Innsbruck nimmt Europacup-Plätze in Angriff

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Der FC Wacker Innsbruck ist als einziger Sieger der 27. Fußball-Bundesliga-Runde bis auf vier Punkte an den Tabellendritten Ried herangerückt.

Am Samstag im Heimspiel gegen den Kapfenberger SV ist für die siebentplatzierten Tiroler nun der nächste Sieg Pflicht, um weiter vom Europacup träumen zu dürfen.

Für die Steirer wird die Ausgangsposition im Abstiegskampf mit elf Punkten Rückstand auf den Vorletzten SC Wiener Neustadt immer düsterer, sie haben aber vor dem Beginn des letzten Saisonviertels noch nicht aufgegeben.

Wacker will Boden gutmachen

Die Innsbrucker (36 Punkte) stiegen mit dem 2:1-Heimsieg gegen Rapid dank eines Doppelpacks von Marcel Schreter wieder voll ins Europacup-Rennen ein.

"Wir wollen diese Hürde natürlich nehmen und nachlegen. Es spielen in dieser Runde die vorderen Mannschaften gegeneinander, da haben wir eine tolle Möglichkeit, Boden gut zu machen", ist sich Wacker-Trainer Walter Kogler bewusst.

Der Sechste Sturm (37) empfängt den Dritten Ried (40), der Fünfte Admira (38) den Zweiten Rapid (42). Zudem ist am Sonntag Leader Salzburg (45) beim Tabellenvierten Austria (40) zu Gast.

Innsbruck Favorit

Im Gegensatz zum Rapid-Spiel sind die Kogler-Schützlinge diesmal in der Favoritenrolle.

"Da brauchen wir nicht drumherumreden. Deshalb wird es aber nicht leichter", sagte der Wacker-Coach. Die Sperren von David Sencar und Nathan Junior seien sicher kein Nachteil, trotzdem sei mit einem starken Gegner zu rechnen. "Sie spielen um ihre letzte Chance", erinnerte Kogler.

Von seiner Elf erwartete der Tirol-Trainer einen ähnlich starken Auftritt wie am Sonntag. "Wir müssen druckvoll spielen, im Mittelfeld schon den Kampf aufnehmen und die Zweikämpfe gewinnen", kannte Kogler das Erfolgsrezept.

KSV in dieser Saison noch ohne Punkte gegen Innsbruck

Die Statistik spricht für die Gastgeber, die gegen den KSV alle drei Saisonduelle gewonnen haben und schon seit fünf direkten Begegnungen ungeschlagen sind. "Wir haben eine gute Bilanz, aber man muss das immer erst wieder bestätigen", betonte Kogler.

Genauso wie die Kapfenberger haben auch die Tiroler mit Personalproblemen zu kämpfen. Bergmann, Hackmair, Merino, Köfler, Kofler und Löffler stehen nicht zur Verfügung.

Im Gegensatz zum Wochenende muss der Tabellensiebente nach dem Ausfall des angeschlagenen Merino seine zentrale Mittelfeld-Position neu besetzen. Perstaller oder Ildiz könnten in die Mannschaft rücken.

Die Kapfenberger kamen im wichtigen Heimspiel gegen den Achten Mattersburg nicht über ein 1:1 hinaus und konnten den Rückstand auf Rang neun nicht verkleinern.

Coach Thomas von Heesen blieb aber trotz dieser Tatsache und des Fehlens von Sencar und Nathan Junior optimistisch. "Wir lassen uns nicht von Pessimisten beeinflussen, egal, wie es am Ende ausgeht", sagte der Deutsche.

"Irgendwann werden wir belohnt"

Deshalb lautet das Motto der Steirer in Innsbruck wieder Gas geben. "Irgendwann werden wir für den Trainingsaufwand und die Leistungsbereitschaft belohnt werden", ist Von Heesen überzeugt. Das werde eventuell schon im Tivoli Stadion der Fall sein.

"Innsbruck ist angesichts des Tabellenstands in einer komfortablen Situation, kann befreit spielen und hat gegen Rapid eine gute Partie geboten. Aber wir werden aus Tirol etwas mitnehmen.

Nicht weil wir es müssen, sondern weil wir es wollen", sagte Von Heesen. An vorderster Front wird wohl Sanel Kuljic anstelle des gesperrten Nathan Junior neben Haruna Babangida agieren.

Kapfenberg hofft auf den Start einer Serie

Die Kicker des Tabellenletzten sind nach wie vor gut gelaunt und glauben noch immer an die Wende. "Wir wissen, dass man aus neun Spielen 27 Punkte machen kann.

Aufgeben werden wir also nicht. Wenn wir eine Serie starten, kann alles ins Positive gehen", erklärte Mittelfeldspieler Dieter Elsneg.

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