Gute Vorzeichen für einen heißen Tanz

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Mit dem Schlager Austria Wien gegen Red Bull Salzburg wartet am Sonntag zum Abschluss der 28. Runde noch ein echter Leckerbissen.

Während die Wiener um den Anschluss an die Tabellenspitze kämpfen, wollen die Salzburger den Vorsprung ausbauen.

Perfekte Vorzeichen für ein heißes Duell. LAOLA1 hat die letzten Hard-Facts vor dem Aufeinandertreffen in der Generali-Arena.

AUSGANGSLAGE:

Für die Wiener Austria beginnen mit dem Showdown gegen Leader Salzburg die Wochen der Wahrheit. Nach dem Duell gegen die "Bullen" müssen die Veilchen in der nächsten Runde nach Ried, danach folgt das 301. Wiener Derby gegen Rapid. Bei aktuell fünf Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze muss man kein Prophet sein, um die Wichtigkeit dieser drei Spiele einordnen zu können. Will man im Titelrennen noch ein Wörtchen mitreden, zählen nur Punkte. "Wir müssen schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren, sollten gegen Salzburg gewinnen. Das ist ein Spiel um die Big Points“, weiß auch AG-Vorstand Thomas Parits.

Salzburg liegt in der Tabelle punktegleich mit Rapid an der Spitze, der Vorsprung auf Ried und der Austria beträgt vier beziehungsweise fünf Zähler. Bei einem Sieg in Wien-Favoriten könnten die "Bullen" einen Mitkonkurrenten schon fast aus dem Rennen nehmen. „Ich denke nicht, dass die Austria bei einer Niederlage weg ist“, hält RBS-Coach Ricardo Moniz den Ball flach. „Der Weg bis zum Titel ist noch ein langer. Es kann viel passieren. Wir dürfen jetzt nicht zu rechnen beginnen.“

PERSONALIEN:

Bis auf Markus Suttner (drei Rippenbrüche) und Pascal Grünwald (Schulter-OP) stehen Coach Ivica Vastic alle Akteure zur Verfügung. Welche Startelf der 42-Jährige aufs Feld schickt, bleibt naturgemäß ein Geheimnis. „Abwarten. Alles ist möglich“, lautet der kurze Kommentar des FAK-Trainers. Setzt der Ex-Internationale seinen Trend fort, wird es gegenüber dem Sturm-Match erneut Umstellungen geben – schließlich spielte die Austria unter Vastic noch nie zwei Partien in Folge mit der gleichen Garnitur. Besonders motiviert ist Roman Kienast. Der gebürtige Salzburger hat gegen die "Bullen" noch nie in einem Heimmatch getroffen.

Langsam lichtet sich das Salzburger Lazarett wieder. Bis auf den langzeitverletzten Alan und den nach wie vor angeschlagenen Christoph Leitgeb (Knieödem) hat Moniz alle Mann an Bord. Franz Schiemer steht gegen seinen Ex-Verein ebenso zur Verfügung wie der Brasilianer Leonardo. Beim Edeltechniker reicht es aber maximal für einen Kurzeinsatz. Schmerzhaft ist dagegen der Ausfall von Jakob Jantscher. Salzburgs Topscorer (neun Tore, fünf Vorlagen) fehlt in Wien wegen einer Gelbsperre.

STATISTIK:

Die Veilchen weisen zu Hause gegen Salzburg eine starke Bilanz auf. Seit dem Beginn der "Bullen"-Ära feierten die Wiener fünf Siege, spielten sechs Mal remis und verlorene gerade einmal zwei Begegnungen. Die beiden Niederlagen datieren vom 9. Dezember 2006 (0:2) und vom 25. Mai 2011 (2:4). Die Wiener konnten jedoch nur zwei Begegnungen mit mehr als zwei  Toren Unterschied für sich entscheiden – das allererste Duell am 11. September 2005 (2:0) und am 23. Februar 2008 (3:1).

Die Kritik am Auftreten der Mannschaft ist omnipräsent, trotzdem sind die „Bullen“ die beste Frühjahrsmannschaft. Die Moniz-Truppe holte im Jahr 2012 15 Punkte und kassierte in den letzten zwölf Spielen nur eine Niederlage (0:1 gegen Mattersburg). Darüber hinaus ist der Tabellenführer auch die beste Auswärtsmannschaft (18 Punkte). Aufpassen muss Salzburg dagegen in der Schlussphase: Die Austria hat in den letzten 15 Minuten schon elf Treffer erzielt (zweitbester Wert der Liga). Und beim letzten Duell in Wien-Favoriten gelang Alexander Grünwald in der Nachspielzeit der 3:2-Siegtreffer.

NEBENGERÄUSCHE:

Das Thema Roland Linz ist in Favoriten omnipräsent. Gegen Sturm kam der Goalgetter zum ersten Mal in der Ära Vastic zum Einsatz und erzielte dabei gleich einen Treffer. Gegen Salzburg wird der Steirer aber vorerst wohl erneut auf der Ersatzbank sitzen. „Man wird sehen. Ich hoffe, dass ihm das Tor einen Schub gegeben hat", lässt sich Vastic nicht in die Karten blicken. Auch über die Zukunft des gebürtigen Kroaten wurde zuletzt immer wieder spekuliert. Bleiben die Ergebnisse in den nächsten Spielen aus, könnte das sein vorzeitiges Ende am Verteilerkreis bedeuten.

Trotz Tabellenführung und Cup-Viertelfinale (gegen die eigenen Juniors) steht Moniz massiv in der Kritik. Zum einen sei keine klare Entwicklung zu erkennen, zum anderen spiele die Mannschaft nicht attraktiv genug. Obwohl es mittlerweile ein Kampf gegen Windmühlen ist, wehrt sich der Niederländer bei LAOLA1 zum wiederholten Male ("Ich verstehe die Unruhe nicht!"). Wie lange der 47-Jährige noch das Trainer-Zepter schwingen darf, ist unklar. Namen von potenziellen Nachfolge-Kandidaten (Franco Foda, Walter Kogler) machen in Salzburg jedenfalls schon die Runde.

Martin Wechtl/Kurt Vierthaler

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