Sturms letzte Chance auf die Europa Leauge

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Aufsteiger Admira hat am Donnerstag die Chance, Meister Sturm Graz mit einem Auswärtssieg im direkten Duell aus dem Europacup-Rennen zu werfen.

Die Niederösterreicher nehmen derzeit den begehrten dritten Rang ein, der zum Start in der Europa-League-Qualifikation berechtigt, und haben auch noch die zweitplatzierten Rapidler in Reichweite. Für Sturm gilt es in den letzten drei Runden vier Punkte auf die Südstädter gutzumachen, um eine Saison ohne internationales Geschäft noch zu vermeiden.

Admira wartet auf den ersten Sieg in der UPC-Arena

Die Admiraner feierten zuletzt drei Auswärtssiege in Folge und agierten in guter Form, an die UPC-Arena haben sie aber keine guten Erinnerungen.

In der Sturm-Heimstätte haben die Südstädter noch nie gewonnen, der letzte Auswärtssieg gegen Sturm gelang am 5. November 1996 (3:1) noch in der damaligen "Gruabn". "Das ist mir gleich, es gibt immer wieder die Chance, das zu ändern", sagte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer.

Mit einem Punkt wäre der Aufsteiger schon zufrieden. "Nicht zu verlieren, würde unsere Position noch verbessern", ist sich der 41-Jährige bewusst.

Wackelkandidat Schrott

Nur auf ein Remis zu spielen wollen die Admiraner aber nicht. "Sturm ist noch immer voll dabei, hat die letzte Chance und muss gewinnen. Wir wollen gewinnen", sagte Kühbauer zur Ausgangslage.

Die jüngsten drei Liga-Auswärtserfolge wollte Admiras Trainer nicht überbewerten. "Sturm ist ein anderes Kaliber als Kapfenberg (3:2), Mattersburg (2:1) und Wiener Neustadt (4:1)", erinnerte Kühbauer.

Seine Truppe müsse daher genauso auftreten wie beim 3:2-Heimerfolg gegen die Austria am Samstag und von Beginn an hellwach sein. Der Einsatz von Andreas Schrott (Muskelprobleme) ist fraglich, für ihn würde Richard Windbichler in die Innenverteidigung rücken.

Reißt eine der beiden Serien?

Von der Papierform her ist ein spannendes Spiel zu erwarten, gelten doch sowohl die acht Runden ungeschlagenen Steirer als auch die fünf Spiele unbesiegten Admiraner als durchaus spielstark. Beide werden wohl ihr Heil in der Offensive suchen, um das Punktekonto aufzustocken.

"Ich gehe davon aus, dass die Austria die nächsten zwei Spiele gewinnt. Mit sechs Punkten haben wir gute Chancen", sagte Kühbauer im Hinblick auf das Erreichen eines Europacup-Platzes. Sturm benötigt demgegenüber wohl drei Siege, um Platz drei zu erreichen.

Der erste muss am Donnerstag eingefahren werden. "Eine Serie wird reißen, ich hoffe, dass es die der Admira sein wird", sagte Sturm-Coach Thomas Kristl. Gewarnt ist man im Grazer Lager aber auf jeden Fall. "Die Auswärtsstärke der Admira kommt nicht von ungefähr", erinnerte Kristl an die jüngsten Siege der Admiraner in der Fremde.

Für Sturm zählt nur ein Sieg

Bei einem Sieg wären die Grazer bis auf einen Punkt an den Südstädtern und auch der Austria (im Falle eines Sieges der Wiener gegen Wiener Neustadt) dran und damit wieder mitten im Rennen um einen internationalen Startplatz.

"Wir müssen einen Heimsieg einfahren. Das geht am besten, indem wir eine Reaktion auf die schwache Leistung im Spiel gegen Wiener Neustadt (0:0) zeigen", nahm Kristl seine entthronten Meisterkicker in die Pflicht.

In der jetzigen Situation bringe es auch nichts, groß nach Fehlern zu suchen. "In unserer derzeitigen Situation ist weniger reden mehr", betonte Sturms Coach. Und Sturms Wirtschafts-Geschäftsführer Christopher Houben sprach Klartext: "Die Zeit der Unentschieden ist vorbei, jetzt zählen nur noch Siege."

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