Rapid verliert den Anschluss

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Rapid vergibt Sieg gegen Sturm

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Der SK Rapid Wien hat im Titelkampf der Bundesliga einen kleinen Rückschlag erlitten.
 
Die Hütteldorfer kamen am Sonntag zum Abschluss der 31. Runde gegen Meister Sturm Graz über ein 1:1-(1:0)-Heimremis nicht hinaus und liegen damit schon drei Punkte hinter Tabellenführer Salzburg zurück.
 
Die Grazer verabsäumten es, im Kampf um die Europacup-Plätze von den Niederlagen der Austria und Ried noch mehr zu profitieren.
 
Ihnen fehlen als Sechster zwei Zähler auf Rang drei und damit den zweiten Europa-League-Platz.
 
Schnelle Führung durch Burgstaller
 
Guido Burgstaller hatte die Gastgeber in einer starken ersten Hälfte in Führung (13.) gebracht. Sie verabsäumten es aber, weitere Treffer nachzulegen.
 
In der letzten halben Stunde präsentierten sich die Steirer von einer deutlich besseren Seite und wurden mit dem Ausgleich durch Rubin Okotie (61.) belohnt.
 
Damit gab es zum ersten Mal seit dem 7. Dezember 2003 (1:1) wieder einmal keinen Sieger im direkten Duell der beiden Teams im Hanappi-Stadion.
 
Schöttel verändert Startelf an fünf Positionen
 
Rapid-Coach Peter Schöttel nahm gegenüber der Nullnummer im Derby gleich fünf Veränderungen in der Startformation vor. Soma, Schrammel, die zuletzt kranken Burgstaller und Prager sowie Grozurek rückten in die Mannschaft.

Katzer und Prokopic mussten wegen einer Verletzung passen, Pichler fehlte krankheitsbedingt. Drazan und Nuhiu mussten zu Beginn auf die Bank.
 
Bei den Grazern war demgegenüber genau jene 4-1-4-1-Formation am Werk, die zuletzt mit einem Last-Minute-Tor beim Heim-2:2 gegen Salzburg einen Punkt erkämpft hatte.
 
Flotte Partie
 
In einer flotten, dynamischen Partie suchten beide Teams von Beginn an den Weg nach vorne, verständlicherweise aufgrund des dringend benötigten Punktezuwachses im Kampf um die Meisterschaft sowie die restlichen Europacup-Plätze.
 
Die Grazer hatten schon in der Anfangsminute die Chance auf die Führung, der Abschluss von Kainz im Rutschen ging aber doch klar drüber.
 
Danach übernahmen aber die im Spiel nach vorne sehr kreativen Hütteldorfer das Kommando, boten vor der Pause die wohl bisher stärkste Leistung im Frühjahr und machten das Fehlen des noch nicht im Kader stehenden Mittelfeld-Strategen Steffen Hofmann vergessen.
 
Nach einem Einwurf von Schrammel setzte sich Burgstaller leicht gegen Koch durch und traf mit einem herrlichen Schuss knapp innerhalb des Strafraums genau ins kurze Kreuzeck zum 1:0 (13.).
 
Viele Rapid-Chancen
 
Die Führung hätte bis zur Pause höher ausfallen müssen. Ein Trimmel-Volley ging am langen Eck vorbei (22.) und ein Flachschuss des agilen Offensivspielers sprang von der Stange zurück ins Feld (28.).

Zudem musste sich Sturm-Goalie Gratzei bei einem Grozurek-Abschluss mit einer Fußabwehr zur Ecke (30.) sowie bei einem Prager-Schuss vom Sechzehner (43.) auszeichnen.
 
Sturm wird stärker
 
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zu Beginn nichts am Spielgeschehen, Rapid hatte die Partie im Griff und Klem musste in höchster Not vor Trimmel retten (46.).
 
Mit Fortdauer der zweiten Hälfte wachten die Gäste aus Graz aber auf und hielten voll dagegen. Königshofer hatte mit einem Kainz-Schuss schon seine Mühe (60.).
 
Eine Minute später war der Ausgleich perfekt. Standfest bediente Okotie, der ließ im Strafraum Sonnleitner schlecht aussehen und traf mit links aus elf Metern und aus der Drehung. Der Ex-Austrainer erzielte damit ausgerechnet im Hanappi-Stadion seinen zweiten Saisontreffer.
 
Offener Schlagabtausch
 
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Gratzei hinderte Alar zweimal am Abschluss (71.), auf der anderen Seite ging ein Schuss von Koch hauchdünn daneben (72.) und ein Versuch von Okotie ins Außennetz (74.).
 
In der 92. Minute ließ Bukva zweimal den Matchball aus, scheiterte zuerst an Königshofer und setzte den Nachschuss deutlich drüber. Damit gab es wieder einmal (schon seit dem 18. März 2001) kein 0:0 im direkten Duell der beiden Teams im Hanappi-Stadion.

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