Duell um Rang drei in Ried

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Austria will späte Gegentore in Ried hinter sich lassen

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Die Wiener Austria will ihre leicht ansteigende Form am Samstag (18.30 Uhr) im Duell um Platz drei in Ried nutzen.

Die Wiener haben sich zuletzt mit Gegentoren in der Nachspielzeit gegen Meister Sturm Graz und Tabellenführer Salzburg selbst um vier Punkte und damit eine bessere Ausgangsposition im Titelrennen gebracht.

Die Rieder sind nach einem katastrophalen Start ins Frühjahr aber in der Bundesliga bereits fünf Runden unbesiegt.

Aufwärtstrend bei der Austria

"Ried ist zu Hause sehr stark und aggressiv", warnte Austria-Trainer Ivica Vastic. "Sie haben ein gutes, eingespieltes Kollektiv, weil sie schon länger zusammenspielen."

Diese Homogenität ist bei der Austria nach den Abgängen von Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic im Winter erst im Entstehen.

"Die Leistung der letzten beiden Spiele war positiv", meinte Vastic. "Der letzte Trend geht nach oben. Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Ich hoffe, dass wir das in Ried fortsetzen können."

Gorgon im letzten Duell Matchwinner

Immerhin ist es ein richtungsweisendes Spiel um die Europacup-Startplätze, die für Vastic als Ziel ausgegeben worden sind. Die Rieder liegen derzeit dank des um drei Treffer besseren Torverhältnisses vor der Austria auf Rang drei.

Im jüngsten direkten Duell in Wien bescherte Alexander Gorgon Vastic zum Frühjahrsstart mit zwei Toren ein gelungenes Debüt als Austria-Trainer (2:0).

"Die Spielweise von Ried liegt ihm", sagte Vastic über den Mittelfeldspieler. "Ich hoffe, er kann das erneut ausnutzen. Er ist konstanter geworden, hat mehr Ruhe und Routine."

Austria will späte Gegentore vergessen

An der Aufstellung will Vastic "wenig ändern", daher dürfte Ex-Kapitän Roland Linz vorerst erneut auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Verzichten muss er nach drei Rippenbrüchen weiterhin auf Linksverteidiger Markus Suttner. Sein Ersatzmann Marin Leovac ist zwar leicht angeschlagen, sollte aber spielen können.

Die späten Gegentore gegen Sturm (95.) und Salzburg (92.) wollen die Wiener hinter sich lassen. "Ganz aus den Köpfen soll es aber auch noch nicht sein", erklärte Vastic. "Wir haben unsere Lehren gezogen."

Vastic erkennt einen Aufwärtstrend

Rieder heimstark

Bei den Riedern, die in dieser Saison zu Hause bisher nur zweimal gegen Salzburg verloren haben, fehlen lediglich die Langzeitverletzten Ivan Carril und Markus Hammerer.

Ried-Trainer Gerhard Schweitzer wollte die Bedeutung des Duells nicht überbewerten.

"Es ist ein wichtiges Spiel, aber die Tabelle ist eng. Für uns ist es nur eines von acht noch ausständigen Spielen", betonte der langjährige Assistent des zu Sturm abgewanderten Paul Gludovatz.

Schweitzer will Austria beschäftigen

Die Austria sei keineswegs schwach, auch wenn sie seit vier Spielen nicht gewonnen hat. "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe", sagte Schweitzer.

Die Austria peilt im 60. Bundesliga-Vergleich den 30. Sieg gegen Ried an. Im Innviertel haben die Wiener aber seit März 2010 (1:0) nicht mehr gewonnen. In den jüngsten sechs Auswärtsspielen erzielten sie zudem nur zwei Tore.

"Wir wissen aber, wie stark die Austria zum Beispiel gegen Salzburg gespielt hat", erinnerte Schweitzer, der die Gäste "hinten beschäftigen" will. "Wenn wir ein Tor erzielen wollen, müssen wir den Abwehrriegel knacken."

Mitte nächster Woche geht es für die beiden Teams bereits im Cup-Viertelfinale gegen Zweitligisten weiter. Ried gastiert am Dienstag in Grödig, die Austria bei Austria Lustenau.

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