Zwei Rote, einmal Alu, kein Tor

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Sturm rettet zu neunt Remis gegen Ried

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Das letzte Saisonviertel der Bundesliga ist am Samstag mit einem 0:0 zwischen Sturm Graz und SV Ried eröffnet worden.

Im Duell Meister gegen Cupsieger hatten die Steirer vor der Pause leichte Vorteile, doch Ried-Goalie Thomas Gebauer vereitelte die wenigen guten Sturm-Chancen.

Nach dem Wechsel flog Sturms Matthias Koch wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz (63.), danach verloren die Grazer auch noch Milan Dudic nach einer Notbremse mit einer Roten Karte (78.).

Chance auf Titelverteidigung wohl dahin

Mit zwei Mann mehr auf dem Rasen fanden die Rieder im turbulenten Finish gute Möglichkeiten auf den Auswärtssieg vor, Sturm brachte das Remis aber über die Zeit.

Für Sturm rückt die erfolgreiche Titelverteidigung aber in immer weitere Ferne.

Sollte Salzburg den Sonntag-Schlager in Wien gegen die Austria gewinnen, würde der Rückstand auf die Tabellenspitze bereits zehn Punkte betragen.

Die Rieder haben weiter drei Zähler mehr als die Grazer auf dem Konto.

Erneut torarmes Spiel

Die Paarung Sturm gegen Ried war in der Vergangenheit meist ein Garant für Torarmut.

In den bis Samstag jüngsten sechs Liga-Duellen waren gerade einmal insgesamt sieben Treffer gefallen.

Auch diesmal ging es sehr gemächlich und vorsichtig los. Wenn es vor der Pause gefährlich wurde, dann im Strafraum der Rieder.

Ried offensiv zahnlos

Kainz schoss aus kurzer Distanz ans Außennetz (16.). Dann rettete zweimal Ried-Goalie Gebauer hervorragend.

Zunächst parierte der Deutsche gegen Okotie, der auch von Reifeltshammer entscheidend gestört wurde (32.), dann reagierte Gebauer bei einem Schuss von Szabics aus kurzer Distanz blitzschnell (41.).

Ansonsten präsentierten sich die Rieder defensiv kompakt und zweikampfstark, aber offensiv mit Ausnahme einer Casanova-Halbchance (14.) völlig zahnlos.

Flottes Spiel in Hälfte zwei

Nach dem Wechsel wurde die Partie eine Nuance flotter. Auch, weil sich die Rieder etwas mehr Richtung Sturm-Tor wagten.

Ein Treffer der Gäste durch Schreiner wurde aberkannt, weil Beichler davor ein Foul an Ehrenreich begangen haben sollte (52.).

Wenig später schoss Hadzic knapp am Tor des unterbeschäftigten Sturm-Tormanns Gratzei vorbei (59.).

Ried drängt in Überzahl

Im Sturm-Spiel fehlte das Feuer, die laschen Angriffsbemühungen von Okotie und Co. wurden zusätzlich durch den Ausschluss von Koch wegen wiederholten Foulspiels gebremst (63.).

Mit einem Schlag nahm die Partie dann Fahrt auf. In Überzahl drängten die Rieder auf den Auswärtssieg.

Nach Guillem-Querpass verstolperte Basala-Mazana alleine vor Gratzei stümperhaft (71.). Nach Schnitzer von Dudic lief Beichler alleine auf Gratzei zu, der Ex-Sturm-Kicker verfehlte aber hauchdünn das lange Eck (72.).

Neun Grazer halten dicht

Für Sturm wurde die Luft dann noch dünner, denn Dudic sah nach einer Notbremse gegen Guillem, die Zentimeter außerhalb des Strafraums passierte, die Rote Karte (78.).

Beim darauffolgenden Freistoß von Riegler parierte Gratzei (80.). Sturm verteidigte sich in zweifacher Unterzahl geschickt und geriet nicht mehr in Gefahr.

Stattdessen hätte es fast noch Elfer für Sturm gegeben. Doch Referee Einwaller, der nach Schlusspfiff nur dank Regenschirmen einer Bierdusche entging, ließ nach Attacke von Reifeltshammer gegen Szabics weiterspielen (89.).

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