Schuss von Schrammel - parierte Gustafsson in der 83. Minute.

Wenige Sekunden vor Schluss verhinderte Trimmel einen Torschuss von Alan aus kurzer Distanz - der Brasilianer verletzte sich dabei ohne Fremdeinwirkung und musste mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung vom Platz getragen werden.

Rapid-Fans bleiben stumm

Die Hütteldorfer, für die es von den knapp 1.000 mitgereisten Fans wieder keine organisierte Unterstützung gab, warten seit dem 7:0 am 23. März 2008 auf einen vollen Erfolg in Wals-Siezenheim, holten aber auch in den jüngsten fünf Auswärtsduellen mit Salzburg immer ein Remis.

Allerdings beendeten sie die bereits vierte Partie en suite ohne Torerfolg und warten seit dem 23. Juli (2:0 in Wiener Neustadt) auf einen Sieg.

Die seit zwölf Liga-Partien ungeschlagenen Mozartstädter wiederum konnten ihre Heimschwäche unter Moniz weiterhin nicht ablegen.

Unter dem Niederländer steht die Bilanz vor eigenem Publikum bei zwei Siegen, vier Remis und zwei Niederlagen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen