Tiroler entscheidet Steirerderby

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Sturm gewinnt letztes Steirer-Derby der Saison

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Meister Sturm Graz hat seine Chancen auf eine Europacup-Teilnahme in der kommenden Saison am Samstag gewahrt.

Die Grazer setzten sich im Steirer-Derby gegen den Kapfenberger SV glücklich mit 2:1 (0:0) durch.

Die Tore erzielten Matthias Koch (57.) und Andreas Hölzl (89.) jeweils mit Distanzschüssen bzw. Dieter Elsneg per Kopf (70.).

KSV rückt Abstieg näher

Sturm liegt damit weiterhin zwei Zähler hinter der Austria und der Admira, die derzeit die Ränge drei und vier einnehmen.

Für Schlusslicht Kapfenberg scheinen dagegen langsam die Lichter auszugehen.

Vier Runden vor Schluss fehlen den Obersteirern weiter neun Punkte auf Wr. Neustadt und den rettenden neunten Platz.

Weber mit Gehirnerschütterung

Die 11.000 Zuschauer sahen in der Anfangsphase ein äußerst schwaches Regionalduell - das wohl letzte für einige Zeit.

Sturm-Kapitän Manuel Weber musste nach einem Zusammenstoß mit Florin Lovin früh mit leichter Gehirnerschütterung vom Platz.

An seiner Stelle kam Hölzl, auf den Interimscoach Thomas Kristl in seinem dritten Spiel im Amt vorerst verzichtet hatte (23.). Die Routiniers Mario Haas und Patrick Wolf fanden nicht einmal auf der Ersatzbank Platz.

Elf Österreicher in Startelf

Die Trainerfrage für die kommende Saison ist in Graz nach der Trennung von Meistermacher Franco Foda nach wie vor die bestimmende.

Paul Gludovatz will bereits in naher Zukunft Ergebnisse präsentieren. "Es engt sich in den nächsten Tagen stark ein", erklärte der neue Sportchef im Sky-Interview.

Kristl, der nach zwei Remis seinen ersten vollen Erfolg als Sturm-Coach bejubeln durfte, ist offensichtlich nicht Teil der Überlegungen. Der Deutsche setzte in der Startformation auf elf Österreicher, darunter Rubin Okotie als Solospitze.

Okotie als Gefahrenherd

Okotie fand vor der Pause auch die einzigen Chancen vor. Der Stürmer scheiterte nach Vorarbeit von Haris Bukva erst an KSV-Torhüter Raphael Wolf (36.), dann setzte er eine Koch-Flanke per Kopf über das Tor (39.).

Nach Seitenwechsel fand Sturm etwas mehr Räume vor, die Führung war dennoch glücklich.

Kochs Fernschuss aus 25 Metern sprang von der Latte an Wolfs Hand und von dort ins Tor.

Wolf bester Kapfenberger

Dafür durfte sich Wolf mit Paraden gegen Joachim Standfest (65.) und Florian Kainz (79.) auszeichnen.

Auf der Gegenseite schlug Elsneg aus vollem Lauf nach Maßflanke von Rene Pitter zu.

Zuvor hatte Mark Prettenthaler mit einer abgerissenen Flanke die Außenstange getroffen (63.). Dazu parierte ÖFB-Teamkeeper Christian Gratzei gegen den alleine gelassenen KSV-Stürmer Nathan Junior (72.).

Abgefälschter Schuss bringt Sieg

Im Finish rettete der eingewechselte Hölzl dann auch noch die drei Punkte. Der Schuss des Mittelfeldspielers wurde von Michal Hanek unhaltbar für Wolf abgefälscht.

Schon das erste Heimspiel gegen Kapfenberg hatte Sturm erst in der Schlussphase durch ein Tor von Darko Bodul entschieden (1:0/96.).

Sturm ist nun bereits sieben Runden ungeschlagen und außerdem das beste Heimteam der Liga. Von den vergangenen 19 Heimspielen haben die Grazer nur eines verloren.

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