Grünwald kehrt an alte Heimstätte zurück

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Nach Salzburg steht mit der Austria am Sonntag der nächste Titelanwärter der Bundesliga im Innsbrucker Tivoli auf dem Prüfstand.

Der Vizemeister siegte in der Vorwoche in einem von Rassismus-Vorwürfen überschatteten Spiel glücklich 1:0.

Mit den Wienern kommt ein weiterer Europacup-Starter und Tabellennachbar, gegen den Wacker das gegen Salzburg Versäumte nun nachholen will.

Statistik spricht für die Austria

"Man hat gesehen, dass wir auch Salzburg in Schwierigkeiten bringen können. Leider haben wir da nichts mitgenommen, jetzt müssen wir eben gegen die Austria etwas holen", trauerte Wacker-Coach Walter Kogler der unnötigen Niederlage gegen Salzburg noch nach.

Die Austria reist am Samstag per Flugzeug jedoch mit der Gewissheit nach Tirol, am Tivoli in jüngster Zeit stets gepunktet zu haben. Die letzte violette Niederlage datiert vom 28. Oktober 2007.

"Zu Hause haben wir gegen die Austria zuletzt zweimal nichts geschafft, es wird dieses Mal nicht viel einfacher sein", erklärte Kogler. In der vergangenen Saison siegte die auswärtsstärkste Mannschaft der abgelaufenen Saison 1:0 und 3:0. Von vergangenen Erfolgen will man sich im Austria-Lager aber nicht irritieren lassen.

"Wenn man vom Spiel gegen Salzburg ausgeht, hat Wacker nicht nur mitgehalten, sondern war die bessere Mannschaft", sagte Trainer Karl Daxbacher.

"Tormann-Tausch" im Sommer

Bei beiden Teams dürfen die Schlussmänner als "Spione" bezeichnet werden. Wacker-Keeper Szabolcs Safar stand sieben Jahre in Wien-Favoriten unter Vertrag, ehe er im Sommer gen Westen wechselte. Auf der Gegenseite machte Pascal Grünwald den ungekehrten Weg und übersiedelte nach vier Jahren am Tivoli in der Sommerpause Richtung Wien.

"Es waren schöne Jahre bei der Austria. Für mich ist es ein außergewöhnliches Spiel, aber die Aufgabe bleibt gleich. Ich hoffe auf eine ähnliche Leistung wie gegen Salzburg", meinte der 36-jährige Routinier Safar.

Grünwald, der sich im Wacker-Trikot bis ins Nationalteam gespielt hatte, stieß ins selbe Horn: "Klar ist die erste Rückkehr zu Wacker für mich ein besonderes Match, aber am Spiel selbst ändert sich für mich dadurch nichts."

Wacker-Ikone Grünwald

Auf den 28-Jährigen werden die Augen der heimischen Fans natürlich besonders gerichtet sein. Insgesamt absolvierte Grünwald nach seinem Wechsel zu Wacker im Jahr 2007 98 Spiele für die Schwarz-Grünen und hatte auch großen Anteil am Aufstieg 2010.

Vom Gegner kennt der Ex-Kapitän der Innsbrucker ebenso wie Safar alle Stärken und Schwächen. Das Erfolgsrezept gegen seinen Ex-Keeper kannte Kogler hingegen nicht genau. "Aus zwei, drei Metern werden wir ihn schon bezwingen", scherzte der Kärntner.

Austria in Bestbesetzung

Personell kann die Austria, für die es nach dem Auftritt in Tirol mit dem Europa-League-Heimspiel gegen Olimpija Ljubljana am kommenden Donnerstag weitergeht, in stärkster Formation antreten.

Coach Daxbacher überlegt in Anbetracht der englischen Wochen, dem einen oder anderen eine Pause zu gönnen - natürlich nur, falls gleichwertiger Ersatz vorhanden ist. Georg Margreitter ist in der Innenverteidigung wieder Thema, ebenso der Ex-Innsbrucker Fabian Koch an der rechten Flanke.

Wacker bangte vor dem Duell mit dem Tabellenvierten um die Fitness von Stürmer Miran Burgic. Den Slowenen plagt eine Hüftblessur, er will sich notfalls fitspritzen lassen. Auch Dario Dakovic will trotz eines Fasereinrisses in der Achillessehne einlaufen.

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