Statistik-Check der 3. Bundesliga-Runde

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Zahlen lügen nicht - oder doch?

Die Wahrheit liegt im Fußball bekanntlich am Platz - ein klarer Fall fürs Phrasenschwein.

Doch auch die Welt der Statistik wird im Fußball immer bedeutender.

Oft hilft das Zahlen-Material, das Gesehene am Feld zu bestätigen, bisweilen werden die Stats durch die Ergebnisse widerlegt - interessant ist ein Blick auf die Daten jedoch fraglos allemal.

Die LAOLA1-Datenbank powered by Impire bietet zu jedem Bundesliga-Spiel ausführliche und detaillierte Statistiken an.

Auch in dieser Saison gibt es wieder nach jeder Runde die wichtigsten Stats zu jedem (!) Spieler einer Mannschaft im Stat-Check von LAOLA1 - hier Runde 3:

 Admira - Wr. Neustadt 3:0

Tore: B. Sulimani (11., Seebacher), Jezek (29., B. Sulimani), Seebacher (32., Jezek)

Statistik-Schmankerl: Die Südstädter waren das klar bessere Team, was die Torschuss-Bilanz von 15:5 beweist. Nach der Pause gaben die Gäste gar nur einen einzigen Schuss auf das Tor der Hausherren ab. Auf Seiten der Gastgeber fällt besonders Benjamin Sulimani auf, der sieben Mal aufs Tor schoss und drei weitere Chancen vorbereitete - er war also an doppelt so vielen Torschüssen beteiligt wie die gesamte Stöger-Truppe. Keine lustige Zeit hatte Tomas Simkovic in der Südstadt - der Mittelfeldspieler wurde gleich zehn Mal gefoult. Er scheint das aber gut weggesteckt zu haben, ließ er sich doch zu keinem einzigen Vergehen hinreissen.

Rapid - Ried 0:0

Keine Tore

Statistik-Schmankerl: Rapids Schwäche spiegelt sich im Angriff wieder. 21 Mal nahmen die Hütteldorfer das gegnerische Tor unter Beschuss, allerdings ohne Erfolg. In den ersten 15 Minuten gaben sie 6 Torschüsse ab. Alleine Atdhe Nuhiu, der mit 44,6 % eine für einen Stürmer vorbildliche Zweikampfquote aufwies und 61 Ballkontakte beisteuerte, nahm neun Mal Maß. Köpfchen beweis Ragnvald Soma, der 91,7 Prozent seiner Kopfballduelle (11/1) für sich entschied. Rieds Anel Hadzic wird wohl von Christopher Trimmels Antritten träumen. 18 Mal kam es zum Duell der beiden Außenspieler, 13 Mal hatte der Rapidler das bessere Ende für sich. Ried ließ in der jungen Abwehr auch nach Glasners Platzwunde (25.) nichts anbrennen.

Kapfenberg - Sturm Graz 3:0

Tore: Micic (44., Wolf), Felfernig (67., Erkinger), Ordos (91., wendler)

Statistik-Schmankerl: Die Zweikampf-Statistik von 61:39 Prozent für Kapfenberg, spricht eine deutliche Sprache über die Probleme des SK Sturm dieser Tage. Der beste Zweikämpfer der Blackies, Thomas Burgstaller (53,5%), kommt mit Ach und Krach gerademal über die 50 Prozent Marke. Auf Seiten der Falken tat sich besonders Danijel Micic hervor. Der 22-Jährige gab drei Vorlagen zu Torschüssen und erzielte einen Treffer selbst. Für seine Vorstellung bekommt er die Note 9,4. Die beste im Spiel. Mit 78 Ballkontakte verzeichnete Martin Ehrenreich die meisten der Partie. Trotz der deutlichen Niederlage. haben die Grazer bei den Torschüssen (14:11) die Nase vorne. 

RB Salzburg - SV Mattersburg 0:0

Keine Tore

Statistik-Schmankerl: Die Burgenländer holten in der Mozartstadt überraschend einen Punkt. Während sie zu Beginn hin und wieder vor dem Tor der Hausherren auftauchten, gaben sie in der letzten halben Stunde keinen einzigen Torschuss mehr ab. Interessant, dass mit Patrick Bürger ausgerechnet ein Stürmer die beste Passquote (80 Prozent) des SVM aufweist. In dieser Hinsicht muss Salzburgs Alex lobend erwähnt werden - er spielte in 65 Minuten nur einen einzigen Fehlpass. Jedoch gewann er keinen einzigen der fünf Zweikämpfe gegen Alois Höller. In der Zentrale hatte unterdessen Simon Cziommer den Mattersburger Manuel Seidl fest im Griff - der Deutsche konnte sieben der acht Duelle für sich entscheiden.

Wacker Innsbruck - Austria Wien 0:0

Keine Tore

Statistik-Schmankerl: Die Innsbrucker hatten nicht nur die besseren Chancen, sondern auch mehr davon - 13:6 Torschüsse. Mehr vom Spiel hatte wiederum die Austria, die auf 59,8 Prozent der Ballkontakte kommt. Allerdings herrschte im Aufbauspiel der Violetten Ratlosigkeit. Dieser Umstand lässt sich am besten daran demonstrieren, dass sich Georg Margreitter und Peter Hlinka 49 Mal den Ball zuschoben (30 Mal Margreitter zu Hlinka, 19 Mal Hlinka zu Margreitter). Zum Vergleich: Die meisten Zuspiele auf der Seite der Tiroler hatten Georg Harding und Tomas Abraham mit 14. Erstaunlich ist die Statistik von Marcel Schreter, der sich während der 68 Minuten, die er am Feld stand, keinen einzigen Fehlpass leistete. Erwähnenswert ist auch Carlos Merino, der an nicht weniger als sechs Torschüssen beteiligt war. Überhaupt nicht zur Geltung kam unterdessen Roland Linz, der in 90 Minuten lediglich 15 Mal den Ball berührte.

Legende:

TS: Torschüsse
AS: Aufgelegte Torschüsse
BK: Ballkontakte
ZK (+/-): Gewonnene Zweikämpfe in Prozent (gewonnen/verloren in absoluten Zahlen)
F: Fouls
GF: Gefoult
Pässe (+/-): Angekommene Pässe in Prozent (Angekommene Pässe/Fehlpässe in absoluten Zahlen)

Note: Die Noten der Spieler sind jene, die auch im Bundesliga-Manager vergeben werden. Sie werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet. Ein Spieler erhält nur dann eine Note, wenn er mehr als 15 Minuten lang auf dem Feld stand. Andernfalls wird er mit 0 bewertet.

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