Schrammel als Rapids Trumpf gegen Ried

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Rapid steht am Sonntag (18.30 Uhr) der erste echte Prüfstein der noch jungen Saison bevor: Cupsieger und Europacup-Teilnehmer Ried gastiert im Hanappi-Stadion.

Während die Oberösterreicher in der Vorsaison die Wiener in der Tabelle hinter sich ließen, sieht die Sache nach zwei Runden derzeit ganz anders aus: Rapid ist nach zwei Siegen in zwei Spielen Tabellenführer, Ried mit nur einem Zähler Neunter.

Doch dank des 2:0-Erfolgs gegen Bröndby in der Europa League kommen die "Wikinger" mit breiter Brust nach Hütteldorf.

Statistik spricht für Rapid

Die Statistik nimmt sich aus Sicht der Gäste freilich traurig aus: In 28 Spielen gab es für die Rieder in Hütteldorf bei 7 Unentschieden noch keinen einzigen vollen Erfolg.

"Wir haben im Hanappi-Stadion noch nie gewonnen. Aber je länger eine Serie dauert, desto schneller geht sie auch zu Ende", meinte Ried-Manager Stefan Reiter, der vor allem auf eines hofft: "Den Erfolgsrun aus dem Bröndby-Spiel kann man ja auch nach Wien mitnehmen."

Noch nach dem Bröndby-Spiel radelten die Rieder auf ihren Hometrainern in der Kabine aus, Regeneration wurde bis zum Spiel in Wien groß geschrieben. "Wir müssen physisch okay sein", sagte Trainer Paul Gludovatz.

Kein Druck bei Ried?

"Unsere Laufleistung muss stimmen, die ist um die 20 Prozent mehr als die des Gegners." Tormann Thomas Gebauer war sich der Wichtigkeit des Spiels bewusst. "Wir sind mit der Tabellensituation nicht so zufrieden, da müssen wir schauen, dass wir anschreiben", sagte der Deutsche.

Gludovatz will keinen Druck verspüren: "Salzburg steht unter Druck, Rapid steht am Sonntag unter Druck", meinte er lapidar.

Dass die Oberösterreicher ein hartes Europa-League-Spiel in den Beinen haben, ist für Rapid-Trainer Peter Schöttel "normalerweise ein Vorteil. Aber man darf nicht vergessen, dass so ein Sieg auch Kräfte mobilisiert", sagte er vor seiner dritten Partie als Coach der Grün-Weißen.

Rapid psychisch in Topverfassung

Freilich ist auch die Schöttel-Elf nach zwei Auftaktsiegen in der Liga psychisch in Top-Verfassung, feierte zudem im Testspiel gegen Valencias Starensemble am Dienstag einen 4:1-Erfolg.

"Man darf nicht vergessen, dass die Spanier in der Vorbereitung sind. Aber wir haben auf jeden Fall Selbstvertrauen getankt, und das wird auch notwendig sein", erklärte Schöttel.

"Wir sind gegen die Admira holprig in die Saison gestartet, waren dann in Wiener Neustadt aber zumindest 30 Minuten lang bedeutend besser. Ich hoffe, dass die Entwicklung so weiter geht", betonte Schöttel, der aber noch nicht sagen kann, wie weit die Entwicklung seiner Truppe gediehen ist: "Weil ich nicht weiß, wo bei dieser Mannschaft das Ende der Fahnenstange ist."

Schrammel als Rapids Spion

Der Respekt vor dem Gegner ist hörbar vorhanden. "Ried hat in der vergangenen Saison Großes geleistet, in den bisherigen drei Bewerbsspielen ansprechende Leistungen gezeigt. Es ist eine kompakte Mannschaft, die genau weiß, was sie tut. Deswegen wird es sehr schwierig", erklärte Schöttel - und fügte im Hinblick auf das 3-3-3-1-System des Gegners ironisch hinzu: "Ich habe mit (Ex-Rieder, Anm.) Thomas Schrammel ja einen Spieler, der mir hoffentlich geholfen hat, das mysteriöse System der Rieder zu entschlüsseln."

Schöttel kann gegen Ried auch wieder auf Kapitän Steffen Hofmann zurückgreifen, der wegen Nackenproblemen kurz vor Anpfiff der Valencia-Partie passen musste. Der 30-Jährige war schließlich von Neo-Rapidler Thomas Prager vertreten worden, der nach seiner Verletzung erstmals in einem Pflichtspiel auf der Bank platznehmen wird.

Während Guido Burgstaller weiterhin ausfällt, könnte auch Christian Thonhofer wieder im Kader aufscheinen.

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