Mattersburg nimmt Anlauf auf Heim-Festung

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Der SC Wiener Neustadt ist im eigenen Stadion in der laufenden Saison nur schwer zu besiegen. Das soll sich auch im Nachzüglerduell des Vorletzten mit dem Achten SV Mattersburg am Samstag in der 28. Bundesliga-Runde nicht ändern.

Ausgerechnet die Burgenländer haben der Elf von Coach Peter Stöger am 1. Oktober 2011 (1:2) die bisher letzte Heimniederlage zugefügt.

Aufgrund des beruhigenden Vorsprungs auf das Schlusslicht Kapfenberg (18 Punkte) können sowohl die Niederösterreicher (29) als auch die Burgenländer (31) mit ruhigem Gewissen ins Spiel gehen.

Das erste Duell in Neustadt gewann der SVM

Wr. Neustadt ist gewarnt

"Die Mattersburger haben eine kompakte Mannschaft. Sie spielen nicht viel anders als im Herbst, aber sie nutzen ihre Chancen, bis auf das Innsbruck-Spiel, aus", charakterisierte Stöger den Gegner.

Die Burgenländer holten am Wochenende ebenfalls ein 1:1-Remis, nach einer schwächeren Vorstellung auswärts gegen Kapfenberg.

Mattersburg seit drei Runden unbesiegt

"Das war eine eigene Situation, da hatten alle im Hinterkopf, dass wir das Thema Abstieg endgültig erledigen können", nahm Mattersburg-Trainer Franz Lederer seine Akteure in Schutz.

Nun gelte es allerdings wieder an die vorangegangenen Frühjahrspartien anzuschließen. "Wir müssen mit dem nötigen Ernst ins Spiel gehen und uns auf unsere Stärken konzentrieren", sagte der längstdienende Bundesliga-Coach.

Die seit drei Runden unbesiegten Burgenländer haben zwar das Auswärtsspiel gegen Wr. Neustadt gewonnen, dafür zu Hause gleich zweimal (1:2 und 0:1) verloren. Nicht nur deshalb rechnete Lederer mit einem starken Gegner.

"Wir wissen, dass sich dort jede Mannschaft schwergetan hat. Wiener Neustadt arbeitet von einer kompakten Defensive heraus", sagte der Mattersburg-Trainer.

Den gesperrten Alois Höller wird aller Voraussicht nach Ronald Spuller ersetzen. "Er ist eine heiße Option", verriet Lederer. Adnan Mravac wird trotz Knieproblemen spielen können, Manuel Seidl steht nach seiner abgelaufenen Sperre wieder zur Verfügung.

Uneinnehmbare Festung Wr. Neustadt

Die Wiener Neustädter sind vor eigenem Publikum seit neun Runden unbesiegt, in den fünf jüngsten Auftritten gab es jeweils ein Remis, wie am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen Ried.

"Mit unserer Serie zu Hause sind wir zufrieden, aber es sind schon zu viele Unentschieden dabei", sagte Stöger. Insgesamt neunmal, bei je zwei Siegen und Niederlagen, gab es im Stadion Wiener Neustadt keinen Sieger.

Ein Unentschieden ist daher auch am Samstag alles andere als unwahrscheinlich, zumal die Burgenländer auswärts schon sieben Remis auf dem Konto haben.

Mit Sieg könnte Neustadt Mattersburg überholen

"Wir müssen punkten, um den Vorsprung auf Kapfenberg zumindest zu halten", gab Stöger die Marschroute vor. Mit einem Sieg würden die Niederösterreicher gar an Mattersburg vorbei auf Rang acht ziehen.

"Unser Minimalziel ist ein Punkt, aber wir wollen versuchen einen Dreier zu machen, um sie zu überholen", sagte der Wiener-Neustadt-Trainer, der nur die bis Saisonende fehlenden Christian Ramsebner, Willi Evseev und Manfred Razenböck nicht zur Verfügung hat.

Die Gastgeber sind aber nach der Heimniederlage im direkten Duell im Herbst gewarnt. "Das soll sich nicht wiederholen", betonte Stöger. Auf die Niederösterreicher wartet viel Arbeit, sind die Burgenländer doch das zweitbeste Frühjahrsteam.

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