Sulimanis Schuss ins Glück

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3:0 für Austria - ohne Schande

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Sulimani: Mann für die wichtigen Tore

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Emin Sulimani hat am Samstagabend in der Bundesliga wieder einmal zugeschlagen.

Der 25-jährige Offensivspieler rettete Aufsteiger Admira mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:2 im Tivoli-Stadion gegen den FC Wacker Innsbruck noch einen Punkt.

Sulimani beendet Durststrecke

Sulimani beendete damit nicht nur seine persönliche Durststrecke mit dem ersten Torerfolg seit dem 24. März 2010 (1:0-Erfolg der Austria in Ried), sondern zeigte einmal mehr, dass er ein Mann für wichtige und entscheidende Tore ist.

Sulimani hat eine Leidenszeit hinter sich. In der vergangenen Saison war er für Absteiger LASK verletzungsbedingt (Leistenbruch und Schambeinentzündung) nur zu neun Saisoneinsätzen gekommen.

Bisher nur Kurzeinsätze

Auch sein Engagement bei den Niederösterreichern hatte aufgrund eines Muskelfaserrisses schlecht begonnen, deshalb brachte er es bisher auch nur auf vier "Joker-Kurzeinsätze", wie am Samstag, wo er ab der 77. Minute mitwirken durfte.

Sulimani hat für Ried, die Austria, den LASK und nun die Admira 146 Bundesligapartien absolviert, die Hälfte seiner zwölf Bundesliga-Tore waren spielentscheidend.

Dazu sind Sulimani-Treffer ein gutes Omen, immer wenn der Oberösterreicher getroffen hatte, gab es dann einen Sieg (neun Mal) oder wie am Samstag zumindest einen Punktgewinn.

Mit zwei Ausnahmen: Am 9. Dezember 2006 hatte er beim Heim-1:2 von Ried gegen Rapid getroffen, zudem auch bei der 1:2-Auswärtsniederlage der Austria in Altach am 27. Februar 2009.

"Hatten die feinere Klinge"

Sulimanis Freistoß, der von Schreters Ellbogen abgefälscht wurde, bescherte den Admiranern den ersten Saison-Auswärtspunkt. "Ich bin mit der Punkteteilung zufrieden, weil wir die feinere Klinge hatten", sagte Admira-Trainer Didi Kühbauer.

Im Gegensatz zu den Innsbruckern, die nun schon seit vier Runden sieglos sind, aber zumindest über den ersten Torerfolg nach 6:07 Stunden jubeln durften.

"Ganz bitter, aber die Mannschaft hat sich dies selbst zu zuschreiben", sparte Tirol-Trainer Walter Kogler nicht mit Kritik.

Vier kuriose Tore

Vier Tore fielen am Samstag am Tivoli, die allesamt für Diskussionen sorgten. Die Tiroler gingen durch einen umstrittenen Elfmeter vor der Pause in Führung.

Schiedsrichter Pammer verteidigte seine Entscheidung: "Das war ein klarer Kontakt, ich bin wenige Meter entfernt gestanden. Eine Attacke, die nicht nur fahrlässig, sondern auch rücksichtslos war."

Die Admira glich durch ein kurioses Eigentor von Innsbrucks Abwehrchef Inaki Bea aus.

Hektische Schlussminuten

Als in den hektischen Schlussminuten Tirol erneut durch den bis dahin blass agierenden Merino in Führung ging, schien die Partie gelaufen.

Doch Sulimani schlug wenige Sekunden vor dem Ende noch zu. "Ausgemacht waren fünf Mann in der Mauer, dann stehen nur vier drin", ärgerte sich Kogler. So könne man nicht gewinnen.

Trost für Wacker: Am Samstag geht es wieder in die Fremde nach Mattersburg und auswärts haben die Tiroler in dieser Saison noch nicht verloren.

Wr. Neustadt in der Fremde stark

Aufsteiger SC Wiener Neustadt zeigte mit dem bereits zweiten Auswärtssieg auf.

Der 2:0-Erfolg gegen Kapfenberg verdeutlichte, dass die Obersteirer ein gern gesehener Gegner der Niederösterreicher sind.

Die Truppe von Coach Peter Stöger ist in den jüngsten sieben direkten Duellen ungeschlagen geblieben (6 Siege, 1 Remis) und hat vier der fünf Bundesliga-Matches im Franz-Fekete-Stadion gewonnen.

"Lassen uns nicht blenden"

"Wir sind sehr glücklich. Aber wir haben uns von zwei schlechten Spielen nicht blenden lassen und werden uns jetzt auch nicht von diesem Sieg blenden lassen", sagte Stöger.

Während die Niederösterreicher wichtige Zähler im Abstiegskampf machten, rutschten die Steirer näher an das Tabellenende heran.

"Wir haben ein Sechs-Punkte-Spiel verloren, jetzt stehen wir voll im Abstiegskampf", war sich Kapfenbergs Trainersohn Michael Gregoritsch bewusst.

"Bitter, dass die Fans nicht zu uns halten"

Verärgert war der baldige Deutschland-Legionär über die eigenen Anhänger. "Es ist bitter, dass die Fans nicht zu uns gehalten haben", sagte Gregoritsch, der eine Großchance ausgelassen hatte.

Die mangelnde Chancenauswertung war der Knackpunkt im Spiel. "Viel bessere Chancen kann man nicht bekommen. Wir müssen weiter arbeiten, um aus diesem Sumpf wieder herauszukommen", meinte Dominique Taboga.

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