Admiras "Juniors" überzeugen gegen Salzburg

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Die ohnehin schon klar verteilten Rollen waren am 27. Spieltag noch klarer verteilt.

Dort die Admira, der Aufsteiger, der gleich auf acht Spieler (davon fünf aus der Stammelf) verzichten musste.

Da Salzburg, der Tabellenführer, der Liga-Krösus, der in der Südstadt einen weiteren Schritt Richtung Titel gehen wollte.

Salzburgs Wasser war nicht wärmer

Doch Fußball wird eben nicht am Reißbrett, sondern am Rasen gespielt und auf jenem waren die ersatzgeschwächten Hausherren durchaus ebenbürtig.

Einen 0:1-Rückstand verwandelte die Kühbauer-Truppe in einen 2:1-Vorsprung, aus dem schlussendlich ein 2:2-Unentschieden wurde.

„Nach zwanzig Minuten haben meine Spieler gemerkt, dass die Salzburger auch nur mit Wasser kochen. Und viel wärmer als unseres war es auch nicht“, brachte es Kühbauer gewohnt pointiert auf den Punkt.

Wer die Tore nicht macht…

Die „Bullen“ haderten dagegen mit der schwachen Chancenauswertung. 55 Prozent Ballbesitz, 21 Torschüsse und 16 Eckbälle konnten letztlich nicht in einen Dreier umgemünzt werden.

„Wir hatten genug Chancen, treffen aber die Hütte nicht. Dabei hätten wir schon in der ersten Hälfte alles klar machen müssen“, erklärte Alexander Walke säuerlich.

Spielerisch war die Leistung der Salzburger zwar ansprechend, aber das war für den deutschen Schlussmann eher nebensächlich.

„Soll ich ganz ehrlich sein? Ich spiele lieber schlechter und gewinne, als ein gutes Spiel gemacht und nicht zu gewonnen zu haben. Es bringt uns ja nicht weiter.“

Weber und Ebner mit ordentlichen Debüts

Bei der Admira konnte man sich am Ende doch über den einen Punkt freuen. Vor allem angesichts der Personalprobleme.

In der Abwehr wurden die beiden Youngsters Thomas Weber (18/100 Prozent Zweikampf-Quote) und Thomas Ebner (20/58 Prozent Zweikampf-Quote) ins kalte Profi-Wasser geworfen, erledigten ihre Sache aber ausgezeichnet.

Kühbauer: „Wenn zwei Amateur-Spieler in ihrem ersten Bundesliga-Spiel so eine tolle Leistung abliefern, kann man als Trainer nur stolz sein.“

„Nur mit den Jungen geht es auch nicht“

Der 40-Jährige warnte aber gleichzeitig davor, dass man nun von den Jungen keine Wunderdinge erwarten dürfe.

„Die Kurve geht nicht ständig nach oben. Ich bin für den jungen Weg, aber nur mit den Jungen geht es auch nicht. Ich werde die Jugend natürlich forcieren, aber sie hat ihre Einbrüche. Das ist ganz normal.“

Immerhin muss dem Admira-Coach bei künftigen Ausfällen nicht angst und bange werden. Der Pool an talentierten Nachwuchskickern ist in der Südstadt gut gefüllt.

„Das wussten wir aber auch schon vorher“, schmunzelte Kühbauer.

Kurt Vierthaler

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