Wacker gegen Rapid oder das Duell der Remiskönige

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Der Tabellenzweite SK Rapid ist am Sonntag zum Abschluss der 27. Runde im Duell der beiden Liga-Remis-Könige beim FC Wacker Innsbruck zu Gast. Beide Teams haben bereits zwölf Unentschieden auf dem Konto.

Die Hütteldorfer wollen den Anschluss an Tabellenführer Salzburg wahren, die siebentplatzierten Tiroler demgegenüber die Europacup-Plätze nicht ganz aus den Augen verlieren.

Rapid selbstbewusst

Die Rapidler verbesserten ihre Ausgangsposition im Europacup-Rennen am Mittwoch mit einem verdienten 3:0-Heimerfolg gegen Kapfenberg. Mit dem selben Ergebnis im Gepäck waren die Wiener auch aus den jüngsten beiden Partien im Tivoli Stadion Tirol wieder abgereist.

Am 24. September 2011 hatten Steffen Hofmann (23./Elfmeter), Rene Gartler (44.) und Deni Alar (48.) für den höchsten Saisonauswärtssieg gesorgt.

Peter Schöttel erinnert sich gerne daran. "Da haben wir einen schönen Erfolg feiern können. Natürlich fahren wir jetzt wieder mit dem Ziel nach Innsbruck zu gewinnen", sagte der Rapid-Coach, der den ersten Auswärtssieg seit 26. November 2011 (2:1 in Mattersburg) im Visier hat.

Keine Überheblichkeit

Auf die leichte Schulter wird der Gegner keinesfalls genommen, immerhin endete das jüngste direkte Duell in Hütteldorf mit einem torlosen Remis.

"Da haben wir uns sehr schwergetan. Innsbruck stellt eine sehr routinierte Elf, hat in allen Formationen erfahrene Legionäre und kann auf den Seiten auf junge, talentierte Österreicher setzen", charakterisierte Schöttel den Gegner.

Nur geringfügige Änderungen

Seine eigene Mannschaft wird der Rapid-Trainer im Vergleich zum Sieg am Mittwoch wohl nur geringfügig umbauen.

"Jene Spieler, die zuletzt nicht regelmäßig gespielt haben, haben gegen Kapfenberg ihre Sache sehr gut gemacht", lobte Schöttel und machte damit neben dem Doppeltorschützen Deni Alar, auch Christian Thonhofer, Lukas Grozurek und Boris Prokopic durchaus Hoffnung auf einen Verbleib in der Startformation.

Deni Alar traf zuletzt im Doppelpack

Drazan und Nuhiu wieder dabei

Christopher Drazan und Atdhe Nuhiu stehen allerdings nach ihren Sperren wieder zur Verfügung. Fix nicht dabei sein werden die verletzten Michael Schimpelsberger und Christopher Trimmel, ob der zuletzt kranke Guido Burgstaller am Samstagmittag die Reise nach Innsbruck antritt, wird kurzfristig entschieden.

Die Tiroler haben mit Muhammed Ildiz und Thomas Bergmann auch zwei talentierte Rapid-Leihgaben in den eigenen Reihen. Bergmann ist allerdings verletzungsbedingt genauso nicht einsatzfähig wie Peter Hackmair.

Probleme gibt es zudem in der rechten Außenverteidigung. Der zuletzt starke Marco Kofler ist gelbgesperrt, zudem ist der Einsatz des angeschlagenen Dario Dakovic äußerst fraglich. Georg Harding, der vor seinem ersten Einsatz seit 22. Oktober 2011 steht, und Bülent Bilgen wären mögliche Alternativen.

Favoritenrolle klar verteilt

"Wir erwarten eine starke Rapid-Mannschaft, die den Anspruch hat, um den Titel mitzuspielen", sagte Wacker-Coach Walter Kogler. Obwohl die Favoritenrolle klar verteilt sei, peile man eine Überraschung an.

"Wir bekommen gleich wieder die Chance, ein positives Resultat zu holen", meinte Kogler nach der 0:1-Auswärtsniederlage gegen Sturm. Seine Truppe habe in Graz in der zweiten Hälfte gut dagegengehalten.

"So müssen wir auch gegen Rapid auftreten", forderte Kogler, der auch auf eine Leistungssteigerung des im Frühjahr noch hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Carlos Merino hoffte.

Wacker träumt vom Europacup

Ein Erfolgserlebnis wäre auch dringend nötig, um die eigenen Europacup-Träume am Leben zu halten. "Es wäre eine absolute Sensation, wenn wir in den Europacup kommen würden, aber aufgrund der Ausgangslage werden wir weiterhin alles versuchen", sagte der Kärntner.

Elf Runden vor Schluss fehlen den Tirolern, die in den jüngsten fünf Duellen mit Rapid sieglos blieben, nur sechs Punkte auf Rang drei.

Der Rasen im Tivoli-Stadion wird von Woche zu Woche zumindest etwas besser. "Richtig gut ist es aber klarerweise noch nicht", räumte Kogler ein.

Interessantes Detail am Rande: Schiedsrichter ist Thomas Prammer, unter dessen Leitung die Hütteldorfer in zehn Spielen (acht Siege, zwei Remis) noch nie verloren haben.

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