Rapid und Sturm spielen am Sonntag auf Sieg

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Der Schlager der 31. Runde hat sowohl für Rapid als auch für Sturm Graz mehr als richtungsweisenden Charakter.

Die zweitplatzierten Hütteldorfer benötigen am Sonntag (16.00 Uhr) im wohl ausverkauften Hanappi-Stadion dringend einen Sieg, um die Chance auf den Titel zu wahren, der Tabellenfünfte aus der Steiermark muss im Kampf um eine Europa-League-Teilnahme ebenfalls punkten.

Steigerung benötigt

Rapid-Trainer Peter Schöttel ist sich über die Bedeutung der Partie im Klaren. "Wir wissen, dass es für uns und für Sturm Graz ein entscheidendes Match ist", sagte der Wiener und verlangt von seinen Kickern eine Steigerung im Vergleich zur Nullnummer im Derby.

"Dass wir uns im Vergleich zum Austria-Spiel verbessern müssen, ist klar. Ich wünsche mir, dass von Beginn an der Funke überspringt."

Optimistisch stimmt Schöttel unter anderem die Rückkehr von Guido Burgstaller und Thomas Prager, die gegen die Austria krankheitsbedingt fehlten.

Hofmann wohl noch nicht fit

Steffen Hofmann hingegen dürfte nicht rechtzeitig fit werden. Der zuletzt von einer Muskelblessur geplagte Kapitän trainiert seit Donnerstag teilweise wieder mit der Mannschaft, absolvierte bisher aber noch keine Sprints.

"Er tastet sich an seine Grenzen heran. Es schaut so aus, dass er auf einem guten Weg ist. Aber ob es sich bis Sonntag ausgeht, wage ich zu bezweifeln", meinte Schöttel.

Neben dem drohenden Ausfall des Spielmachers bereitet dem Rapid-Coach auch die System-Umstellung von Sturm Kopfzerbrechen. Beim 2:2 gegen Salzburg spielten die "Blackies" unter Thomas Kristl ein 4-1-4-1, während dessen Vorgänger Franco Foda konsequent auf ein 4-4-2 gesetzt hatte.

Sturm lässt Rapid im Ungewissen

"Wie immer, wenn man nicht genau weiß, wie der Gegner agiert, ist es gut, sich auf die eigenen Stärken zu verlassen", lautet Schöttels Parole. Sein Sturm-Widerpart Kristl hofft auf eine Fortsetzung des beim Salzburg-Match gezeigten Trends:

"Wichtig wird sein, dass wir gegen Rapid diese Leistung bestätigen und wiederholen können. Wenn wir nicht wieder in das alte Strickmuster zahlreicher Auswärtspartien zurückfallen, dann können wir auch aus Hütteldorf etwas mitnehmen."

Der Deutsche beobachtete am Sonntag das 0:0 im Wiener Derby und erhielt dabei nach eigenen Angaben keine neuen Aufschlüsse.

Nullnummer (fast) ausgeschlossen

"Rapid kennt Sturm, Sturm kennt Rapid, da gibt es keine Überraschungen. Viel wird von der Tagesverfassung abhängen. Es wird auf jeden Fall ein interessantes Spiel", prophezeite Kristl.

Für diese These spricht auch die Statistik: Seit 18. März 2001 endete kein Duell beider Clubs im Hanappi-Stadion 0:0, seit 7. Dezember 2003 (1:1) gab es im Westen Wiens bei einem direkten Aufeinandertreffen des Rekordchampions mit dem regierenden Meister immer einen Sieger.

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