"Traurig, dass er für Vergangenheit bezahlen muss"

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„Natürlich hätten wir uns mehr erwartet.“

Patrick Tischler sprach aus, was sich alle Admiraner nach dem 1:1 gegen die SV Ried dachten.

In einem offenen Spiel erlitten die Südstädter im Kampf um einen internationalen Startplatz einen leichten Rückschlag, haben aber immer noch einen Punkt Vorsprung auf die Austria.

Also kam Trainer Didi Kühbauer zu der Erkenntnis: „Schlussendlich kann man mit dem Unentschieden zufrieden sein.“

Sulimani am Knöchel verletzt

Weitaus weniger zufrieden war er mit den Vorkommnissen rund um die 35. Minute. Nach einem Foul von Lukas Rotpuller blieb Benjamin Sulimani verletzt liegen, musste mit Verdacht auf Bänderriss im Knöchel vom Platz getragen werden.

Das Problem an der Sache: Referee Manfred Krassnitzer pfiff das Vergehen nicht, ließ weiterspielen. „Dabei ist er nur vier Meter entfernt gestanden“, ärgerte sich Kühbauer.

"Traurig, dass er bezahlen muss"

„Anscheinend ist Benjamin für die Schiedsrichter ein Mensch zweiter Wahl. So wie ich es eine Zeit lang war. Ich finde es sehr, sehr traurig, dass er für seine Vergangenheit bezahlen muss“, so der Admira-Coach, der darauf anspielt, dass der Stürmer früher oft sehr leicht zu Boden ging.

Entschuldigen mussten sich die Innviertler jedenfalls nicht bei der Austria. Denn obwohl es für die Rieder in der Meisterschaft um nichts mehr geht, boten sie eine anständige Leistung.

„Wir haben unser Versprechen, uns gut zu präsentieren, auf jeden Fall gehalten“, freute sich Torschütze Daniel Beichler.

Schweitzer fand die richtigen Worte

Der Mittelfeldspieler weiter: „Der Trainer hat vor dem Spiel die richtigen Worte gefunden. Er hat gesagt, dass keiner so gesetzt ist, dass er sich runterlassen kann, weil er sonst im Cupfinale nicht spielt.“

Thomas Hinum ergänzte: „Die Motivation ist immer da. Immerhin geht es ja um Punkte.“

Punkte, die die Admira nur zu gerne eingefahren hätte. Aber der Aufsteiger nahm es nicht so schwer. Weil er immer noch vor dem FAK liegt, meinte Kühbauer: „Es hat sich ja nichts verändert.“

Harald Prantl

„Und der vierte Schiedsrichter (Anm.: Gerhard Grobelnik) hat sich draußen über uns lustig gemacht.“

"Das ist nicht zu entschuldigen"

„Die sollten sich alle hinterfragen. Die kriegen auch bezahlt dafür. Die Spieler sind keine Rotzlöffel! Sie sollen das Spiel so runterpfeifen, dass man nachher sagen kann: Es war in Ordnung. Das ist aber leider sehr selten der Fall. Speziell bei Krassnitzer, wo es eigentlich nie der Fall ist. Er hatte nicht einmal dieses Spiel unter Kontrolle“, echauffierte sich Kühbauer.

Und der Trainer gab auch Rotpuller noch etwas mit: „Er hat ganz genau gewusst, was er tut. Das ist nicht zu entschuldigen.“

„Haben unser Versprechen gehalten“

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