Bullen-Serie gegen Sturm hält

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Souveräner Sieg der Wiener Austria bei Rapid

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Die Austria hat am Sonntag das 298. Wiener Derby gegen Rapid souverän mit 3:0 (1:0) gewonnen.

Die Violetten setzten sich vor 31.800 Zuschauern im Happel-Stadion durch Tore von Nacer Barazite (15.), Zlatko Junuzovic (52.) und Roland Linz (66.) durch.

Rapid bot im Duell der Erzrivalen zwar lange Zeit Kampfgeist und Begeisterung, zeigte jedoch im Spielaufbau und Abschluss große Schwächen.

Rot für Prokopic im Finish

Die Austria präsentierte sich hingegen harmonischer, strukturierter und vor allem kaltschnäuziger.

Der Frust Rapids entlud sich im Finish in einem bösen Foul von Boris Prokopic an Georg Margreitter, Prokopic sah dafür die Rote Karte (86.).

Rapid ist im Happel-Stadion weiterhin seit 2001 ohne Derby-Erfolg, seitdem hat es im Prater mittlerweile fünf Austria-Siege en suite gegeben.

Pichler statt Heikkinen

Nach der Machtdemonstration in Wien reisen die Austrianer mit breiter Brust zum Play-off-Rückspiel der Europa League am Donnerstag in Rumänien gegen Medias (Hinspiel 3:1).

Peter Schöttel ließ in seinem ersten Derby als Rapid-Trainer Markus Heikkinen auf der Ersatzbank sitzen und bot stattdessen Harald Pichler im defensiven Mittelfeld auf.

Mario Sonnleitner nahm dafür Pichlers Platz in der Innenverteidigung ein. Auch im Angriff entschied sich Schöttel für die jüngere und flinkere Variante, Deni Alar bekam den Vorzug gegenüber Hamdi Salihi.

Grünwald statt Liendl

Schöttels Suche nach seiner Idealbesetzung scheint längst nicht abgeschlossen zu sein, Rapid gleicht aktuell noch einer "Baustelle".

Karl Daxbacher bestritt bereits seinen 13. Lokalschlager als Austria-Chefcoach und setzte auf etwas mehr Defensive als in den jüngsten Partien gegen Kapfenberg (5:0) und Medias, deshalb begann Alexander Grünwald anstelle von Michael Liendl als Abräumer im Mittelfeld.

Das bremste jedoch den Spielfluss seiner Truppe keinesfalls.

Erst Latte, dann Tor

Einen Schuss von Tomas Jun aus 16 Metern an die Latte (10.) beantworteten die Rapidler mit einer Riesenchance von Alar, dessen Versuch in höchster Not von Manuel Ortlechner abgeblockt wurde (11.).

Nach einer Viertelstunde ging Violett in Führung, nach Querpass von A. Grünwald bezwang Barazite Rapid-Goalie Helge Payer mit einem Flachschuss ins linke Eck (15.).

Nach bereits acht Toren in der Europa-League-Qualifikation traf der "Mr. Europacup" aus den Niederlanden somit erstmals auch in der laufenden Bundesliga-Saison.

Alar vergibt Ausgleichschance

Trotz des Gegentreffers blieb Rapid engagiert und die Austria-Defensive zunächst immer wieder anfällig.

Doch im Gegensatz zur effizienten Austria war Rapid im Abschluss alles andere als kaltschnäuzig. Alar (18.), Prokopic (19.), Atdhe Nuhiu (19.) sowie Steffen Hofmann (30./Freistoß) scheiterten allesamt an Austria-Tormann Pascal Grünwald.

Danach flachte die Partie ab, die Austria, die durch Peter Hlinka noch einmal Payer prüfte (34.), brachte die knappe Führung souverän in die Pause.

Traum-Kombination zum 3:0

In den ersten Minuten nach dem Wechsel versuchte es Rapid durch Hofmann (48.), Alar (49.) und Pichler (51.), die Grün-Weißen erhielten danach aber neuerlich eine Lektion in Sachen Effizienz und Kurzpassspiel.

Über Barazite und Linz kam Junuzovic an den Ball, sein Schuss wurde beim Rettungsversuch von Thomas Schrammel ins eigen Tor abgefälscht (52.).

Den Höhepunkt der Partie lieferten die Austrianer dann beim 3:0 ab. Nach schöner Kombination über Markus Suttner, Junuzovic, Jun und noch einmal Junuzovic rollte Linz den Ball locker ins leere Tor (66.).

Keine organisierte Unterstützung bei Rapid

Im Finish mähte der frustrierte Prokopic Margreitter um und flog mit Rot vom Platz (86.).

Auf den Rängen hatten die Rapidler ein klares Fan-Übergewicht, der harte Kern der Anhänger verzichtete aber auch im Derby auf organisierte Unterstützung in Form von Sprechchören und Spruchbändern.

Seit den von Rapid getroffenen Maßnahmen als Folge des Platzsturms im Hanappi-Stadion ist das Verhältnis zwischen dem Club und einigen Fans weiter gespannt.

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